Inklusion in Israel


Peres_Akim

Präsident Shimon Peres mit der Gruppe von Akim
(Foto: Präsidialamt)

Präsident Peres setzt sich gemeinsam mit der Organisation Akim für eine höhere Akzeptanz von Menschen mit geistigen Behinderungen in der israelischen Gesellschaft ein.

Am Montag stellte Peres gemeinsam mit dem Vorsitzenden von Akim, Ami Eilon, den Jahresbericht für 2013 zum Thema Inklusion vor. Aus dem Bericht geht unter anderem hervor, dass ein deutlicher Unterschied besteht zwischen der grundsätzlichen Toleranzerklärung vieler Menschen und der tatsächlichen Bereitschaft, beispielsweise mit geistig Behinderten zusammen zu arbeiten. Immerhin 67% der Befragten geben an, im eigenen Bekanntenkreis Kontakt zu geistig Behinderten zu haben. 57% wünschen sich, besser informiert zu sein. Neben der allgemeinen Bereitschaft zur Inklusion in der israelischen Gesellschaft weist der Bericht auch Kommunen aus, die sich um eine höhere Inklusion besonders verdient gemacht haben, darunter Jerusalem, Dimona und – unter den arabischen Städten – Baqa al-Gharbiyye.

Im Rahmen des Treffens sagte Präsident Shimon Peres: „Es bedarf einer weitreichenden erzieherischen und aufklärerischen Anstrengung, damit sich die gesellschaftliche Wahrnehmung verändert. Das ist nicht nur Aufgabe des Staates, sondern eine gesellschaftliche Verpflichtung! Gemäss dem Motto von Akim: Eine inkludierende Gesellschaft ist eine starke Gesellschaft. Das ist nicht nur ein Spruch, sondern eine Wertebekenntnis. Wir müssen alle Mittel ausschöpfen, um allen Bürgern die notwendige Unterstützung und Liebe entgegen zu bringen, ohne Ansehen von Schwächen und Einschränkungen. Zu Hause, in der Schule, in den Kommunen. Darum ist die Arbeit von Akim so wichtig. Jeder einzelne Mensch kommt anders auf die Welt. Aber wir alle haben den Anspruch auf Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Respekt. Israel sollte ein Land des gegenseitigen Respekts und der Ermutigung sein.“

Der Vorsitzende von Akim, Ami Eilon, sagte: „Wir wissen, dass der Weg zu einer vorbildlichen Gesellschaft noch weit ist. Der erste Schritt auf diesem Weg ist es anzuerkennen, dass wir Menschen alle unterschiedlich sind und dass gerade in dieser Unterschiedlichkeit und in der Begegnung der Unterschiedlichkeit ein besonderer Wert liegt. Jedem von uns fehlt etwas, was ein anderer ergänzt. Die Begegnung ist ein Segen, sie erlaubt es uns, zu ergänzen, was uns fehlt, sie bereichert uns als Menschen und als Gesellschaft.“

(JNS / Präsidialamt)



Kategorien:Gesellschaft

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