Autoren-Archive

Avatar von Unbekannt
  • Syriens heimliches Aufrüstungsprogramm

    Mit Nordkoreas Hilfe will das Regime hochfesten Stahl herstellen. Der wird für leistungsfähige Raketen und Uranzentrifugen benötigt.
    Syrien baut mit nordkoreanischer und iranischer Hilfe eine illegale Produktionslinie zur Verbesserung seiner Raketenreichweiten. Wie die „Welt“ aus westlichen Sicherheitskreisen erfuhr, wird die Fabrik zur Herstellung von Maraging-Stahl, der auf der Waffenkontrollliste des NSG-Vertrags zur Nukleartechnik und dem Raketenkontrollvertrag MTCR steht, gerade mit Unterstützung nordkoreanischer Experten in der Region Homs errichtet. Syrien verstösst damit gegen die UN-Resolutionen 1718 und 1874, die Nordkorea jeglichen Export von Waffengütern untersagen.
    Maraging-Stahl ist eine hochfeste Legierung, die unter anderem bei Urananreicherungszentrifugen und für den Raketenbau verwendet wird. Das Ziel der Syrer ist offenbar, unter anderem M-600-Raketen mit Maraging-Stahl aufzuwerten und sie an die libanesische Terrororganisation Hisbollah zu liefern. Nach Informationen dieser Zeitung hat der Iran zugesagt, einen Teil der Kosten der Produktionsanlage zu übernehmen.
    Die Anlage wird vom syrischen „Wissenschaftlichen Studien- und Forschungszentrum“ (SSRC) betrieben. Hinter dem unscheinbaren Namen verbirgt sich eine Organisation der syrischen Militärindustrie. Laut einem Bericht der britischen „Times“ und anderer Medien hat Syrien schon normale M-600 an Hisbollah geliefert, die seit 2006 von dem SSRC hergestellt werden. Damit wären zum ersten Mal relativ zielgenaue strategische Waffen in der Hand einer Terrororganisation. Die geheim gehaltene Produktionsstätte befindet sich laut „Times“ im Dschebel Taqsis, einem Berg unweit der Oppositionshochburg Hama.
    Die Feststoffrakete mit einer Reichweite von 250 Kilometern basiert auf der iranischen Fateh-110-Boden-Boden-Rakete, die Teheran an Syrien weitergegeben hat. Die Aufwertung dieser Raketen mit Maraging-Stahl würde die Fähigkeiten der Rakete und ihre Zuverlässigkeit erheblich verbessern.
    Die Vereinbarung zwischen Nordkorea und Syrien sieht vor, dass Nordkorea die nötigen Maschinen zum Aufbau der Produktionsanlage liefert und Know-how und Technologie zur Produktion von Maraging-Stahllegierungen der Typen 250, 300 und 350 beisteuert. Nordkoreanische Techniker sollen Hilfestellung geben bei der Erlernung des Produktionsprozesses, beim Abfallmanagement, der Qualitätskontrolle und bei der Analyse der Stahlqualität. Die benötigten Teile der Anlage wurden schon 2009 geliefert, und westliche Sicherheitskreise gehen davon aus, dass die Anlage in etwa anderthalb Jahren betriebsbereit sein könnte. Im Moment soll der Boden der Fabrikhalle fertiggestellt sein, und ein Teil der benötigten Maschinen wurde aufgestellt. Dazu gehören spezielle Schmelzvorrichtungen wie etwa Vakuumöfen, aber auch Mischvorrichtungen, eine spezielle Maschinenteilfertigung und vieles mehr…

