Ultraorthodoxe auf Reisen


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Strenggläubigen auf dem Ben Gurion-Flughafen

Mit ihren verhüllten Gesichtern – damit sie keine Frauen anschauen müssen – sind diese Strenggläubigen zur Attraktion auf dem Ben Gurion-Flughafen geworden. Sie sind unterwegs nach Uman in der Ukraine, um dort das Grab des berühmten Rabbi Nachman (1792-1810) zu besuchen.

Ohne Zweifel gibt es im Leben Dinge, die man auf jeden Fall kennen sollte! Zu diesen Dingen gehört die Reise nach Uman. Heutzutage wird der Begriff Rosch Haschana (das jüdische Neujahrsfest), mit der Reise in die ukrainische Stadt Uman in Verbindung gebracht. Bei dieser Reise geht es allerdings nicht um die Stadt an sich, sondern um eine Person, die dort begraben liegt: um Rabbi Nachman aus Breslev!

Jahr für Jahr versammeln sich Männer aus allen Schichten und Klassen und Ländern an der Stätte von Rabbi Nachman, um sich das schenken zu lassen, wonach ihre Seele unaufhörlich schreit. Und auch Frauen oder Paare besuchen den Rabbi über das gesamte Jahr hinweg, um zu erleben, wie ihre Träume in Erfüllung gehen.

Rabbi Schalom Arusch gab für eine erfolgreiche Hin- und Rückreise nach Uman folgende Ratschläge:

„Zunächst einmal darf man nicht ausser Acht lassen, dass die Vorbereitung zur Gebotserfüllung – also die Vorbereitung zur Ausführung einer Mitzwa – sehr wichtig ist. Demnach kann eine richtige Vorbereitung den gesamten Verlauf dieser Reise über das gesamte Jahr hinweg (also bis zur erneuten Reise) einen absolut positiven Einfluss haben. Die perfekte Vorbereitung für diese Reise besteht im Grunde genommen aus drei Elementen: 

  • Gebete …,
  • dem Willen, den Zaddik – also den gerechten und weisen Rabbi Nachman –  zu besuchen …,
  • und ein starkes Verlangen, vor dem Grab des Rabbis zu stehen …!

Durch die Einhaltung dieser drei Elemente erlangt man – im übertragenen Sinne – die notwendigen Gefässe, in die der Zaddik seine geballte Kraft und seinen unbeschreiblichen Schatz hineinpacken kann. Rabbi Nachman beschenkt somit jeden Menschen der ihn aufsucht, mit kostbaren Erlösungen, Hilfen und dergleichen mehr. Doch der Unterschied bei jenen die ihn aufsuchen, liegt in der Grösse und der Anzahl ihrer mitgebrachten Gefässe. Der eine kommt mit nur einem Gefäss, das darüber hinaus noch sehr klein ist. Und ein anderer hingegen, kommt aufgrund seiner richtigen Vorbereitung mit etlichen Gefässen, deren Volumen bemerkenswert ist. Das heisst dass nur diejenigen, die voll bepackt mit  das Leben schöner machenden Sachen nach Hause kommen, sich ordnungsgemäss vorbereitet haben. Deshalb müssen wir alle versuchen, uns vor dieser Reise mit Gebeten an Gott dafür zu rüsten, damit Er uns unsere Herzen reinigt und uns somit den Weg ebnet, dass der Zaddik uns mit allem, was unser Herz gerade begehrt oder wonach wir unsere Seele schreien hören, überhäuft.
 
Ausserdem dürfen wir nicht vergessen, weshalb wir uns auf den Weg nach Uman machen. Uns interessiert dabei nur eines, nämlich zum Rabbi zu gelangen, um so mit unbeschreiblichen Juwelen, die uns spirituell und materiell bereichern, zurück nach Hause zu kehren. Daher muss man auf dem Weg dorthin auf seine Augen achten. Das heisst dass ein Mann auf keinen Fall beginnen darf, anderen Frauen oder sonstigen Unsittlichkeiten hinterher zu gaffen!! Das gilt selbstverständlich sowohl für die Hin- als auch für die Rückreise! Der Satan versucht einem Menschen nämlich dadurch, die Juwelen, die er vom Rabbi geschenkt bekam, wieder zu entreissen …“

 (JNS und Agenturen)



Kategorien:Gesellschaft

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1 Antwort

  1. Mann oh Mann was für ein Wahn

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