Chabad-Hauses in Basel von Unbekannten beschädigt


Nach dem Vorfall wurde Anzeige erstattet. (Foto: iStock)

In Basel ist das Fenster einer Synagoge demoliert worden. Beter bemerkten den Schaden am Chabad‐Haus an der Ahornstrasse am Schabbatmorgen. Rabbiner Zalman Wishedski vermutet, dass Unbekannte in der Nacht versucht hatten, die Scheibe mit einem Hammer einzuschlagen. Das Sicherheitsglas habe dabei aber nicht nachgegeben. Er gehe von einem antisemitischen Hintergrund aus. Eine Anzeige wurde erstattet. Er könne nicht glauben, dass so etwas im Jahr 2018 in Basel passiere. «Was passiert als nächstes?», schreibt er.

In jüngster Zeit hatte es bereits einige Attacken gegen eine koschere Fleischerei in Basel gegeben. Er lebe seit mehr als 16 Jahren in Basel, sagte Rabbiner Wishedski unserer Zeitung, und habe bereits mehrfach rassistische und antisemitische Anfeindungen erlebt. Dies sei jedoch der erste Angriff auf eine Synagoge. Er sei nun in Sorge: »Aber Angst haben wir nicht!« Ungeachtet der Vorkommnisse werde Chabad Lubawitsch Basel wie geplant am Dienstagabend das öffentliche Lichterzünden auf dem Marktpatz veranstalten.

Der Anschlag sorgt für Beunruhigung innerhalb der Gemeinde. «Vielleicht beunruhigt es mich und meine Familie nicht so sehr, aber die Leute fragen schon, ob es Security gibt.» Über Security-Angebote für jüdische Institutionen streitet sich morgen der Grosse Rat. Acht Vollzeitstellen der Basler Polizei sollen ausschliesslich eingesetzt werden, um die Synagoge zu beschützen.

Für den Präsidenten der Israelitischen Gemeinde Basel, Manuel Battegay, ist das ein dringendes Anliegen. Dies, weil das Sicherheitsgefühl der Juden in ganz Europa abgenommen habe. «Es ist deshalb sehr wichtig, dass man das Sicherheitsgefühl wieder zurückgibt», so Battegay. «Wir sind sehr dankbar, dass der Kanton zusammen mit uns im Frühling eine Taskforce gegründet hat. Wir konnten auch pragmatische Lösungen besprechen und finden.» Die Gemeinde hofft, dass auch das Parlament dem Vorschlag der Regierung folgt und die Polizisten für die Synagogen bewilligt.

Trotz all der Sicherheitsbedenken feiert die jüdische Gemeinschaft ihr Lichterfest. Es soll die unerfreulichen Ereignisse überstrahlen. «Unsere Antwort zu allem, was passiert, ist einfach Licht. Die ganze Geschichte von Chanukka ist, dass wir die Dunkelheit wegtreiben mit Licht. Wir bringen Licht. Das ist Chanukka.»

(JNS und Agenturen)



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