Hamas pokert mit Israels Einreisegenehmigungen


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„Die Hamas missbraucht Einreisegenehmigungen nach Israel, die Israel palästinensischen Bürgern im Gazastreifen ausstellt“, meldete der israelische Regierungskoordinator mit den Palästinensergebieten, General Yoav Poli Mordechai. Gegenüber der palästinensischen Zeitung Al-Quds (siehe Bild) machte Mordechai klar, dass sich das Hamasregime entscheiden muss, entweder ihrer Palästinenserbevölkerung zu helfen oder ihre Terrorinfrastruktur aufzurüsten. Die Hamas verlangt von Palästinensern mit einer Einreisegenehmigung nach Israel, Botschaften und Geld an ihre Verbündeten in Israel oder in anderen Palästinenserstädten in Judäa und Samaria zu überbringen. „Wenn das so weitergeht, zwingt uns die Hamas, alle Grenzübergänge am Gazastreifen zu schliessen“, unterstrich Mordechai. „Darunter leiden zuerst die Palästinenser und die Hamas wird dies als Propaganda gegen Israel benutzen.“

In dem Zeitungsartikel stellte der israelische General einige Beispiele vor: „Ein krebskranker Palästinenser aus Khan Yunis im Gazastreifen hat für seine Behandlungen in Nablus von uns eine Genehmigung für seine Einreise bekommen. Die Hamas verlangte von ihm, eine Botschaft an die Terrorzelle in Nablus zu übermitteln. Ein palästinensischer Geschäftshändler aus dem Flüchtlingslager Schaati wurde am Grenzübergang erwischt, er wollte Terrormaterial nach Israel schmuggeln. Dieser Händler kooperiert seit Jahren mit den Israelis. Die Hamas konzentriert sich auf einen neuen Krieg mit Israel und rüstet dafür auf. Das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung interessiert das Hamasregime überhaupt nicht“, fügte Mordechai im Gespräch hinzu. „Die Hamas mobilisiert mit Drohungen palästinensische Händler, Kranke oder Akademiker mit israelischen Einreisegenehmigungen für ihre Terrorzwecke.“

Israel bemüht sich, der Palästinenserbevölkerung im Gazastreifen das Leben zu erleichtern, aber wegen der Hamasführung überlegt sich Israel nun, die Genehmigungen zu streichen. Im Jahr 2015 haben laut Mordechai 100.000 Palästinenser aus dem Gazastreifen eine Einreisegenehmigung aus geschäftlichen und humanitären Gründen bekommen, darunter Händler, Kranke oder Menschen, die aus religiösen Gründen einreisen wollten. „Und was macht die Hamas? Sie erlegt ihren armen Bürgern hohe Ausreisesteuern auf, um mit diesem Geld ihr Terrorsystem zu finanzieren.“

Im Gazastreifen beläuft sich die Arbeitslosenquote auf 41%, fast jede zweite palästinensische Arbeitskraft ist arbeitslos. Die Hamas kümmert sich nur um den nächsten Krieg mit Israel anstatt ihrer Bevölkerung beizustehen. Dagegen bemüht sich der „zionistische Feind“ mehr für die palästinensische Zivilbevölkerung, was die Palästinenser von ihrem offiziellen Feind nicht erwartet haben. Dies erzählte mir ein palästinensischer Rinderhändler aus dem Gazastreifen, der alle paar Wochen nach Israel einreisen darf. Er kooperiert mit meinem engen Freund und Militärkameraden im Süden, der ebenso im Kalbhandel tätig ist. Die palästinensischen Händler über 50 reden alle noch Hebräisch aus der Zeit, als der Gazastreifen noch offen war. Diese Händler gehören zu den grössten Hamaskritikern, sie hassen das Hamasregime und haben uns gegenüber immer wieder betonte, dass die Hamas den Gazastreifen ruiniert, nicht Israel. Aber so etwas zu sagen, wagen sie nur in Israel. (Aviel Schneider, ih)



Kategorien:Nahost

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