Arabischer Taxifahrer ermordete 20-jährige Jüdin


Shelly01Der mutmassliche Mörder der 20-jährigen Shelly Dadon (Foto) aus Afula wurde ermittelt: Hussein Yusuf Halifa, ein 34-jähriger Taxifahrer aus I’billin im Norden Israels, soll die Tat am 1. Mai dieses Jahres begangen haben. Dadons Leiche wurde auf einem verlassenen Parkplatz in einem Industriegebiet gefunden. Sie ist erstochen worden. Die Polizei vermutete von Anfang an einen Terrorakt. (ISRASWISS berichtete)

Wie erst jetzt bekannt wurde, wurde Halifa bereits im vergangenen Monat von Israels Inlandsgeheimdienst Shin Bet festgenommen. „Der Verdächtige fährt die Menschen jeden Tag zur Arbeit in das Ramat Gavriel-Industriegebiet in Migdal Haemek“, erklärte der Kommandeur des nördlichen Distrikts, Generalmajor Zohar Dvir. „Am besagten Morgen war Shelly auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch und stieg zu Halifa ins Taxi. Er tötete sie auf einem Parkplatz in der Nähe. Sein Motiv ist bislang noch nicht geklärt, wir vermuten aber nationalistische Hintergründe.“

Der Taxifahrer legte ein Geständnis ab, widerrief es aber. „Sie haben mich verleumdet“, erklärte der mutmassliche Mörder bei seiner letzten Anhörung. Der Anwalt des 34-Jährigen betonte ebenfalls, dass sein Mandant die Tat nicht begangen habe.

Als der Verdächtige festgenommen wurde, hätte er die Tat sofort gestanden und die Ermittler bei der Rekonstruktion des Falles unterstützt, so Dvir. Die Untersuchung sei weiterhin in vollem Gange. Am Morgen ihres Todes hatte die junge Frau noch einen kurzen Anruf getätigt: Gegen acht Uhr klingelte das Telefon ihres Cousins, scheinbar war sie in grosser Not. Kurze Zeit später war sie bereits tot.

Der Minister für öffentliche Sicherheit, Yitzhak Aharonovitch, rief die Israelis dazu auf, „verantwortungsvoll und mit Zurückhaltung zu handeln“.

Die Familie Dadon, die die Nachricht des Todes ihrer Tochter Shelly am Geburtstag der Mutter erhielt, ist überzeugt davon, dass der Mord nationalistisch motiviert ist. „Ich war von Anfang an überzeugt davon, dass meine Tochter in einem Taxi ermordet wurde. Sie wäre niemals getrampt“, erklärte ihr Vater. „Meine Tochter ist gut erzogen. Sie ist einfach nur in das falsche Taxi gestiegen und dieser schreckliche Mensch hat sie auf grausame Weise ermordet. Ich kann kaum fassen, dass ein Mensch so etwas Schreckliches tun kann“. Weiterhin sagte er, dass jede junge Frau den Fall seiner Tochter als Lektion sehen solle: „Vor dem Einsteigen in ein Taxi müssen Sie überprüfen, wer der Fahrer ist und ob er möglicherweise nationalistisch motiviert sein könnte. Es kann nicht sein, dass ein Mädchen, das nie eine Fliege verletzen konnte, ging, um einen Job zu finden und in einem Sarg zurück kam.“ Auch die Mutter der Verstorbenen ist voller Trauer: „Ich möchte, dass der Mörder mit aller Härte des Gesetzes bestraft wird.“

Der Fall wird in den israelischen Medien zwar diskutiert, international aber vollkommen ignoriert – als wäre der Mord an der 20-jährigen Shelly Dadon niemals passiert.



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