Dramatische Rettung aus dem stürmischen See Genezareth


Man konnte dieses Mal zwar nicht über das Wasser gehen, aber die israelischen Rettungsdienste konnten am Sonntagabend eine Familie retten, die mitten im stürmischen See Genezareth in Seenot geraten war.

Der See Genezareth oder Kinneret ist ein relativ kleiner See, der nicht sehr gefährlich zu sein scheint. In der Tat hatte ich Schwierigkeiten, das, was ich in Matthäus 14 las, mit meinem persönlichen Eindruck über den Kinneret, einen der ruhigsten und beliebtesten Erholungsorte Israels, in Einklang zu bringen.

Aber wenn die Winde toben, kann der Kinneret gefährlich rau werden, wie Shmuel Shabi und seine Familie, beinahe auf Kosten ihres Lebens, herausfinden mussten.

„Der Wind wurde so stark, dass das Boot umkippte. Wir klammerten uns an dessen Seite fest, und hofften auf ein Wunder“, erklärte Shabi gegenüber dem israelischen Nachrichtenportal Ynet.

Nach mehr als einer Stunde im Wasser begann die Gruppe, zu der zwei Kinder gehörten, zu verzweifeln. Die Sonne ging unter und sie hatten so gut wie keine Chance, dass ihre Hilferufe gehört wurden.

„Einer der Jungen sagte zu mir: „Ich kann mich nicht mehr festhalten“, erinnerte sich Shabi. „Wir fingen an, über den Glauben zu sprechen, aber ich verlor die Hoffnung immer mehr, dass uns jemand retten würde.“

Nach Stunden auf dem Wasser und lange nachdem die letzten Lichter des Tages verloschen waren, begannen Shabi und die anderen sich damit abzufinden, dass sie dort mitten im See Genezareth sterben müssten. „Ich fing an, das übliche jüdische Gebet im Angesicht des bevorstehenden Todes zu sprechen, ebenso wie das Schma Israel“, sagte er.

An diesem Zeitpunkt wurde es der Gruppe – alle waren vor Erschöpfung wie benommen – bewusst, dass Rettungsdienste dabei waren, sie aus dem Wasser zu holen.

Ein Sprecher der Behörden sagte, das die Aktion, die Gruppe zu finden und zu retten, ausserordentlich schwierig gewesen sei , zumal es eine sehr dunkle Nacht gewesen sei. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera gelang es ihnen jedoch, die Gruppe etwa vier Stunden nach dem Kentern ihres Bootes zu orten.

Der Sprecher betonte, dass der Kinneret trotz seiner geringen Grösse bei starkem Wind sehr gefährlich sein kann, und insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit sei es dann fast unmöglich, auf dem trüben Wasser in Seenot geratene Menschen ausfindig zu machen. (Ryan Jones, ih)

Suchaktion nach der auf dem See Genezareth verschollenen Gruppe

 



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