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  • Zwei Palästinenser wegen Palmer-Mord festgenommen

    Polizei, Armee und Inlandsgeheimdienst haben am Dienstag im Rahmen einer gemeinsamen Ermittlung zwei Palästinenser aus Halhul festgenommen, die des Mordes an Asher Palmer und seinem Sohn Yonatan verdächtigt wurden. Während der Befragung gestanden die Verdächtigen, die Steine geworfen zu haben, die zu dem Tod von Asher und Yonatan Palmer geführt haben. Die Polizei ermittelt nun, ob die beiden auch an 17 anderen Angriffen auf Fahrzeuge beteiligt waren.
    Asher Palmer (25) und sein Sohn Yonatan (1) wurden vergangenen Monat getötet, als ihr Auto sich in Folge von Steinwürfen überschlug. Die Polizei bestritt zuerst, dass Steinewerfer den Unfall verschuldet haben, doch folgerte später, dass der Vorfall tatsächlich ein terroristischer Akt war.
    Die Familie der Opfer nahm die Nachricht der Festnahme mit gemischten Gefühlen auf. Moshe Palmer, der Bruder des getöteten Asher Palmer, sagte: „Es hilft ein wenig, da so das Gefühl eines Schlussstrichs entstehen kann. Doch mein Umgang damit hat wenig mit der Frage zu tun, ob die Mörder gefasst werden oder nicht.“

  • Ultra-orthodoxe Zeitung verurteilt Brandanschlag auf Moschee

    Die ultra-orthodoxe Zeitung „Yated Ne´eman“ hat den Brandanschlag auf die Moschee von Tuba Sangarija aufs Schärfste verurteilt. Sie kritisierte jüdische Politiker, welche die Tat als Provokation der Araber bezeichneten. In dem Artikel heisst es sogar, die Täter dürften umgebracht werden.
    „Juden zünden keine Moscheen an. Es gibt keinerlei Rechtfertigung für den Angriff auf die Moschee. Dies ist eine irre, gefährliche Tat“, schreibt „Yated Ne´eman“. Auf die Täter könne das „Din-Rodef“-Gesetz angewendet werden. Es erlaubt, einen Juden zu töten, der das Leben oder Eigentum eines anderen Juden gefährdet.
    Wie die Zeitung „Ha´aretz“ meldet, griff der Leitartikel rechtsgerichtete israelische Politiker an. Diese hatten gesagt, die Moschee sei wahrscheinlich von Arabern als Provokation gegen die Juden angezündet worden. „Die Identität der Täter ist noch nicht bekannt. Man kann nicht anders als zu befürchten, dass dies keine Provokation mit der Absicht ist, den rechten Flügel aufzuhetzen, sondern vielmehr eine Tat von verrückten, radikalen Rechtsextremisten.“ Der Artikel greift auch das Knesset-Mitglied Michael Ben Ari an, der sich weigerte, den Brandanschlag zu verurteilen. „Einige Rechtsextremisten, unter anderem ein Knesset-Mitglied, versuchen, die Schuld für den Anschlag auf die Moschee der israelischen Regierung, der Armee und dem Verteidigungsapparat zuzuschieben, die die Siedler ‚zwingen‘, ihrem Ärger auf Moscheen Luft zu machen“, heisst es.
    Der Artikel wurde auf Anweisung des litauischen Rabbiners Schalom Eljaschiv geschrieben, wie dessen persönlicher Assistent Haim Cohen mitteilte. Cohen sagte, wer auch immer das Feuer gelegt habe, sei „ein Terrorist und ein Mörder mit Blut an den Händen“…

  • Josefsgrab mit Hakenkreuzen verunziert

    Unbekannte haben das Josefsgrab im Westjordanland mit Graffiti verunstaltet – darunter waren auch Hakenkreuze. Mittwochnacht beteten etwa 1.500 Juden an der heiligen Stätte und entdeckten die Schmiererei.
    Wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ meldet, war die Gebetsversammlung mit den israelischen Sicherheitskräften abgestimmt. Anlass war der bevorstehende jüdische Versöhnungstag Jom Kippur, der am Samstag begangen wird. Die ersten Soldaten und Beter, die an die Grabstätte gelangten, sahen die Graffiti und übermalten sie mit weisser Farbe.
    Der Rabbiner der Region Samaria, Eljakim Levanon, forderte von der israelischen Regierung ein entschiedenes Vorgehen gegen derartigen Vandalismus: „Vor etwa einem Monat haben sie versucht, die Israelis durch schockierende Darstellungen von einem angeblichen ’schwarzen September‘ einzuschüchtern, aber wir haben deutlich gesehen, dass alle diese Drohungen verschwinden, wenn die israelische Regierung ihre Souveränität demonstriert.“ Er fügte an: „Ich rufe die israelische Regierung auf, Kraft aus dem Bild von Josef dem Gerechten zu ziehen und jüdischen Respekt und Heroismus gegenüber jenem Aufstand gegen das Volk Israel zu zeigen.“
    Die israelischen Oberrabbiner Jona Metzger und Schlomo Amar reagierten schockiert und empört. „Es ist undenkbar, dass die heiligsten Stätten als Ziel der Rache zwischen Religionen dienen“, schrieben sie in einer Mitteilung. Sie forderten alle Geistlichen auf, den Vorfall scharf zu verurteilen und „ihren Nachfolgern Gefühle von Respekt für die Werte einzuträufeln, die Anhängern anderer Religionen heilig sind“.

