Waffenruhe bis zur nächsten Runde


Eigentlich war niemand so richtig überrascht, als gestern von einer Einigung zu einer erneuten Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel berichtet wurde. Warum auch nicht, mag man sich fragen, schliesslich sollte man immer die Ruhe vorziehen. Wir wollen unsere Ruhe haben. Besonders die Bewohner im Süden des Landes in der Nähe des Gazastreifens sehnen sich nach nichts mehr als Ruhe.

Aber kaum einer ist zufrieden mit der neuesten Einigung auf Waffenruhe. Die Hamas kann 500 oder mehr Raketen auf israelische Zivilisten schiessen, am Ende wissen mittlerweile auch die Terroristen, dass die Politiker in Israel es nicht wagen, wirklich etwas gegen sie zu unternehmen. Diese letzte Runde zwischen der Hamas und Israel war eine der intensivsten überhaupt. Sogar zur Zeit des Gazakrieges im Jahr 2014 kann ich mich nicht an einen Tag erinnern, wo fast 500 Raketen auf uns geschossen worden waren.

Natürlich musste die israelische Armee auf die Raketenangriffe reagieren. Sie tat es auch, mit Luftangriffen auf mehr als 120 Ziele der Hamas im Gazastreifen. Dabei war die Armee auch so nett und hat immer vor einer Bombardierung eines Gebäudes gewarnt, damit die Menschen dort Zeit hatten, sich in Sicherheit zu bringen. Die Hamas ihrerseits macht so etwas natürlich nicht. Sie schossen so viele Raketen wie möglich in eine bestimmte Gegend ab, damit wenigstens eine der Raketen ein Haus treffen wird, am besten mit den Bewohnern drin. Eine nicht kleine Zahl von Häusern in Ashkelon und Sderot wurden gestern zum Teil sehr stark beschädigt, ein Mann, ein Araber aus Hebron kam ums Leben, zwei Frauen verletzten sich schwer.

Es war gestern nur eine Frage der Zeit, dass sich die Ägypter und weitere Länder einschalten würden, um wieder für Ruhe zu sorgen. Das ist ja auch verständlich. Doch wir sollten aus der Vergangenheit gelernt haben. Denn fast jeder hier im Land ist sich sicher, dass es nur einen Frage der Zeit ist, bis es wieder einmal ein paar Raketen „tröpfeln“ wird.

Und was ist mit dem schon zur Tradition gewordenen „Märschen der Rückkehr“ am Grenzzaun? Sie werden sicher weitergeführt werden, wie es mehrmals von führenden Hamas-Mitgliedern erklärt worden ist.

Die Bewohner im Grenzgebiet zum Gazastreifen haben die Nase voll. Sie waren bereit gewesen, für eine längere Zeit in den Sicherheitsräumen zu verweilen oder sogar ihre Häuser für eine gewisse Zeit zu verlassen, solange, bis die israelische Armee endgültig für Ruhe gesorgt hat. Aber das scheint Israel nicht zu wollen. Es sieht ganz so aus, als würde die momentane Situation im Gazastreifen der israelischen Regierung ganz gut gefallen.

Vielleicht hat man einfach Angst vor einer Zeit, in der die Hamas im Gazastreifen nicht mehr das Sagen hätte. Wer würde ihren Platz einnehmen? Vielleicht ist es Israel auch recht, dass sich die Hamas und die Fatah von Palästinenserchef Mahmud Abbas nicht vertragen können, obwohl sie vor fast einem Jahr ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet hatten. So wird es nie zu dieser bei vielen so beliebten Zweistaatenlösung kommen können.

Aber wie wird die israelische Regierung ihre Entscheidung, nicht gegen die Hamas vorzugehen, gegenüber den Bewohnern im Süden begründen? Ist es in Ordnung, dass die Hamas-Terroristen 500 Raketen auf israelische Zivilisten schießen und dann ungeschoren davonkommen?

Protest gegen den Waffenstillstand am Eingang zur Stadt Sderot, gestern Abend

Während im Gazastreifen der Sieg gefeiert wird, gehen die Bewohner des Südens auf die Strasse und protestieren gegen die zwischen Israel und der Hamas vereinbarten Ruhe. Und es ist wirklich ruhig hier bei uns. den letzten Raketenalarm gab es gestern um 16:48 Uhr. Es wird uns wohl nicht anders übrigleiben, als die momentane Ruhe zu genießen, bis zum nächsten Mal. Keine Sorge, die nächste „Runde“ kommt bestimmt. (Dov Eilon, ih)

Bild: Zerstörtes Haus in Ashkelon (Foto: Hadas Parush/Flash90)



Kategorien:Sicherheit

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1 Antwort

  1. Gib her, gib her, lasse ab von deinem Feuer, dein Feuer verschlingt, deine Hand erdrückt dein Heil, dein Herz zerspringt in deiner Hand weil du deinen Feind vertilgen willst aus deiner Welt.

    Vergib, vergib und mach dich klein, kleiner als dein Eigen Herr sollst du sein, dein Zorn verbrennt deine Seele und verdampft dein Hauch.

    Geh hin zu deinem Bruder den du nennst deinen Feind und Übeltäter, wünsche dir seinen Frieden noch vor deinem, bitte um sein Heil und hoffe auf sein Wohlergehen damit du einsiehst deine Irre.

    Schlägt er dich so segne ihn, will er dich töten so Liebe ihn, trachtet er dich auszurotten so heile ihm seine Wunden.

    Lasse ab von der Angst, siehe in dein Herz hinein und erkenne dein Übel was dich töten will, sei nicht Blind deinem Herrn gegenüber wenn er züchtigt deine Bosheit.

    Gib nach der Wut deines Feindes, er hat ein Schwert das so scharf ist wie deine Verzweifelung, seine Augen kennen mich, seine Lippen sind im Staub der Erde erlegen mit flehen und schreien um deine Sturheit anzuklagen in mein offen Ohr hinein.

    Klage nicht zum den zerbrochen Spiegel deiner Eigenen Gerechtigkeit die ich werde zerschlagen lassen, unbarmherzig tobt der Sturm um deiner Eitelkeit den Abgrund zu weisen, siehst du meinen Willen dich zu Heilen von deiner eigenen Verderbnis, trachte nach des Nächsten Freude seiner Armen Frau, gib ihr Wasser und Mein Brot, schenk ihm von dem was ich dir Gebe damit ihr beide ewig Lebet in meinem herzen.

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