Teva verdient dank geringerer Kosten mehr


mepha_tevaDer israelische Pharmakonzern Teva hat im vergangenen Jahr den Gewinn nur dank deutlich geringerer Kosten gesteigert. Der Überschuss sei um knapp 1,8 Milliarden Dollar auf etwas über 3 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der der weltgrösste Hersteller von Nachahmermedikamenten am Donnerstag in Jerusalem mit. Der Umsatz stagnierte dagegen bei knapp 20,3 Milliarden Dollar. Beide Zahlen fielen damit im Rahmen der Analystenerwartungen aus.

Der Konzern, der 2010 den deutschen Generikahersteller Ratiopharm übernommen hatte, begründete den gleich gebliebenen Umsatz unter anderem mit dem starken Dollar. Grösster Gewinntreiber im vergangenen Jahr war der Wegfall von Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar. Es konnten aber auch die Produktionskosten sowie die Ausgaben für Marketing und Verkaufsförderung reduziert werden.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten zogen dagegen leicht an. Neben der Generikasparte hat der Konzern noch einige selbst entwickelte Produkte im Angebot. Der Verlauf 2015 hängt vor allem davon ab, wie sich der Patentschutz für das Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone, das meist verkaufte Medikament Tevas, entwickelt. Im Herbst diesen Jahres läuft eigentlich der Patentschutz aus.

Der seit etwas mehr als einem Jahr amtierende Chef Erez Vigodman ging vor kurzem davon aus, dass im Herbst zwei Nachahmermedikamente auf den Markt kommen. Gleichzeitig versucht er mögliche Konkurrenz möglichst lange juristisch zu blockieren. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat zudem bisher kein Nachahmermedikament zugelassen.

Vigodman geht 2015 dennoch von einem auf 19 bis 19,3 Milliarden Dollar sinkenden Konzernumsatz aus. Der Gewinn soll dank weiterer Sparanstrengungen aber auf mehr als vier Milliarden Dollar steigen.



Kategorien:Wirtschaft

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