Die Meinung des Scheich Omer Salem


salemOlam Katan (kleine Welt) heisst eines von vielen kleinen religiösen Infoblättern, die freitags in den Synagogen Israels verteilt werden. Auf diesem Infoblatt würde nun wirklich keiner ein Interview mit Yale Professor Scheich Omer Salem erwarten. Er hatte am 26. Dezember Israel besucht, seine Rede in der Universität Haifa wurde von einem israelischen Araber gestört, der es anscheinend nicht ertragen konnte, dass der Scheich gut über Israel sprach.

Scheich Salem hält einen Doktortitel der Al Azhar Universität in Kairo und hat gerade sein Buch „Der fehlende Friede: Die Rolle der Religion im arabisch-israelischen Konflikt“ veröffentlicht. Hier sind einige Auszüge aus seinem Interview:

„Es gibt jüdische Ungläubige, die sich über Gesetze von Mose, möge er in Frieden ruhen, lustig machen. Vergesst nicht, dass ihr das auserwählte Volk seid. Ihr zweifelt vielleicht daran, dass der Islam die Juden anerkennt und respektiert, aber als die Moslems die Welt beherrschten waren sie die Beschützer der Juden. Meine Vision ist, diese Einstellung wieder einzuführen. Ich will meinen moslemischen Brüdern und Schwestern sagen: Ihr seid nicht die Feinde der Juden, ihr seid ihre Beschützer.“

Unglücklicherweise, erklärt Salem, hätten die Moslems den Judenhass von ihren christlichen Eroberern geerbt. „Zwei tausend Jahre lang haben die Christen gelehrt, dass die Juden Jesus getötet haben und vom Teufel abstammen. Die Kirchen halten bis heute an dieser Ideologie fest.“

Eine Sache, die den Scheich irritiert, ist der Tempelberg.

„Die Juden können friedlich auf dem Tempelberg beten (aber sie müssen geduldig sein). Ihr werdet den Tempelberg bekommen, aber das muss stufenweise geschehen. Die Moslems werden zustimmen, die Moschee zu entfernen, aber das muss von den Moslems ausgehen. Wenn es die Juden versuchen, wird es zu schrecklichem Blutvergiessen kommen. Wenn es (die Entfernung der Moschee) geschehen wird, ist es ein grosses Geschenk von Allah. Er ist derjenige, der die Herzen der Moslems öffnen wird.“ (Tsvi Sadan, ih)

 



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