Gericht in Israel lehnt „Israelisch“ statt „Jüdisch“ im Pass ab


Israeli passports passport sitting on an open passport with passport stampsStaatsbürger Israels können in ihren Ausweis auch künftig nicht als Zugehörigkeit „Israelisch“ eintragen lassen. Der Oberste Gerichtshof lehnte den Antrag einer Gruppe von Israelis ab, die auf ihren Ausweisen „Jüdisch“ in „Israelisch“ ändern lassen wollte. Dies berichtete die Tageszeitung „Haaretz“ am Donnerstag.

Als Begründung nannte das Gericht, die Frage sei nicht durch das Gericht zu klären. Es gebe keinen Beweis für die Existenz eines eindeutig israelischen Volkes. Der Oberste Gerichtshof bestätigt damit einen Entscheid des Jerusalemer Bezirksgerichts von 2008. Die Kläger, darunter der Linguist Uzzi Ornan (90), der sich seit langem für eine Trennung von Religion und Staat in Israel einsetzt, hatten geltend gemacht, mit der Staatsgründung Israels sei auch ein israelisches Volk entstanden.

Israel erkennt die Bezeichnung „Israeli“ als Volkszugehörigkeit nicht an. Seit 2002 werden in dem betreffenden Feld in Ausweisen lediglich Sternchen eingetragen. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof angeordnet, auch jene als Juden zu registrieren, die auf nicht-orthodoxem Weg zum Judentum konvertiert sind. Befürworter einer angestrebten Wiedereinführung einer nationalen Zugehörigkeit begründeten ihr Vorhaben damit, dass der Eintrag für viele Menschen wichtiger Teil der Identität sei.

 (JNS und Agenturen)



Kategorien:Gesellschaft

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