  • Israels geheimer Angriffsplan für einen elektronischen Krieg gegen den Iran

    Die US-Website THE DAILY BEAST berichtet über elektronische Kampfmittel, die Israel bei einem Angriff auf den Iran einsetzen würde.
    Aus US-Geheimdienstquellen hat Eli Lake erfahren:
    Israel hat für viele Milliarden Dollar nicht zu ortende elektronische Waffen gebaut, die es bei einem Angriff auf die Atomanlagen des Irans einsetzen könnte.
    Während der Iran im vergangenen Jahrzehnt sein Atomprogramm zielstrebig ausbaute, hat Israel für viele Milliarden Dollar Hightech-Waffen entwickelt, mit denen es im Falle eines Präventivangriffes auf den Iran dessen Luftabwehr mit elektronischen Mitteln blind und taub machen könnte.
    THE DAILY BEAST wurde in diesem Sommer von aktiven und ehemaligen Geheimdienstleuten über Erkenntnisse von US-Geheimdiensten informiert, aus denen hervorgeht, dass bei einem israelischen Angriff auf die gehärteten Atomanlagen des Irans nicht nur Luftangriffe mit Kampfflugzeugen der Typen F-15 und F-16 stattfänden, sondern gleichzeitig auch ein elektronischer Krieg gegen das Stromnetz, das Internet, die Sendeanlagen für Mobiltelefone und die Notruffrequenzen der Feuerwehr und der Polizei des Irans geführt würde.
    Israel soll nach Aussage von Informanten zum Beispiel eine Waffe entwickelt haben, mit der es einem Mobilfunknetz das bei Wartungsarbeiten übliche Signal erteilen kann, die Übertragung von Gesprächen vorübergehend einzustellen. Die Israelis verfügen auch über Störsender, mit denen sie die iranischen Notruffrequenzen lahmlegen können.
    Bei einem 2007 durchgeführten israelischen Angriff auf eine vermutete Atomanlage bei Al-Kibar machte das syrische Militär erstmals Erfahrungen mit den elektronischen Fähigkeiten Israels, als dessen Flugzeuge die Radaranlagen der syrischen Luftabwehr austricksten; abwechselnd zeigten die Radarbilder den Luftraum völlig leer und dann mit Hunderten angreifender Flugzeuge gefüllt.
    Israel würde wahrscheinlich auch eine Schwachstelle in den Stromnetzen iranischer Grossstädte ausnutzen, die vor zwei Jahren von US-Spezialisten entdeckt wurde; die Netze sind nämlich mit dem Internet verbunden, also nicht zugriffssicher, und könnten durch einen Cyberangriff – wie er mit dem Stuxnet-Virus gegen die iranischen Atomanlagen geführt wurde – abgeschaltet werden.
    Ein unter strenger Geheimhaltung arbeitendes Forschungslabor, das vom US-Generalstab und den US-Kampfkommandos betrieben und Joint Warfare Analysis Center / JWAC (s. http://www.jwac.mil/ ) genannt wird, hat nach Angaben eines bereits im Ruhestand befindlichen Offiziers eines US-Militärgeheimdienstes im Jahr 2009 die Verletzlichkeit des iranischen Stromnetzes entdeckt. Dieser Informant erklärte auch, die Israelis hätten die Fähigkeit, mit dem Internet verbundene Knotenpunkte des iranischen Kommando- und Kontrollsystems auszuschalten…

  • Bürgerrecht: Wird mein Baby in Israel Schweizer?

    Ich lebe unverheiratet mit ­meiner israelischen Partnerin als Auslandschweizer in Jerusalem. 
Nun ist das erste Kind unterwegs. Kommt unser Baby als Schweizer Bürger zur Welt?
    Nicht automatisch. Da Sie nicht verheiratet sind, müssen Sie dafür etwas unternehmen. Für die Anerkennung der Vaterschaft und die Meldung der Geburt sollten Sie sich mit der Schweizer Botschaft in Tel Aviv 
in Verbindung setzen. Sie erfahren dort, welche Papiere Sie brauchen – nebst der Geburts- und Anerkennungsurkunde des Kindes sind auch zahlreiche Dokumente der ausländischen Mutter nötig.
    Ihr Kind kann sich auch später noch selber anmelden – jedoch nur bis zum 
22. Geburtstag. In Ausnahmefällen, etwa wenn eine Anmeldung bei der Schweizer Botschaft gar nicht möglich war und Ihr Kind dies auch glaubhaft darlegen kann, ist eine Anmeldung auch noch innerhalb eines Jahres nach Wegfall des Hinderungsgrundes statthaft.
    Viel einfacher ist es für Kinder einer Schweizer Mutter oder einer ausländischen Mutter, die mit einem Schweizer verheiratet ist: Sie erhalten von Geburt an automatisch das Schweizer Bürgerrecht.

  • Arbeitsbesuch des Chefs der Armee in Israel

    Am 27.11. und 28.11.2011 trifft Korpskommandant André Blattmann seinen israelischen Amtskollegen, Generalleutnant Benjamin Gantz, in Tel Aviv. Am 29.11.2011 besucht der Chef der Armee die schweizerischen Militärbeobachter auf dem Golan sowie den Stabschef der UNTSO, den finnischen Generalmajor Juha Kilpiä, in Jerusalem.
    Der Arbeitsbesuch findet vor dem Hintergrund der guten Beziehungen zwischen den Streitkräften der Schweiz und Israels statt. Im Zentrum stehen Gespräche zu den aktuellen Herausforderungen im Bereich der Streitkräfteentwicklung und der allgemeinen Wehrpflicht. Zudem wird die sicherheitspolitische Lage im nahen Osten besprochen.
    Beim Besuch der UNTSO will der Chef der Armee die Schweizer Blaumützen persönlich kennenlernen und mit dem Stabschef der UNTSO, Generalmajor Juha Kilpiä, die allgemeine Sicherheitslage und Entwicklung im Einsatzraum der Schweizer Militärbeobachter auf dem Golan und im Südlibanon besprechen.

