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USA: Jüdische Gruppe auf Liste der israelfeindlichen Organisationen
Unter den Gruppen, die in den USA am meisten gegen Israel hetzen, ist auch eine jüdische Organisation. Dies teilte die Anti-Defamation-League (ADL) am Donnerstagabend mit.
Die ADL veröffentlichte eine Liste mit den zehn führenden Organisationen, die für die Verleumdung Israels in den Vereinigten Staaten verantwortlich seien. Darauf findet sich auch die „Jüdische Stimme für Frieden“ mit Sitz in Kalifornien. Sie protestiert seit 1996 gegen die US-Unterstützung für Israel, das sie der Apartheid bezichtigt. Auch ermutigt sie Firmen, die Beziehungen zum jüdischen Staat abzubrechen.
Die antiimperialistische Gruppe „Handelt jetzt für ein Ende von Krieg und Rassismus“ (ANSWER) wurde ebenfalls aufgelistet. Im Juli organisierte sie in Chicago eine Protestaktion mit 1.000 Teilnehmern. Sie verbrannten Flaggen mit Davidsternen und Hakenkreuzen. Die Demonstranten forderten die USA auf, die finanzielle Unterstützung für die „israelische Apartheid“ zu beenden. Die „Kampagne zur Beendigung der israelischen Besatzung“ wendet sich ebenfalls gegen die amerikanische Hilfe für den jüdischen Staat. -
Yitzhak Herzog will für Avoda-Vorsitz kandidieren
Israels Sozialminister Yitzhak Herzog hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass er sich um das Amt des Vorsitzenden der Arbeitspartei (Avoda) bewerben will, das gegenwärtig Verteidigungsminister Ehud Barak innehat. Die Wahlen werden jedoch wahrscheinlich erst in einem Jahr stattfinden.
„Ich habe die Absicht, um das Haus und seine Renovierung zu kämpfen“, sagte Herzog. „Viele kommen und fragen, ob diese Partei überhaupt noch überlebensfähig ist. Sie kommen und sagen mir, wie viele von euch im ganzen Land – wozu braucht man diese Partei noch? Hat sie überhaupt noch einen Platz in der israelischen Politik? Dieses Haus ist schon zerstört, fertig, kaputt. Es ist nicht mehr überlebensfähig. Lass diese Partei sterben, warum willst du ihr Vorsitzender werden? Lass sie verschwinden, einen anderen Weg gehen; lass uns einen anderen, besseren Rahmen schaffen, lass uns fusionieren, uns aufspalten, man bringe eine Rettungskapsel wie in Chile.“
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Gemeinsame Luftwaffenübung mit Griechenland
Gestern ging eine viertägige gemeinsame Übung der griechischen und israelischen Luftwaffe in Griechenland zu Ende. Acht Hubschrauber der israelischen Luftwaffe sowie drei Hubschrauber und sechs Düsenjäger der griechischen Luftwaffe nahmen daran teil, Rettungsszenarien durchzuspielen. Dieses Manöver sollte bereits im Juni stattfinden, war aber wegen der türkischen Gaza-Flotilla verschoben worden. Nächste Woche wird der griechische Aussenminister Dimitris Droutsas in die Region kommen, um Israel, die PA und Jordanien zu besuchen. Vor einer Woche besuchte ein hoher Beamter des griechischen Ministerpräsidiums Jerusalem, um Bereiche der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auszuarbeiten. Wie es aussieht, entwickelt sich Griechenland nun, anstelle der Türkei, zu einem strategischen Aliierten Israels im Mittelmeerraum.
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Türkische Angehörige verklagen Israel wegen Razzia
Türkische Anwälte haben am Donnerstag beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag Anklage gegen Israel eingereicht. Sie vertreten pro-palästinensische Aktivisten, die dem jüdischen Staat wegen der tödlichen Razzia auf der „Mavi Marmara“ Kriegsverbrechen vorwerfen.
Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet, hat eine Delegation von etwa 300 Aktivisten und einer türkischen Nichtregierungsorganisation die Beschwerde unterbreitet. Bei der Erstürmung des Schiffes am 31. Mai waren neun Türken ums Leben gekommen. Einer von ihnen, der 19-jährige Furkan Dogan, hatte auch die Staatsbürgerschaft der USA. Dessen Vater Ahmet Durkan sagte: „Ich habe Vertrauen, dass der internationale Gerichtshof und die Staatsanwaltschaft diesen Fall aufnehmen werden.“ -
Netanjahu: Libanon ist Hochburg des Iran
In der libanesischen Grenzstadt Bint Jbail direkt an der Grenze zu Israel, erklärte der iranische Diktator Ahmedinedshad vor Tausenden Hisbollahs, dass die Zionisten dorthin zurück gehen sollen, von wo sie hergekommen sind. Als er sprach, überflogen israelische Militärhubschrauber diesen Grenzabschnitt. Israels Ministerpräsident Netanjahu meinte, dass der Libanon unglücklicherweise in so kurzer Zeit zur Hochburg des Iran wurde, ist in erster Linie eine Tragödie für den Libanon. Israel dagegen weiss sich zu wehren.
