Putin schlägt Stationierung russischer Blauhelme vor


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Israelisch-syrische Grenze (Foto: IDF)

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Stationierung russischer Blauhelmsoldaten auf den Golanhöhen vorgeschlagen.

Zur Entscheidung der österreichischen Regierung, die Soldaten des Landes aus der UNDOF-Mission auf den Golan-Höhen abzuziehen, heisst es in einer Stellungnahme des Aussenministeriums: „Wir sind dankbar für Österreichs langjährigen Einsatz und das Bekenntnis zum Frieden im Nahen Osten. Daher bedauern wir diese Entscheidung und hoffen, dass sie nicht zu einer weiteren Eskalation in der Region beitragen wird.

Israel erwartet, dass die Vereinten Nationen ihr Engagement gemäss der Resolution 350 (1974) des UN-Sicherheitsrats aufrechterhalten, die zur Gründung der UNDOF-Mission führte.“

Ein russisches Kontingent von Friedenssoldaten solle laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putindas das österreichische Kontingent ablösen, dessen Rückzug von der Regierung in Wien beschlossen wurde, sagte Putin am Freitag nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen.

Russlands Präsident ist hierzu bereit, wenn eine entsprechende Bitte der Uno vorliegt und wenn die Länder der Region daran interessiert sind. „Angesichts der komplizierten Situation, die heute auf den Golanhöhen entsteht, könnten wir das österreichische Kontingent, das aus dieser Region abzieht, an der Trennlinie zwischen den israelischen Truppen und der syrischen Armee ersetzen“, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit hohen russischen Militärs in Moskau. „Natürlich nur in dem Fall, wenn die Staaten der Region daran interessiert sind und wenn uns der Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon darum bittet.“ 
 
Wie Putin sagte, hatte Ban Ki-moon bei seinem jüngsten Treffen mit ihm die Bitte geäussert, „dass wir unsere Teilnahme an Uno-Friedensoperationen erweitern“. 

Die Blauhelm-Soldaten überwachen seit 1974 auf dem Golan den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien. In dem Grenzgebiet gab es zuletzt heftige Gefechte zwischen Regierungstruppen und Aufständischen, die sich im syrischen Bürgerkrieg gegenüberstehend.

Österreich hatte den Abzug seiner Blauhelmsoldaten aus dem israelisch-syrischen Grenzgebiet mit den schweren Kämpfen in der Region begründet. Die Regierung in Wien bezeichnete die Gefährdungslage für die Soldaten der UN-Mission UNDOF als „inakzeptabel“. Interessant iat auch, das zwei Stunden vor dem Entscheid der Oberbefehlshaber über das österreichische Bundesheer, Bundespräsident Heinz Fischer, einen Abzug noch als „unnötige Blitzaktion“ bezeichnete. „Kaum wird es ein bisschen ungemütlich, machen die (Österreicher) sich vom Acker. Das ist wirklich unglaublich“, sagt ein israelischer Militär.

Trotz internationaler Verurteilung der Kämpfe liefern sich syrische Rebellen und Regierungstruppen im Grenzgebiet zu Israel weiter Gefechte. Wie Beobachter betätigten, gab es auch heute neue heftige Zusammenstösse in der eigentlich entmilitarisierten Pufferzone.

Ein Geheimdienstoffizier sagte zur Lage und Situation: „Unsere grosse Sorge ist, dass wir auf dem Golan eine Situation wie mit dem Gazastreifen bekommen: religiös motivierte Psychopathen, die von Syrien aus unsere Zivilisten mit Raketen beschiessen“ Denn Sollte Assad stürzen, wäre die Achse Iran-Assad-Hisbollah zerbrochen. Ein Sieg der Aufständischen aber würde radikale Islamisten an die Macht bringen. (JNS und Agenturen)



Kategorien:Nahost

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