Ultraorthodoxer Jude bot sich Iranern als Spion an


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Neturei Karta Demonstration
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In Israel ist ein ultraorthodoxer Jude angeklagt worden, der sich der iranischen Botschaft in Berlin als Spion angeboten hatte. Der Beschuldigte gehört der ultraorthodoxen Sekte Neturei Karta an, die den Staat Israel entschieden ablehnt.

In Israel ist ein ultraorthodoxer Jude angeklagt worden, der sich der iranischen Botschaft in Berlin als Spion angeboten hatte. Gegen das Mitglied einer anti-zionistischen Gruppierung wurde vor einem Gericht in Jerusalem Anklage wegen versuchten Landesverrats und Kontakt zu feindlichen Agenten erhoben. Der Beschuldigte, der im Verhör eine Kontaktaufnahme mit der iranischen Botschaft gestand, gehört der ultraorthodoxen Sekte Neturei Karta an, die den Staat Israel entschieden ablehnt.

Laut einer Pressemitteilung des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, der die Ermittlungen geführt hatte, war der Angeklagte Mitte Januar 2011 nach Berlin gereist, um sich iranischen Diplomaten als Informant über Vorgänge in Israel anzubieten. Demnach wurde er in einen Innenraum der Botschaft gebeten, wo drei Männer ein intensives Gespräch mit ihm führten. Dabei erklärte er den Iranern, er lehne aus religiösen Gründen den Staat Israel ab. Ihm gehe es nicht um Asyl, er wolle nach Israel zurückkehren.

Die Iraner hätten ihm daraufhin ein Mailpostfach gegeben, in dem er Anweisungen finden werde, und eine Telefonnummer. Drei Tagen nach der Unterredung sei der Mann nach Israel zurückgekehrt, habe immer wieder das Mailpostfach konsultiert und die Telefonnummer von öffentlichen Fernsprechern nahe seines Wohnortes angerufen. Ein Kontakt sei aber nicht mehr zustande gekommen. Mitte Juli wurde der Mann dann verhaftet; bis zum Gerichtstermin am Donnerstag galt eine Nachrichtensperre.

Die Neturei Karta (Aramäisch für „Die Stadtwächter“) ist die bekannteste der ultraorthodoxen anti-zionistischen Sekten. Zusammen zählen sie etwa 15.000 Gläubige. Dies sind zwei Prozent der ultraorthodoxen Juden. Gemeinsam ist diesen radikalen Antizionisten, dass sie die Gründung eines jüdischen Staates durch weltliche Politiker und Militärs bekämpfen, weil laut ihrer Tora-Auslegung die Heimatlosigkeit der Juden eine von Gott auferlegte Strafe ist, die erst mit der Wiederkunft des Messias ein friedliches Ende findet.

( JNS / AFP / Arutz )



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