Tschechiens Präsident Miloš Zeman (im Bild links, mit Netanjahu) hat vor zehn Tagen während seiner Israelreise Anfang der Woche durchblicken lassen, die tschechische Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlagern. Bis zu heutigen Tag ist noch kein Land der Welt mit einer offiziellen Botschaft in Jerusalem vertreten. Lediglich die USA und Italiensind mit Generalkonsulate in der Hauptstadt vertreten.
Die Arabische Liga reagierte der AP zufolge empört und veröffentlichte am Mittwoch eine Stellungnahme, in der sie im Namen der 22 arabischen Mitgliedstaaten dazu aufrief, den tschechischen Botschafter in Kairo einzuberufen, um ihm die „Gefahren solcher Aussagen“ deutlich zu machen.
Es handele sich ihre Ansicht dabei um einen „Verstoss gegen internationale Resolutionen und die Rechte der Palästinenser“. Die Arabische Liga hat auf ihrer ausserordentlichen Sitzung am Mittwoch ihren Generalsekretär Nabil Elaraby damit beauftragt, in dieser Sache eine offizielle Beschwerde bei der EU einzureichen.
Miloš Zeman hatte seine Aussagen mittlerweile relativiert. Er sagte, ein Umzug der Botschaft käme erst nach „einem erfolgreichen Abschluss des Friedensprozesses“ in Frage. Am Mittwoch berichtete die israelische Zeitung „Maariv“, Netanjahu habe Zeman im Rahmen ihres gemeinsamen Gespräches sein eigenes Haus als tschechisches Botschaftsgebäude angeboten. „Ich bin bereit, mein eigenes Haus als Botschaftssitz anzubieten“, wird der israelische Premierminister zitiert.
Zemans hatte bereits vor Jahren dem damaligen Regierungschef Ehud Omert einen solchen Botschaftsumzug angeboten. Mit dem Verweis auf die beschränkten Platzverhältnisse in Jerusalem habe dieser damals abgelehnt. Laut „Maariv“ wollte Omert allerdings die seinerzeit laufenden Friedensgespräche mit den Palästinensern nicht gefährden.
(JNS und Agenturen)
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