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Israel plant Mahnmal für sowjetischen Sieg über Nazis
Ein Mahnmal in der israelischen Küstenstadt Netanja soll zukünftig an den Sieg der Roten Armee über Nazi-Deutschland erinnern. Nun hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ein israelisch-russisches Gremium eingesetzt, das Vorschläge für die Gestaltung des Bauwerks sichten soll.
Das Mahnmal „wird die grosse Wertschätzung ausdrücken, die wir gegenüber dem russischen Volk empfinden, das so tapfer gegen die Nazis gekämpft und eine entscheidende Rolle beim Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg gespielt hat“, sagte Netanjahu laut der „Jerusalem Post“. „Viele jüdische Veteranen der Roten Armee leben gegenwärtig unter uns, hier in Israel. Das Mahnmal an der Küste von Netanja wird auch ihren Beitrag und ihr Heldentum symbolisieren.“
Die Pläne für die Gedenkstätte hatte Netanjahu im Februar bei einem Treffen mit dem russischen Regierungschef Wladimir Putin in Moskau angekündigt. Er sprach dort von einer Geste zum 65. Jahrestag des Sieges über das Dritte Reich in diesem Jahr. -
Vertreter der Stadtverwaltung erfahren Jerusalem im Rollstuhl
Eine ungewohnte Perspektive haben 20 Mitarbeiter der Jerusalemer Stadtverwaltung am Donnerstag erlebt: Sie bewegten sich mit Rollstühlen durch die Stadt und erfuhren, mit welchen Hindernissen die behinderten Verkehrsteilnehmer zurechtkommen müssen.
Die Vereinigung „Bema´aglei Zedek“ (Kreise der Gerechtigkeit) hat ähnliche Touren schon für Studenten oder Soldaten organisiert. „Aber es ist das erste Mal, dass wir eine Rundfahrt für Menschen anbieten, die etwas Großes und Systematisches tun können“, sagte die Vorsitzende Dyonna Ginsburg der „Jerusalem Post“. „Sie befassen sich Tag für Tag mit diesen Angelegenheiten, aber wir wollen den Menschen eine emotionale Erfahrung verschaffen.“ 90 Prozent des öffentlichen Raumes in Jerusalem seien für Behinderte nicht zugänglich. -
Diese Woche in der Geschichte: Elieser Ben Jehuda und die Wiederbelebung der hebräischen Sprache
Der Prozess der Wiederbelebung der hebräischen Sprache begann am 13. Oktober 1881, als Elieser Ben-Jehuda und seine Freunde sich einigten, untereinander nur noch Hebräisch zu sprechen. Daraus resultierte dass diese Sprache die als Muttersprache seit dem 2. Jh. der Zeitrechnung nicht mehr gesprochen worden war, wieder zur nationalen Sprache des jüdischen Voilkes wurde. Hebräisch wurde von den Juden über die Jahrhunderte hinweg nur bei den Gebeten und zum Lernen der heiligen Bücher genutzt, jedoch nicht als Umgangssprache.
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Ausschreibung für 238 Wohnungen in den jüdischen Siedlungen Ramot und Pisgar-Seev
Das Wohnungsbauministerium habe die Ausschreibung für 238 Wohnungen in den jüdischen Siedlungen Ramot und Pisgar-Seev veröffentlicht, berichtete das israelische Radio am Freitag.
Am 26. September war ein Moratorium für den Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland ausgelaufen. Der Siedlungsstopp bezog sich zwar nicht auf Ost-Jerusalem. Die israelische Regierung hatte in den vergangenen Monaten aber dennoch Ausschreibungen für dortige Bauprojekte vermieden. -
Lieberman in Deutschland
Israels Aussenminister Lieberman traf sich in Berlin mit seinem deutschen Amtskollegen, Guido Westerwelle. Das Gespräch dauerte zweieinhalb Stunden. Lieberman gab bekannt, dass er entschied im nächsten Jahr ein israelisches Konsulat in München eröffnen will. Die beiden Minister einigten sich, Arbeitsgruppen ins Leben zu rufen, die die Kooperation zwischen den beiden Ländern insbesondere für die junge Generation ausbauen sollen. Lieberman lud Westerwelle auch zu einem Besuch in Israel ein, worauf letzterer versprach bald kommen zu wolle. Auf seiner Reise durch Deutschland und Tschechien betonte Lieberman, dass Israel den Palästinensern immer wieder mit Gesten guten Willens entgegenkam, nun aber sei es an der Zeit, dass auch die Palästinenser ihren Willen zum Frieden mit Israel zeigen, indem sie z.B. Israel als Judenstaat anerkennen.