Countdown zum Festival of Lights


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Gaston Zahr beim Aufbau des House of Cards (Festival of Lights)

Jede Karte zählt, keine einzige darf fehlen, sonst stürzt das Haus zusammen. So ist das in einem Kartenhaus. Da ist ein Bube genau so viel wert wie ein König. Die Installation „House of Cards“ von der deutsch-israelischen Künstlergruppe OGE Creative Group auf dem diesjährigen Festival of Lights in Berlin darf somit auch politisch verstanden werden: Vor 50 Jahren haben Israel und Deutschland diplomatische Beziehungen aufgenommen und sie Stück für Stück ausgebaut. Karte für Karte.

Die Beziehungen wachsen, sie sind stabil und doch fragil. Für ihre Installation, die bis zum 18. Oktober am Potsdamer Platz 126 Karten in Menschengrösse zeigt, knapp zehn Meter hoch und vier Tonnen schwer, haben die Künstler Merav Eitan (Israel) and Gaston Zahr (Deutschland) als Gesichter auf den Karten bewusst Menschen von nebenan gewählt. Gesichter und Typen, die jeder aus dem Alltag zu kennen glaubt. „Ob junges Mädchen oder alte Frau, ob Startup-Geek oder Beamter, es dürfen keine Menschen fehlen, sie alle tragen dieses Haus aus Karten“, sagt der Künstler Gaston Zahr. Schaut man sich diese Menschen an, wird klar: ganz einfach haben sie es in diesem Kartenhaus nicht. „Ein König zu sein, das ist eine schwierige Rolle“, sagt Zahr.

Übrigens haben Eitan und Zahr diese Motive speziell für den Auftritt auf dem Festival of Lights in Berlin entworfen. Als das „House of Cards“ vor einem Jahr in Jerusalem stand, zeigten die Karten noch biblische Figuren, die der Illustrator Jean David in den 70er Jahren für die Fluglinie El Al entworfen hatte. Ein anderer Ort, ein anderer Zusammenhang. In Berlin darf man das „House of Cards“ nun also mit Gedanken an das deutsch-israelische Verhältnis anschauen – und hoffen, dass es in den Himmel wächst und nicht in sich zusammen fällt. Aber wenn alle mitmachen, kann es so leicht und so unterhaltsam sein wie das, was ein Haus aus Karten in seinem Ursprung ist: ein Kinderspiel.

Morgen Abend wird das jährliche Festival of Lights eröffnet, an dem sich dieses Jahr auch Israel mit Installationen beteiligt, um das 50. Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel zu würdigen.

So wird auch das Palais am Festungsgraben mit Fotocollagen beleuchtet werden, die aus Ornamenten und vor allem Fotos von Deutschen und Israelis bestehen, die dem Aufruf folgten, ihre Bilder zu dem jeweils anderen Land oder auch zu den Beziehungen zuzusenden.

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Kategorien:Kultur

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