Anschläge mit Brandbomben


Am Samstagabend ist eine Brandbombe auf den Balkon einer Wohnung im südlichen Jerusalemer Stadtteil Armon Nanatziv geworfen worden, mutmasslich von palästinensischen Bewohnern naher arabischer Gebiete. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, nur Sachschäden.

Die Bewohner der Wohnung waren in ihrem Wohnzimmer als der Anschlag verübt wurde und sie konnten das Feuer schnell löschen, bevor die gesamte Wohnung in Flammen aufging.

„Wir haben einen lauten Knall gehört, der uns einen grossen Schrecken eingejagt hat. Die Bombe ist nicht bis in unsere Wohnung geflogen, aber ins Haus und hätte das ganze Gebäude in Brand setzen können,“ sagte einer der Bewohner zur Nachrichtenagentur Ynet.

Armon Hanatziv liegt neben dem arabischen Stadtviertel Jabal Mukaber, wo in den letzten sechs Monaten regelmässig Ausschreitungen stattfinden. Zwei der von dort stammenden Anwohner haben vor einigen Wochen ein Massaker in einer Synagoge in einem anderen Stadtteil Jerusalems verübt, bei dem vier Betende und ein Polizist förmlich abgeschlachtet wurden.

Die Polizei sagt, dass sie die Brandanschläge sehr ernst nimmt, besonders im Lichte der Ereignisse der letzten Woche, bei der die 11-jährige Ayala Shapira von solch einer Brandbombe schwer verletzt worden war:

ayalaAm vergangenen Donnerstag hatten Terroristen einen Brandsatz auf das Auto von Avner Shapira geschleudert, der mit seiner Tochter auf dem Weg nach Hause war. Vater und Tochter wurden bei dem Angriff verletzt. Ayala trug Verbrennungen dritten Grades auf mindestens 50% ihrer Hautfläche davon. Sie musste in ein Koma versetzt werden, während Ärzte versuchten ihr Leben zu retten.

Mittlerweile soll sich Ayala auf dem Weg zur Besserung befinden. Die Ärzte konnten eine kleinen Luftkanal an ihrem schwer verbrannten Hals öffnen, aber sie sei immer noch sehr weit von einer Genesung entfernt, hiess es.

„Es wird ein harter Kampf werden. Zuerst mussten wir sie stabilisieren, dann wiederbeleben und sie in einen Zustand bringen, in dem wir anfangen können ihr Gesicht zu rekonstruieren,“ sagte Professor Eyal Winkler, vom Sheba Krankenhaus.

Sein Kollege Gidi Paret, Direktor der Intensivstation erklärte, dass Ayalas Situation sehr kompliziert ist. „Sie hört uns und wir bitten die Eltern zu ihr zu sprechen und sie zu streicheln, damit sie sich etwas mehr zu Hause fühlt.“

Die Polizei hat am Wochenende 12 Verdächtige in diesem Fall festgenommen, darunter zwei arabische Jugendliche, die gestanden haben, die Brandbombe auf das Auto der Shapiras geworfen zu haben. (ih)



Kategorien:Sicherheit

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  1. Ban schreibt an israelisches Terror-Opfer | JNS – ISRASWISS

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