Abbas: Haltet die Juden mit allen Mitteln von der Al Aksa-Moschee fern!


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Hakenkreuz Schmiererein auf dem Tempelberg (Tom Nisani)

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat seine Landsleute dazu aufgerufen, die Al Aksa-Moschee auf dem Jerusalemer Tempelberg „mit allen Mitteln“ gegen die Juden und „jüdische Siedler“ zu verteidigen. „Das ist unsere Al Aksa… sie haben kein Recht, sie zu betreten und zu entheiligen“, erklärte Abbas, nachdem es auf dem Areal zum wiederholten Mal zu Auseinandersetzungen zwischen maskierten arabischen Steinewerfern und der israelischen Polizei gekommen war.

Abbas sprach auf einer Konferenz in Ramallah. Seit Wochen gibt es auf dem Tempelberg fast täglich Auseinandersetzungen: Muslimische Jugendliche bauen dort Stacheldraht-Barrikaden auf, werfen Steine, Feuerwerkskörper und Brandsätze auf Polizisten und Besucher. Sie wollen damit erreichen, dass das Gelände oberhalb der Westmauer („Klagemauer“) für jüdische Besucher komplett gesperrt wird.

Am heutigen Sonntagmorgen waren jüdische Besucher unterwegs zum Tempelberg – die heiligste Stätte des Judentums – entsetzt musste man feststellen, dass muslimische Gläubige den Bereich überall mit antisemitische Graffiti beschmiert hatten. Dabei wurden Nazi-Hakenkreuz mit dem jüdischen Davidstern gleichgesetzt.

Bereits jetzt haben nicht-muslimische Besucher nur stundenweise Zutritt zu dem Gelände, auf dem sich einst der jüdische Tempel befand und auf dem heute die Al Aksa-Moschee und der Felsendom mit seiner bekannten goldenen Kuppel stehen. Nicht-Muslime müssen sich oft stundenlang anstellen, um auf das Areal zu gelangen, weil ihnen nur das Marokkanertor als Zugang zur Verfügung steht. Die übrigen neun Tore sind Muslimen vorbehalten. Israel hat die Souveränität über das Gelände fast vollständig an die jordanische Waqf-Stiftung abgetreten. Es ist Nicht-Muslimen verboten, auf dem Gelände zu beten oder andere religiöse Handlungen auszuführen.

Der Tempelberg liegt im Ostteil der Hauptstadt, den die Palästinenser für sich beanspruchen. „Jerusalem ist die Perle in der Krone und die ewige Hauptstadt des palästinensischen Staates“, unterstrich Abbas. Im Islam gilt der Tempelberg als die drittheiligste Stätte nach Mekka und Medina – obwohl Jerusalem im Koran gar nicht erwähnt wird. Hier soll der Prophet Mohammed seine berühmte Nachtreise unternommen haben.

Im Gazastreifen hat die radikal-islamische Hamas zu einer „Demonstration für Al Aksa“ aufgerufen. Mehrere Hundert Menschen zogen mit grünen Flaggen, die sowohl für die Hamas als auch für den Islam stehen, durch die Strassen. Einer der Anführer der Terrorgruppe, Ismail Radwan, rief „unsere Leute in Jerusalem und im Westjordanland dazu auf, Al Aksa zu verteidigen.“

Israelische Beobachter vernahmen erstaunt die Wortwahl von Mahmud Abbas, dem „Friedenspartner“ Israels: Nach seiner Lesart ist jeder Jude, der den Tempelberg betreten will, ein „Siedler“. Das Betreten der Al Aksa-Moschee und des Felsendoms ist Nicht-Muslimen streng untersagt. Dennnoch warnt Abbas öffentlich vor einer „Entheiligung“ – ganz offensichtlich werden hier rassistisch-antisemitische Vorurteile geschürt, wonach schon die Anwesenheit von Juden in der Nähe einer Moschee das Areal „entheiligt“. Und mit seinem Aufruf, „mit allen Mitteln“ vorzugehen, hat sich Abbas nicht nur auf die Seite der Randalierer gestellt, er hat sie auch noch zur Gewaltanwendung ermutigt. Zudem zeigt sein Appell, was er unter Religionsfreiheit versteht.

Die Palästinenser wollen erreichen, dass die Vereinten Nationen Israel zum Rückzug auf die Grenzen von 1967 zwingen. Damit fielen Tempelberg und Klagemauer, die bis zum Sechstagekrieg von Jordanien beherrscht wurden, an „Palästina“. Und dort sind laut Abbas Juden unerwünscht, weder als Soldaten noch als Bewohner. Die Forderung nach einem „judenreinen“ Palästina soll offenbar mit allen Mitteln durchgesetzt werden. Weil die Jerusalemer Strassenbahn den Ostteil mit dem Westteil Jerusalems verbindet, gilt sie neuerdings als „zionistisch“ und wird ebenfalls regelmässig mit Steinen beworfen, so dass immer wieder beschädigte Waggons ausser Betrieb genommen werden müssen. Der Protest des Westens gegen die Hetze und die Provokationen der palästinensischen Führung bleibt bislang aus – einzig Israel wird srändig ermahnt, Zurückhaltung zu üben.

(JNS, ih und Agenturen)



Kategorien:Nahost

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