Marinekommando geht gegen Langstreckenraketen vor


.Israel hat im aktuellen Kampf gegen die Gaza-Terroristen erstmals Bodentruppen eingesetzt. Ein Spezialkommando der Marine drang in der Nacht in den nördlichen Gazastreifen ein und zerstörte ein Lager und eine Abschussvorrichtung für Langstreckenraketen. Nach Armeeangaben kam es dabei zu einem Schusswechsel mit der Hamas. Dabei seien drei Hamas-Kämpfer getötet und vier israelische Soldaten leicht verletzt worden, teilte die Armee am Morgen mit.

Die Marinesoldaten zogen sich nach der Aktion wieder aus dem Gazastreifen zurück. Der Einsatz wurde begleitet von heftigen Luftangriffen auf Terrorziele im Norden des Gazastreifens. Die israelischen Streitkräfte hatten zuvor Flugblätter über dem Kampfgebiet abgeworfen und die Einwohner aufgefordert, die Gegend zu verlassen. Auch über verschiedene Medien hat Israel die Bewohner der Region vor schweren Militärschlägen gewarnt, die innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Die Bewohner sollen das Gebiet „zu ihrer eigenen Sicherheit“ räumen. Die Warnungen wurden heute früh fortgesetzt.

Israel hat an der Grenze zum Gazastreifen starke Truppenverbände konzentriert (Foto), die für eine Bodenoffensive bereit stehen.

In der Nacht schlugen Raketen aus dem Libanon in Galiläa ein, allerdings ohne Schaden anzurichten. Die israelische Armee macht dafür nicht die Hisbollah verantwortlich, sondern palästinensische Gruppen, die im nördlichen Nachbarland agieren.

Die Islamisten beschiessen weiterhin israelische Städte. Der Sonntag begann für Tausende von Israelis mit Sirenenalarm. Betroffen waren der Ben-Gurion-Flughafen, Rishon Lezion, Ramla, Lod, Rehovot, Nes Ziona, Ashdod und Ashkelon.

Ein Hamas-Sprecher beklagte zahlreiche Tote und Verletzte durch die israelischen Angriffe. Alleine bei einer Attacke auf das Haus des Polizeichefs von Gaza, Tayseer Al-Batsh, seien am Samstag 18 Menschen getötet und 35 verletzt worden. Damit habe sich die Zahl der Todesopfer auf 162 erhöht.

Von Seiten der israelischen Armee hiess es, zwei Drittel der Opfer seinen Kämpfer der Islamisten. Die Hamas missbrauche Menschen als Schutzschilde und nutze Wohnhäuser und Moscheen als Waffen- und Munitionslager.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äusserte sich zu den internationalen Bemühungen um einen Waffenstillstand. Dieser sei nur dann möglich, wenn langfristig Ruhe und Sicherheit für die israelischen Bürger garantiert sei. Der ganze Nahe Osten werde durch radikale Islamisten bedroht, die auch vor den Toren Israels stünden, im Süden und im Norden. Judäa und Samaria, das sogenannte Westjordanland, dürften nicht zu einem zweiten Gaza werden, unterstrich der Regierungschef. (ih)

 



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