  • Beduinen in Israel protestieren gegen Umsiedlung

    In Israel sind mehrere tausend Menschen gegen die geplante Umsiedlung von mehr als 30’000 Beduinen auf die Strasse gegangen. «Dieses Land gehört uns, wir bleiben da», riefen die Demonstranten. Auf den Plakaten der Demonstranten standen Slogans wie «Soziale Gerechtigkeit für alle». Die Menschen hatten sich am Donnerstag in der Stadt Beerscheba im Süden des Landes versammelt.
    Die Regierung in Jerusalem hatte im September einem Plan zugestimmt, mit dem die «wirtschaftliche und soziale Kluft» zwischen den arabischen Beduinen und der israelischen Gesellschaft überwunden werden soll. Dafür will sie umgerechnet rund 235 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Geplant ist unter anderem eine Umsiedlung der in illegalen Siedlungen lebenden Menschen.
    Ein Vertreter des Regionalrats der nicht anerkannten Siedlungen, Ibrahim al-Wakili, warf der Regierung dagegen vor, den Beduinen 70 Hektar «abnehmen» und mehr als 30’000 Menschen aus ihren Dörfern vertreiben zu wollen.
    In Israel leben rund 160’000 Beduinen, die meisten in der niederschlagsarmen Wüste Negev im Süden des Landes. Etwa die Hälfte von ihnen haust unter ärmlichen Bedingungen in offiziell nicht anerkannten Siedlungen ohne Wasser und Strom.

  • Chemieunterricht für Netanjahu

    Der israelische Nobelpreisträger Daniel Schechtman hat Premierminister Benjamin Netanjahu eine Lehrstunde in Chemie erteilt. Am Donnerstag unterrichtete er ihn in der Residenz des Regierungschefs über die Forschungen, die ihm die diesjährige Auszeichnung eingebracht haben.
    Mit einem Filzstift erläuterte Schechtman dem Premier auf einer weißen Tafel, was es mit den Quasikristallen auf sich hat. Diese hatte der Professor der Technischen Universität Haifa (Technion) im Jahr 1982 entdeckt – und war damit erst einmal bei den Vertretern seiner Zunft auf Widerstand gestossen. Doch der Israeli führte seine Forschungen beharrlich fort – und wurde nun dafür belohnt: Am Mittwoch verkündete das Komitee in Stockholm, dass Schechtman den diesjährigen Chemienobelpreis erhalten soll. Dieser wird am 10. Dezember verliehen.
    An dem Treffen mit Netanjahu nahmen auch der Präsident des Technions, Peretz Lavie, und der israelische Bildungsminister Gideon Sa´ar teil. Zudem war der Wissenschaftsminister Rabbi Daniel Herschkovitz zugegen. Der ehemalige Dekan der mathematischen Fakultät am Technion hat eines von Schechtmans Kindern getraut, heißt es in einer Mitteilung aus dem Büro des Regierungschefs…

  • Tel Aviv: Gericht erlaubt Räumung von Protestzelten

    Mehr als zwei Monate nach Beginn der sozialen Proteste in Israel hat ein Gericht der Stadtverwaltung von Tel Aviv jetzt erlaubt, die vielen Protestzelte in der Küstenmetropole zu räumen. Der israelische Rundfunk meldete heute, das Bezirksgericht in Tel Aviv habe einen Antrag der Zeltbewohner abgelehnt, der Stadt den Abbau zu verbieten.
    Der zuständige Richter erklärte, die Zeltstädte störten die öffentliche Ordnung erheblich. Die Bewohner sollen bis Mittwochmittag Zeit bekommen, freiwillig abzuziehen.
    Die Stadtverwaltung hatte bereits vor zehn Tagen damit begonnen, leerstehende Zelte in verschiedenen Strassen abzubauen. Das Bezirksgericht stoppte die Aktion jedoch bis zu einer endgültigen Justizentscheidung in einer einstweiligen Anordnung.
    Aus Ärger über hohe Mieten hatten Demonstranten Mitte Juli damit begonnen, in vielen Strassen Tel Avivs, aber auch in anderen Städten Zeltlager zu errichten. Bei den grössten Kundgebungen in Israels Geschichte forderten Hunderttausende Menschen mehr soziale Gerechtigkeit. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu setzte unter dem Eindruck der Proteste ein Expertenteam ein. Das Team unter Leitung des ehemaligen Vorsitzenden des Nationalen Wirtschaftsrats Manuel Trajtenberg soll bis zum Monatsende Empfehlungen für soziale Verbesserungen vorlegen.

