Autoren-Archive
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Fund aus der Zeit des Ersten Tempels in Israel
Israelische Archäologen haben nahe Jerusalem einen rund 2750 Jahre alten Tempel und religiöse Figuren ausgegraben. Die Kultstätte sei bei Grabungen im Vorfeld von Autobahn-Bauarbeiten in dem Ort Tel Motza entdeckt worden, teilte die israelische Antikenverwaltung mit. Der Fund stamme aus der Zeit des antiken Königreichs Judäa und datiere auf das neunte bis zehnte Jahrhundert vor diser Zeit, sagte Grabungsleiterin Anna Eirikh der Nachrichtenagentur AFP. „Es gibt kaum Funde aus jener Zeit“, erklärten die Verantwortlichen der Ausgrabung mit Blick auf die judäische Zeit des Ersten Tempels. Aus dieser Zeit seien kaum religiöse Stätten bekannt.
Die Figuren seien mit Sicherheit zu religiösen Zwecken benutzt worden kurz bevor das judäische Königreich diese Art von Kulten verbot, sagte Eirikh. Die Juden der Region hätten offenbar noch lange an Ritualen aus prä-judäischer Zeit festgehalten. Zu den Funden gehören Keramikscherben, kleine Tierfiguren und Überreste von Kelchen…. -
Droht eine dritte Intifada?
In Israel werden mehr und mehr Stimmen laut, die vor einer erneuten Eskalation der Gewalt im Land warnen. Erst kürzlich rief einer der Hamasführer, Ahmed Halabiyeh, dazu auf, wieder Selbstmordattentäter nach Israel zu schicken. Wegen des israelischen Siedlungsbaus sei es ausserdem an der Zeit, eine dritte Intifada zu entfachen, um „Jerusalem und die Al Aksa Moschee zu retten“, so der Hamasfunktionär.
Jetzt meldete sich der ehemalige Premier Ehud Olmert zu Wort, um vor einer erneuten palästinensischen Terrorwelle zu warnen. Zwar sei die Chance eines Friedens nach wie vor gegeben, jedoch könnte eine Intifada jederzeit ausbrechen, erklärte er gestern in Tel Aviv. Die Palästinenser seien sehr frustriert und befürchten, ihre Regierung werde sie letztendlich im Stich lassen, so Olmert… -
Patriot-Raketen im Austausch für sachte Annäherung an Jerusalem?
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Gebärunfähige Israelin wird doppelt Mutter
Weil sie als gebärunfähig galt, suchte sich eine Israelin eine Leihmutter für ihren Kinderwunsch. Nun ist die Frau im Abstand weniger Tage zweimal Mutter geworden.
Eine angeblich gebärunfähige Israelin ist kurz nach einer von ihr engagierten Leihmutter schwanger geworden und hat jetzt gleich zwei Babys. Die 35-Jährige habe nach mehreren fehlgeschlagenen Schwangerschaften den ärztlichen Rat erhalten, ihr Kind von einer anderen Frau austragen zu lassen, berichtete die israelische Nachrichtenseite „ynet“ am Dienstag. „Die Ärzte sagten uns, wir hätten keine Chance außer Leihmutterschaft“, erzählte der Vater. Bei der Geburt ihrer heute vierjährigen ersten Tochter wäre seine Frau wegen schwerer Komplikationen fast gestorben… -
Überreste der „verlorenen Stämme“ kommen nach Israel
In Nordostindien leben noch rund 7200 Angehörige der „Bnei Menashe“. Dutzende von Juden der „Bnei Menashe“, die allem Anschein nach Abstämmlinge der „verlorenen biblischen Stämme“ sind, wanderten diese Woche aus ihren Dörfern in den nordostindischen Staaten Manipur und Mizoram nach Israel ein. Die Legende will es, dass diese Menschen von Juden abstammen, die im 8. Jahrhundert v.d.Z. nach Indien verbannt worden waren. Nachdem ein israelischer Oberrabbiner die Bnei Menashe 2005 als ein verlorener Stamm anerkannt hatte, liessen sich rund 1700 von ihnen in Israel und in Siedlungen der Westbank nieder, bevor Israel aus politischen Gründen den Zurückgebliebenen keine Visa mehr ausstellte…
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Schweinegrippe fordert drei Tote
In Palästina macht sich die Schweinegrippe bemerkbar: Drei Menschen sind gestorben, Hunderte sollen infiziert sein. Für den Gesundheitsminister ist das jedoch nichts Außergewöhnliches.