  • Abbas entfernt sich vom Frieden

    In Kairo einigten sich die rivalisierenden Organisationen heute auf eine Zusammenarbeit. Die Hamas will Israel allerdings weiterhin nicht anerkennen. Israel verurteilt die Einigung. So haben sich die verfeindeten Palästinenserparteien Fatah und Hamas einmal mehr ihre Versöhnung verkündet. Sie schlossen einen „Pakt für Palästina“. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und Hamas-Vorsitzender Chaled Maschaal trafen sich dazu in Kairo. Es war ihr erstes persönliches Treffen seit der Machtübernahme der islamistischen Hamas im Gaza-Streifen im Jahr 2007. Die Hamas wird vom Westen als Terror-Organisation betrachtet. Die beiden Palästinenserparteien wollen bis Mai eine gemeinsame Übergangsregierung bilden sowie Parlaments- und Präsidentenwahlen abhalten. „Es gibt keine Differenzen mehr zwischen uns“, versicherte Abbas. Israel hat die Ankündigungen der Palästinenser scharf kritisiert. Regierungssprecher Mark Regev erklärte, je mehr sich Abbas an die Hamas annähere, desto weiter entferne er sich vom Frieden…

  • Rabbiner erlauben den Verzehr von „koscherem Schweinefleisch“

    Der Genuss von Schweinefleisch ist Juden verboten. Nun scheint in Israel jedoch der Traum vom „koscheren Schweinefleisch“ in Erfüllung zu gehen. Tatsächlich handelt es sich dabei um Gänsefleisch aus Spanien. Aber nach Aussage von drei israelischen Spitzenköchen schmeckt es exakt wie Schweinefleisch. Die kulinarische Revolution hat höchsten rabbinischen Segen: Chef-Rabbiner Jona Metzger erklärte, er habe keine Bedenken gegen den Import des Gänsefleisches. Schliesslich sei nur der Genuss von Schweinefleisch verboten. Gegen Gänsefleisch sei auch dann nichts einzuwenden, wenn es nach Schwein schmecke. Metzger verwies auf den Talmud. Darin sei festgehalten, dass Gott für jede verbotene Speise eine erlaubte Alternative mit demselben Geschmack geschaffen habe. ..

  • Wird Israel zur Diktatur?

    Die Chefin der Oppositionspartei Kadima, Tzipi Livni, warnte am Mittwoch, dass das jüngst verabschiedete Verleumdungsgesetz Israel von der Demokratie zur Diktatur führen wird. „Wir waren immer stolz auf uns als einzige Demokratie im Nahen Osten. Jetzt wollen die arabischen Staaten demokratisch werden und wir bewegen uns hin zur Diktatur“, sagte Livni in der Knesset-Vollversammlung bei der einige neue Gesetzesentwürfe diskutiert wurden. Das wohl umstrittenste Gesetz ist das Verleumdungsgesetz, welches die maximale Kompensierung für üble Nachrede und Verleumdung sichert. „Bald werden sie wohl Papageien in den Nachrichtenanstalten einstellen, die schön ihre Reden nachplappern“, griff Livni Ministerpräsident Netanjahu in der Sitzung an. „Die Kadima-Partei“, versprach sie, „wird weiterhin für Pressefreiheit kämpfen.“ Der Vorsitzende des Komitees für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung Shaul Mofaz (Kadima) verglich das Gesetz sogar mit George Orwells „1984“, der Geschichte eines totalitären Überwachungsstaates. Danny Danon (Likud) schlug zurück: „Wir wissen sehr wohl was Demokratie ist und wenn wir an bestimmte Rechtsvorschriften glauben und sie aber nicht durchsetzen, betrügen wir unsere Wähler.“

