Künftige Entwicklung der Juden nur schwer vorhersehbar


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Foto: Hadas Parush (Flash 90)

Die demografische Fakultät der Hebräischen Universität untersucht aktuell die Entwicklung des Judentums in der Zukunft: Werden Frieden und Sicherheit dazu beitragen, dass es eine jüdische „Bevölkerungsexplosion“ geben wird? Oder werden Unsicherheiten und Konflikte die Zahl der Juden senken, speziell in Israel? Zu diesen Fragen gibt es unterschiedliche Prognosen.

Zu Beginn des jüdischen Neujahrs 5776 hat es in Israel 14,3 Millionen Einwohner gegeben, darunter etwa 6,3 Millionen Juden (plus noch einmal 360.000 Menschen, die beim Innenministerium nicht offiziell als Juden registriert sind). Etwa 8 Millionen Gläubige leben in der Diaspora – dabei handelt es sich um Juden, die sich nicht mehr in ihrer Heimat Israel aufhalten. 5,7 Millionen von ihnen wohnen in den USA, 2,3 Millionen in anderen Ländern wie Frankreich, Deutschland, Kanada, Grossbritannien, Russland, Argentinien, Australien und Brasilien.

Eine Prognose für das Jahr 2050 sieht vor, dass es etwa 20 Millionen Juden in Israel und auf der ganzen Welt geben könnte. Das wäre das wahrscheinlichere Szenario. Im schlimmsten Fall könnte es aber auch sein, dass es im Jahr 2050 nur noch 14 Millionen Juden geben wird.

In einer Zeit der Instabilität – nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in der Europäischen Union – kann man im Hinblick auf die Entwicklung der kommenden Jahrzehnte nur schwer eine Vorhersage treffen, so die Wissenschaftler. Entscheidend für die demografische Entwicklung ist die Geburtenrate, die Gesundheit der Menschen und die Sterblichkeitsrate, aber auch die Zahl der Einwanderungen, sowie die Anzahl der Gläubigen, die sich neu zum Judentum bekennen, und auch derjenigen, die sich von ihrer Religion abwenden.

Die Geburten- und Todesraten verändern sich nur langsam. Aufgrund der bekannten Zusammensetzung der verschiedenen Altersklassen sind sie für die Statistiker einfach zu berechnen. Anders sieht es dagegen bei den israelischen Einwanderungszahlen aus. Diese hängen davon ab, wie abrupt sich die Umstände in den jeweiligen Ländern ändern.

Die Zukunft des jüdischen Volkes hängt also nicht nur von den Geschehnissen in ihrem eigenen Staat ab, sondern auch entscheidend von globalen Ereignissen wie Krieg und Terror, aber auch von konjunkturellen Schwankungen, Wetterereignissen, sowie der Stabilität oder der Trennung von Ländern. Das war damals deutlich zu erkennen bei der ehemaligen Sowjetunion. Mögliche Szenarien für die Zukunft können also sehr positiv aussehen für Israel und das jüdische Volk. Im schlimmsten Fall aber könnte es auch katastrophal enden, meinen die Forscher. (ih)



Kategorien:Gesellschaft

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1 reply

  1. „Künftige Entwicklung der Juden nur schwer vorhersehbar“

    Die Intellektualität wird NIEMALS Israel richtig einschätzen können.

    Die Zukunft für dieses Volk liegt NICHT in den händen der Menschen!!

    Lesen Sie die Verheissungsprophetien im ersten Testament der Bibel (Jesaja / Jeremia / Hesekiel / Sacharja u.A,m,). Dann können Sie ermessen, auf was für grosse Zukunft Israel zu geht!!

    Wenn sich die Prophetien, bezüglich der Rückkehr vom volk Israel in IHR Land bewahrheitet haben, dann werden sich auch ALLE anderen Prophetien erfüllen!! Den einen zur Genugtuung, den anderen zur Schande.

    Mit freundlichen Grüssen
    Walter Nänny

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