Im Westjordanland sind drei Menschen an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. 45 weitere Menschen seien an einer Infektion mit dem pandemischen H1N1-Virus erkrankt, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur Ma‘an unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Nablus.
Die Betroffenen würden in Krankenhäusern behandelt. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO wurde informiert. In Israel wurden Medienberichten zufolge bislang keine H1N1-Infektionen bekannt.
Nach Angaben des palästinensischen Ministeriums sollen einige Hundert weitere Menschen vor allem im Westjordanland infiziert sein, allerdings ohne laborbestätigte Diagnosen. Auch in der Stadt Gaza im Gazastreifen soll es H1N1-Fälle geben.
Zuletzt war am Donnerstag eine 15-jährige Schwangere an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Zwei weitere bereits abwehrgeschwächte Patienten sind seit Sonntag gestorben.
Befürchtungen einer aufflammenden Epidemie wies der palästinensische Gesundheitsminister Hani Abdin zurück. „Wie haben jedes Jahr Fälle von Schweinegrippe“, sagte Abdin am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Ramallah… -
Soldat bei Jerusalem angegriffen
Ein Soldat ist in der Nacht zum Freitag in seinem Wachposten an einem Kontrollpunkt nördlich von Jerusalem angegriffen worden. Darüber hinaus wurde seine Waffe gestohlen.
Aus einer ersten Untersuchung geht hervor, dass zwei Palästinenser den Soldaten auf den Kopf geschlagen und dann mit Pfefferspray angegriffen haben. Anschliessend haben sie seine Waffe entwendet. Der Soldat wurde leicht verletzt. -
Schneesturm auf dem Hermon
Über Nacht hat in ganz Israel ein Sturm getobt. Auf dem Hermon, dem höchsten israelischen Berg, fielen 25 cm Neuschnee, bisher ist die Skipiste auf dem Berg jedoch noch geschlossen. Die Betreiber hoffen, dass sie Anfang nächster Woche geöffnet werden kann.
Im übrigen Land sorgte der Sturm für weniger angenehme Auswirkungen: In Tel Aviv wurden zwei überschwemmte Strassen gemeldet, in verschiedenen Städten stürzten Bäume um.
Einzig die Surfer freuten sich. „Heute ist der beste Tag zum Surfen“, erklärte etwa Danni Lagushi am Strand von Tel Aviv. „In Israel gibt es nur wenige Tage mit so tollen Wellen.“
Auch Strand-Jogger liessen sich von dem stürmischen Wetter nicht unbedingt abhalten. „Heute ist es wenigstens nicht so voll, wie sonst am Freitagmorgen“, so einer von ihnen in Tel Aviv. -
Die fokussierte Ruhe – Shabbat
Ruhe und Aktion sind zwei Pole der Existenz. Was auch immer man tut, man ruht oder man verausgabt sich. Verausgabung ergänzt die Ruhe und Ruhe ergänzt Verausgabung, so wie der Tag die Nacht ergänzt und umgekehrt. Der Leser weiss aus eigener Erfahrung, dass physische Bewegung zu tieferem Schlaf führt und dass man ohne Schlaf keine Energie zur Bewegung hat. Deswegen ist es hier wie bei allen Gegensätzen wichtig herauszufinden, wie die richtige Balance zu finden ist.
Die Frage der Balance zwischen Arbeit und Ruhe ist im Unterschied zwischen dem hebräischen und dem griechischen Verständnis von Zeit und Raum verkörpert. In den Erzählungen Homers kämpfen die Helden Schlachten und gehen auf Reisen. Die Richtung der Aktivität beginnt zu Hause und reicht auswärts in die entferntesten Gegenden der Erde.
Im Falle der Hebräer beschreiben ihre Texte die Eroberung eines Heimatlandes und seiner Besiedlung. Die Richtung der Aktivität ist nach innen. Das Ziel ist, zu einem vorherigen, höheren Status der Menschheit zurückzukehren, in dem der Mensch in einem Garten gelebt hat und es seine Aufgabe war, ihn zu „besiedeln und beschützen“. Die ultimative messianische Vision ist, dass „Jeder unter seiner Weinrebe und seinem Feigenbaum sitzen“ werde. Das Endziel ist die Erreichung von Ruhe, wo Bewegung nicht notwendig ist und Zeit unwichtig wird.