  • Gilad Shalit ist wieder zu Hause

    Gilad Schalit traf sich nach seiner Ankunft in Tel Nof mit seinen Eltern und Ministerpräsident Netanjahu. Gilad salutierte dem Ministerpräsidenten. Eine herzliche Umarmung mit seinem Vater folgte, die Netanjahu glücklich betrachtete (siehe Bild). In einer Ansprache nach dem Empfang sagte Netanjahu, dass er vor zweieinhalb Jahren bei seinem Amtsantritt die Akte Schalit auf seinem Tisch hatte und es sich zum Ziel setzte, Gilad lebend nach Hause zu bringen, bevor es zu spät ist und er ins nirgendwo verschwindet. Diese Mission sieht er heute als erfüllt an. Die Hamas sei der Forderung nachgekommen, dass die Terroristen nicht nach Judäa und Samaria entlassen werden, um für die Sicherheit der israelischen Bevölkerung zu garantieren…

  • Heute beginnt Sukkot

    Fünf Tage nach Jom Kippur wird Sukkot gefeiert, das bereits in der Bibel (Lev. 23,34) als das „Laubhüttenfest“ (Sukka = heb. Laubhütte) bezeichnet wird. Sukkot ist eines der drei Feste, die bis ins Jahr 70 n.d.Z. mit grossen Pilger- und Wallfahrten zum Jerusalemer Tempel gefeiert wurden und daher als die Wallfahrtsfeste bekannt sind. Der Feiertag soll an die 40 Jahre erinnern, die die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste verbrachten. Ausserdem wird Sukkot häufig als Erntedankfest begangen.
    Während der fünf Tage zwischen Jom Kippur und Sukkot errichten Zehntausende von Haushalten und Geschäften Sukkot – Laubhütten, in denen man vorübergehend lebt und vor allem die täglichen Mahlzeiten einnimmt. Die Laubhütten stehen für jene Hütten, in denen die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste lebten. Auch werden Palmwedel, Zitrusfrüchte (Etrogim), Myrten- und Weidenzweige erworben, die für den Ritus der Festgebete an Sukkot als Schmuck unverzichtbar sind. Im ganzen Land werden Laubhütten auf Parkplätzen, Hausdächern, Rasenanlagen und öffentlichen Plätzen errichtet. Jede Militärbasis hat ihre Laubhütte. Einige Israelis verbringen das Fest und die folgenden sechs Tage in ihrer Laubhütte.

    Nach dem eigentlichen Festtag wird das Laubhüttenfest gemäss der Thora (Lev. 23,36) für weitere sechs Halbfeiertage fortgesetzt. Während dieser Woche – jeder Tag ist halb Alltag und halb Festtag – sind die Schulen geschlossen, zahlreiche Geschäfte und Firmen schliessen gänzlich oder sind halbtags geöffnet. Viele Israelis verbringen diese Tage an Sukkot oder Pessach an den Erholungsorten im ganzen Land.

  • Abkommen zur Freilassung von Gilad Shalit genehmigt

    Eine Blitzmeldung überraschte das Volk Israel am Vorabend des jüdischen Laubhüttenfestes Sukkot. Das Kabinett hat am Dienstag das Abkommen für die Freilassung von Gilad Shalit mit grosser Mehrheit gebilligt. 26 Minister stimmten für das Abkommen, drei dagegen.

    Während der Diskussion hatten Vertreter der Sicherheitsdienste die Inhalte des Abkommens dargelegt und ihre Unterstützung erklärt.

    Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte: „Es besteht eine innere Spannung zwischen dem Wunsch, einen entführten Soldaten oder Bürger nach Hause zu bringen und der Notwendigkeit, die Sicherheit der israelischen Bürger zu wahren. Als Ministerpräsident stehe ich in dieser doppelten Verantwortung. […]
    Ich habe Mitgefühl mit den Familien der Terroropfer, mit ihrem Leid, ich bin einer von ihnen. […]

    Es ist sehr gut möglich, dass sich das Fenster der Gelegenheit, das sich wegen der Umstände geöffnet hat, für immer geschlossen hätte und wir Gilad nie hätten nach Hause bringen können. […]

    Ich danke dem Team, das all die Jahre für die Freilassung gearbeitet hat. Ich danke den Sicherheitskräften […]. Ich danke dem deutschen Vermittler und Kanzlerin Angela Merkel, die seine Mission unterstützt hat. Und ich danke besonders der ägyptischen Regierung und den ägyptischen Geheimdiensten, die so viel Unterstützung geleistet haben und uns als Vermittler geholfen haben, dieses Abkommen zu erreichen. […]
    Ich bringe Gilad Shalit nach Hause, zu seinen Eltern Noam und Aviva, seinem Bruder Yoel, seiner Schwester Hadas, seinem Großvater Zvi und dem ganzen Volk Israel. […] Wenn alles läuft wie geplant, wird Gilad in den nächsten Tagen wieder bei seiner Familie und seinem Volk sein.“…