Die Dekonstruktion der Hebräischen Sprache


Der Amok laufende Feminismus zielt auf die geschlechtsspezifische biblische Sprache und damit auf das Judentum selbst.

Dass man sich in die geschlechtsspezifische hebräische Sprache einzumischen versucht, ist eigentlich nichts Neues. Dank Michal Shumer, einer Grafikdesignerin, die es auf sich genommen hat, ein neues geschlechtsneutrales hebräisches Alphabet zu entwerfen, haben diese Versuche allerdings nun neuen Auftrieb erhalten.

Das folgende Bild ist ein Beispiel für dieses neue Alphabet, das im wahrsten Sinne des Wortes die Glieder des hebräischen Alphabets regelrecht bricht, damit es in die LGB-Agenda passt. Da Wörter im Hebräischen geschlechtsspezifisch sind, sind hier also die Schriftarten der Buchstaben so gestaltet, dass sie beide Geschlechter im selben Substantiv, Verb oder Pronomen einschliessen. So heisst es frei übersetzt im Bild quasi: “Alle Männer Frauen sind gleich. Wer wagt es, für mich zu entscheiden, wer ich bin“. Im letzteren Satz ist dabei absichtlich eine Fehlanpassung zwischen der 3. Person “er” und der weiblichen Form der 3. Person “entscheiden” eingefügt worden.

Ich habe übrigens das T für Transgender und das Q für Queer aus dem üblichen LGBTQ-Akronym absichtlich weggelassen, um damit anzudeuten, dass dieses Alphabet, so fortschrittlich es auch sein will, die fortschreitende Radikalisierung dessen nicht berücksichtigt, was mit dem Streben der LGBs nach Gleichheit begann. In naher Zukunft wird die alte LGB-Agenda durch die Genderqueer-Agenda ersetzt werden, die die Auslöschung jeder Spur von Geschlecht aus der Sprache fordert.

Da es nun also diese neue Schriftart gibt, entschied sich Rotem Yadlin, Leiterin der Stadtverwaltung der Region Gezer, ein “Willkommen”-Schild anzubringen, das mit diesen neuen Multigender-Buchstaben geschrieben ist. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Eine Person des öffentlichen Lebens kann ihr öffentliches Amt dazu nutzen, um ihrer Wählerschaft ihre private Agenda aufzuzwingen. Dagegen protestiert nun die jüdische Menschenrechts-NGO “Betzalmo”, die Yadlin daran erinnerte, dass “die hebräische Sprache Teil unserer nationalen Identität ist. Sie zu verletzen, verletzt uns alle.” Es gebe ein Gesetz, so argumentiert Betzalmo, das besagt, dass Hebräisch die Sprache des Staates ist. Die Erfindung einer neuen Sprache ist eine Verletzung dieses Gesetzes.

Das neue Schild am Gebäude des Regionalrats von Gezer. Die neuen Endschriften, die die Buchstaben “mem” und “tav” kombinieren, sagen im männlichen Plural korrekt “willkommen” und im weiblichen Singular falsch (“bruchit habait”, Wörter, die überhaupt nichts bedeuten) (Foto: Facebook)

Bevor wir fortfahren, sollten wir zunächst den Begriff “Dekonstruktion” klären, der vom französischen Philosophen Jacques Derrida geprägt worden ist. Im Wesentlichen bedeutet dieser Begriff die Zerstörung der auf Rationalität basierenden modernen Struktur (zu der kollektive Identität, Nationalstaat, Speziesismus usw. gehören) und der Aufbau einer neuen Struktur aus Wörtern. Anstatt mit René Descartes’ rationaler Schlussfolgerung über eine existierende und erkennbare externe objektive Realität zu beginnen, sagt der Dekonstruktivismus auf diese Weise, dass es nur eine subjektive Realität geben kann, die in unseren Köpfen entsteht.

Es ist diese postmoderne Art von Ontologie und Epistemologie, die die Erzählung in den Mittelpunkt stellt. Die kann sagen, was immer ihr in den Sinn kommt, und wird trotzdem als gültig angesehen. Der Dekonstruktivismus zielt darauf ab, die moderne Welt zu zerstören, um die Menschheit von jeder Form der Tyrannei zu emanzipieren, einschliesslich der Biologie, die uns angeblich an die unterdrückerische Aufteilung in Männchen und Weibchen kette.

Daraus folgt, dass die Sprache absolut entscheidend ist für diejenigen, die von einer Welt träumen, die frei ist von Zwängen jeglicher Art von Identität, einschliesslich der menschlichen Identität.

In diesem Sinne lassen Sie uns zu Rotem Yadlins Antwort an Betzalmo zurückkehren. In ihrem Brief, der in der offiziellen Zeitung des Regionalrats von Gezer abgedruckt wurde und den Titel “Sprache formt die Realität” trägt, sagt sie, dass es an der Zeit sei, Hebräisch als “dynamische, lebendige, aufregende und sich verändernde” Sprache zu einer Sprache für mehrere Geschlechter zu machen, die sowohl Männer als auch Frauen respektiere. “Ich bin stolz”, schreibt sie, “dass Gezer der erste Reginalrat ist, der ein mehrgeschlechtliches Hebräisch-Zeichen angebracht hat, und ich bin stolz auf die vielen Regionalräte, die (meinem Beispiel) gefolgt sind.”

Es sind radikale Feministinnen, die die falsche Annahme in die Welt gesetzt habe, das Hebräische respektiere die Frauen nicht. Diese Feministinnen haben schon lange einfach so entschieden, dass die hebräische Sprache patriarchalisch, frauenfeindlich und sexistisch sei. Hier ein Beispiel: Feministinnen haben die Akademie für hebräische Sprache bereits dazu gebracht, dem maskulinen Wort “Kopf” (Rosch) eine feminine Form (Roscha) hinzuzufügen. Angeblich soll dies die wachsende Zahl von Frauen in Führungspositionen stärken. Im Deutschen gibt es ein ähnlich absurd klingendes, auf Feminismus abzielendes Beispiel, das schon länger die Runde macht: „Gibst du mir mal bitte die Salzstreuerin?“

Wenn man bedenkt, dass es im Hebräischen kein Neutrum gibt, sondern nur männliche und weibliche Formen, macht das diese Sprache besonders anfällig für drastische Veränderungen, die sie völlig verändern könnten. Aber noch mehr als das: Da die gesamte jüdische Welt auf der hebräischen Sprache beruht, bedeutet ihre Veränderung, das Judentum bis zur Nichtexistenz zu dekonstruieren, was genau das Ziel dieser postmodernen Israelis ist. Und da Gott selbst die Welt durch hebräische Worte ins Dasein rief, bedeutet die Veränderung des Hebräischen, Gottes Schöpfung zu beschädigen, was in den Augen vieler noch viel schwerwiegender ist. Dieser Aspekt der hebräischen Sprache, die die Macht hat, zu erschaffen, wurde von dem berühmten Maler Mordechai Ardon in einem Gemälde mit dem Titel “Am Anfang war א” festgehalten. (Tsvi Sadan, ih)



Kategorien:Kultur

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