Das Ziel von Technologie ist es, Bewegung zu beschleunigen, schneller und weiter zu gehen, in weniger Zeit und mit weniger Anstrengung. Lasst uns einen Schritt zurückgehen und sehen, welche Erwartungen wir an die moderne Technologie haben und wie uns dies helfen würde. Taschenrechner wurden dafür entwickelt, langsamere und umständlichere Rechenweisen zu ersetzen. Autos und Flugzeuge wurden erfunden, um Zeit und Kraftaufwand zu sparen. In diesen Bereichen hat sich die Technologie bewährt.
Andererseits haben alle erwartet, dass Technologie zu kürzeren Arbeitszeiten führt. Das hat sie aber nicht. Seit Henry Ford die 40 Stundenwoche in den USA eingeführt hat, hat sich dort nichts daran geändert. Stattdessen hat die Technologie eine Invasion unseres Privatlebens gestartet, indem sie die Grenzen zwischen Arbeit und dem Rest des Lebens verwischt hat, und damit verlängert sie noch die Arbeit, die man jetzt ganz bequem auch zu Hause in der Freizeit erledigen kann. Das Heim ist kein Refugium vor der Arbeit mehr und unsere Freizeit hat sich verringert.
Der Grund warum die Technologie in punkto Zeitsparen versagt hat, ist, dass Konzentration auf Aktion nicht Ruhe fördert. Egal wie sehr man versucht, Dinge zu erledigen, es wird immer noch etwas zu tun geben. Es ist sogar so, dass man immer mehr zu tun findet, je mehr man sich darauf konzentriert Dinge zu erledigen!
Die einzige Lösung ist, sich auf Ruhe zu konzentrieren. Eine fokussierte Ruhe ist eine andere… -
In der Türkei wird Antisemitismus gesellschaftsfähig
Judenhass ist in der Türkei ein Alltagsphänomen geworden. Obwohl ich in Izmir, der demokratischsten Stadt der Türkei, wohne, wächst auch hier der Antisemitismus. Überall treffe ich auf Judenhasser und Feinde Israels, lausche ihren Vorurteilen auf der täglichen Busfahrt oder beim Besuch eines populären Fast-Food-Restaurants. Nicht wenige von ihnen bewundern Hitler, wünschen sich, er hätte seine „Mission“ zu Ende gebracht und nicht bei sechs Millionen ermordeter Juden aufgehört. Obwohl es mich anwidert, kann ich nichts dagegen unternehmen. Ich gehöre zu einer Minderheit in diesem Land und weiß, dass der Staat meine Rechte nicht schützen will und nicht schützen wird, weshalb es keine gute Idee wäre, darauf zu reagieren.
Ich besuche die zwölfte Klasse eines Gymnasiums. Um hier zu lernen, muss man eine Eintrittsprüfung bestehen. Die Lehrer sind deshalb ausgesprochen gebildet und anständig. Dieses Umfeld hebt sich von der türkischen Gesellschaft positiv ab. Dennoch musste ich diese Woche feststellen, dass sich selbst in diesem Umfeld etwas verändert hat.
In der Türkei muss jeder Schüler, egal ob Muslim oder andersgläubig, den islamischen Religionsunterricht besuchen. Um die Versetzung zu schaffen, muss dieser Kurs erfolgreich bestanden werden. Während einer Schulstunde begann nun der Religionslehrer, über die Operation „Sommerregen“ im Gazastreifen zu sprechen. Einige Schüler fingen an, über Israel zu schimpfen. Sie wurden immer gewalttätiger, und der Lehrer, ein Beamter des türkischen Staates, meinte: „Macht euch keine Sorgen, Israel wird eines Tages zerstört werden, und dieser Tag ist nahe. Alle Juden werden dafür bezahlen!“ Nachdem der Lehrer die Schüler so aufgehetzt hatte, begannen einige Schüler, Hitler zu loben, während andere ihrer Bereitschaft Ausdruck verliehen, die Israelis ins Meer zu treiben…
