Israelische Organisation schickt Raumfahrzeug auf den Mond


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Der israelische Präsident Rivlin und das Team der Organisation „SpaceIL“ feiern den bisherigen Erfolg im Wettbewerb (Foto: Mark Neyman/Büro des Präsidenten)

Im Wettbewerb um den „Google Lunar XPrize“ ist ein israelisches Team ganz vorne im Rennen. Als erstes von 16 Teams aus aller Welt hat die Organisation „SpaceIL“ für ihr Raumfahrzeug einen Flug zum Mond organisiert.

Zur Feier dieser Errungenschaft haben sich der israelische Präsident Reuven Rivlin, der Minister für Wissenschaft und Technologie, Ofir Akunis, und andere Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik am Mittwoch in der Residenz des Präsidenten eingefunden. Rivlin sagte in einer Ansprache laut Mitteilung seines Büros: „Für hunderttausende Schüler und Studenten, die schon mit Ihrem Projekt in Berührung gekommen sind, und für Millionen, die das noch werden, ist Ihr Unternehmen ein Vorbild für Mut und Erfolg, eine Vision israelischer Innovation.“ Akunis bezeichnete die Leistung als „einen Schritt vorwärts für die Menschheit und einen gigantischen Sprung für den Staat Israel“, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Durch das Unterzeichnen eines Vertrags mit dem amerikanischen Raumfahrt-Unternehmen „SpaceX“, das das Vehikel bis zur Mondumlaufbahn transportieren will, sei die für den Wettbewerb eigens gegründete Organisation „SpaceIL“ dem Erfolg schon ein Stück näher. Der Vorsitzenden des „XPrize“-Wettbewerbs, Bob Weiss, der zu diesem Anlass aus Kalifornien angereist war, hat den Vertrag bei der Feier offiziell bestätigt. Ein Miniatur-Modell des unbemannten Raumschiffs hat „SpaceIL“ auf der Feier präsentiert.

Der mit 20 Millionen Dollar dotierte „Google Lunar XPrize“ wird an die erste Nichtregierungsorganisation vergeben, der es bis zum 31. September 2017 gelingt, ein Fahrzeug auf den Mond zu transportieren. Es muss dort ausserdem mindestens 500 Meter zurücklegen und hochauflösende Bilder und Videos zur Erde übermitteln. Laut eigenen Angaben ist es Ziel des Preises, „radikale Durchbrüche zum Nutzen der Menschheit“ anzuregen. Zu diesem Zweck sollen Menschen auf der ganzen Welt motiviert werden, technologische Lösungen für Problemstellungen zu finden, für die es auf dem Markt noch keinen Anreiz gibt. Vorbild ist der „Orteig-Preis“ von 1919, den ein reicher französischer Hotelier für den ersten durchgehenden Flug zwischen New York und Paris ausschrieb. Die Vorsitzende des Komitees, Chande Gonzales, hofft, durch den Wettbewerb der Teams eine ganz neue Wirtschaft für Weltraumprodukte anzukurbeln.

Der israelische Milliardär Morris Kahn, einer der Hauptspender für das israelische Team, wies darauf hin, dass das Raumfahrzeug die Aufschrift „Am Israel Chai“ (Das Volk Israel lebt) trägt. Die Geste erinnert an den ersten israelischen Astronauten Ilan Ramon, der Anfang 2003 jüdische Gegenstände wie eine Miniatur-Torahrolle und eine Zeichnung eines Holocaust -Überlebenden mit in den Weltraum nahm. Er war ums Leben gekommen, als sein Raumschiff „Columbia“ beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerschellte. Mit der Unterstützung des Projekts will Kahn Israel zu neuem Ansehen verhelfen und die Jugend bilden und ermutigen. (inn / JNS)



Kategorien:Wissenschaft

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