  • „Sodom und Gomorrha“ für Nacktfotos am Toten Meer

    Der US-Fotograf Spencer Tunick ist bekannt für Projekte mit viel nackter Haut. Für seine neueste Aktion hat er tausende nackte Menschen ans israelischen Ufer des Toten Meers gerufen – und dafür viel Kritik kassiert.
    Der für seine Projekte mit nackten Menschenmassen bekannte US-Fotograf Spencer Tunick hat für seine neueste Aktion am israelischen Ufer des Toten Meers tausend Menschen für Nacktaufnahmen versammelt. Das Fotoprojekt, zu dem die Freiwilligen nackt auf einem privaten Strand zusammen kamen, hatte im Vorfeld in Israel für heftige Kritik gesorgt. Orthodoxe Rabbiner und Politiker warnten vor «Sodom und Gomorrha» und drohten mit juristischen Schritten, um die Aktion zu verhindern…

  • „Heisse Ware“: Das israelische Fernsehen erobert die Welt

    Am zweiten Oktober startet auf dem US-Fernsehsender „Showtime“, ewiger Konkurrent von HBO, die Serie „Homeland“ um einen amerikanischen Soldaten, der aus mehrjähriger Kriegsgefangenschaft heimkehrt. Das besondere: „Homeland“ ist die amerikanische Version der israelischen Serie „Chatufim“ (Entführte), deren zweite Staffel gerade in Vorbereitung ist.
    Und „Chatufim“ ist kein Einzelfall: Auch zahlreiche andere israelische Formate wurden bereits erfolgreich für den ausländischen Markt neu produziert.
    Der Beginn dieser Entwicklung liegt ausgerechnet im Streik der Drehbuchautoren in den USA 2007. Damals sahen sich amerikanische Produzenten erstmals gezwungen, im Ausland auf Ideensuche zu gehen.
    Andererseits aber, so Avi Armoza, Geschäftsführer von „Armoza Formats“ habe in den letzten Jahren eine Professionalisierung des israelischen Fernsehens eingesetzt, nicht zuletzt mit der grösseren Konkurrenz auf dem Markt durch neue Sender.
    Den Vorteil israelischer Formate gegenüber denen aus anderen Ländern sieht Armoza vor allem in der „Erbarmungslosigkeit“ der israelischen Zuschauer. „Wenn eine Serie die Israelis zum Lachen gebracht hat, schafft sie das auch in Amerika und anderswo“, so Armoza. „Uns zum Lachen zu bringen, ist nicht so einfach.“
    Der Erfolg in Israel ist aber nicht immer Bedingung für den Verkauf ins Ausland, wie Armoza erklärt: „Howard Gordon, der Produzent von „Homeland“, hat sich bereits für „Chatufim“ interessiert, als es noch nicht mehr als ein Drehbuch davon gab. Da wir so ein kleiner Markt sind, gibt es auch viele Formate, die zwar hier entwickelt und erfolgreich ins Ausland verkauft wurden, hier aber gar nicht produziert werden konnten.“ So beruht z.B. die erfolgreiche BBC-Sendung „The Bubble“ auf einem israelischen Konzept…

  • Erste Solaranlage für Beduinen

    Das Komitee für Planung und Bauen im Innenministerium hat am Sonntag einen Plan für die Installation von Photovoltaikanlagen in dem beduinischen Ort Tarabin genehmigt.
    Die Anlage ist ein gemeinsames Projekt des Tarabin-Stammes und der Stromgesellschaft Arava und die erste ihrer Art in einem beduinischen Ort.
    Der Geschäftsführer von Arava erklärte: „Es handelt sich hierbei sowohl um eine ökonomische als auch um eine soziale Investition, die die beduinische Bevölkerung im Negev voranbringen wird. Ich bin stolz, dass die „Arava Power Company“ die Möglichkeit hat, mit den Beduinen gemeinsame Projekte durchzuführen, die gleichzeitig soziale Gerechtigkeit und ökonomischen Nutzen bringen.“

  • Botschaft in Ghana wiedereröffnet

    Nach 38 Jahren hat Israel offiziell seine Botschaft in Ghana wiedereröffnet. Die Botschafterin Israels in Ghana, Sharon Bar-Li, hat wurde in einer traditionellen Zeremonie von Präsident John Evans Atta Mills offiziell eingeführt. Bei der Zeremonie wurde der Name „Israel“ mit Trommelschlägen umgesetzt.
    In ihrer Rede erklärte die Botschafterin, dass dieses Ereignis die Vertiefung der historischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten markiere. Ghana war der erste afrikanische Staat, der diplomatische Beziehungen mit Israel etabliert hatte, und Israel war sehr aktiv in der Entwicklungshilfe und Berufbildungsprogrammen. Ghana hat sich als bevorzugtes Ziel für Investments in Westafrika etabliert und ist ein häufiges Reiseziel für israelische Geschäftsleute.
    Die Entscheidung, die Botschaft in Ghana wiederzueröffnen, wurde während des Besuches von Aussenminister Avigdor Lieberman im Land im September 2009 getroffen.
    Sie ist Teil der Politik des Aussenministeriums, seine Beziehungen zu afrikanischen Staaten zu stärken.