Iranisch-israelisches Kriegsgeflüster


Die Iraner sind sauer auf Israel, sehr sauer sogar. Nach jedem Angriff einer ihrer Basen auf syrischem Boden wuchs ihre Wut und ihr Versprechen, sich an Israel dafür zu rächen. Die Blossstellung vor der ganzen Welt durch die Show von Benjamin Netanjahu hat die Laune der Iraner sicherlich nicht verbessert. Dabei geht es da weniger um das von ihnen aufbewahrte Atomprogramm, sondern um die Tatsache, dass es dem israelischen Mossad gelungen war an diese immense Menge von geheimen Akten zu kommen.

Bisher hörte man aus dem Iran nur immer wieder verbale Drohungen. Man werde Tel Aviv dem Erdboden gleichmachen, vernichten. Israel werde es bitter bereuen, sie an ihren Plänen zu behindern, usw. Wie würde die iranische Vergeltung nun aussehen, fragte man sich in Israel. Vielleicht habe es der Iran auf israelische Vertretungen im Ausland abgesehen, oder solle vielleicht die Hisbollah vom Libanon aus im Namen Irans ein Angriff auf den Norden Israels ausführen. Im Libanon gab es gestern Wahlen, daher wäre dies ein sehr schlechter Zeitpunkt für eine militärische Auseinandersetzung für die Hisbollah gewesen. Eine andere Möglichkeit wäre, von Syrien aus anzugreifen, wie die Iraner es ja bereits mit ihrer mit Sprengstoff beladenden Drohne versucht hatten.

Seit gestern weiss man in Israel etwas mehr über die iranischen Rachepläne. In den Abendnachrichten wurde berichtet, dass die Iraner sich auf einen Vergeltungsschlag gegen Israel vorbereiten würden. Dafür soll eine besondere Einheit geschaffen worden sein, die damit beauftragt wurde, einen Raketenangriff auf den Norden Israels vorzubereiten. Das teilte gestern die israelische Armee mit. Ziel des Angriffs sollen Stellungen der israelischen Armee im Norden sein. Die Bevölkerung bräuchte sich aber keine Sorgen zu machen, beruhigte die Armee, das normale Alltagsleben könne ungestört fortgesetzt werden.

Nun stellt sich die Frage, wie der Iran auf die Veröffentlichung dieser Pläne reagieren wird. Die Iraner sehen, dass Israel immer einen Schritt voraus ist, und von ihren Angriffsplänen wusste. Es ist gut möglich, dass die Iraner sich jetzt zurückhalten werden, dann was bringt ein Angriff, wenn die andere Seite darauf vorbereitet ist. Außerdem weiß der Iran, dass ein Raketenangriff auf Israel erhebliche Konsequenzen haben wird. es könnte der Beginn eines direkten Krieges zwischen beiden Ländern sein und daran ist der Iran nicht interessiert.

Medienberichten zufolge soll Ministerpräsident Netanjahu die neuen Erkenntnisse bezüglich der iranischen Pläne am Mittwoch veröffentlichen. An diesem Tag wird er sich auch mit dem russischen Präsidenten Putin treffen. Diesmal wird es wohl ein besonders wichtiges Treffen werden. Netanjahu erklärte, dass Israel jeden aggressiven Schritt des Irans bremsen werde. Man werde eine iranische Präsenz in Syrien nicht zulassen. Israel sei an keiner Eskalation interessiert, aber für jedes Szenario vorbereitet. Es sei besser, sich jetzt als später mit der iranischen Bedrohung auseinanderzusetzen.

Unterdessen wurde von arabischen Internetseiten und Netzwerken gemeldet, dass bei einer Explosion eines Autos in Syrien sieben Offiziere der syrischen Luftabwehr ums Leben gekommen seien. Sie gehörten der geheimen Luftabwehreinheit an, die für den Abschuss des israelischen F-16 Kampfflugzeuges vor zwei Monaten verantwortlich war. Allerdings wurden diese Berichte weder dementiert noch bestätigt. (Dov Eilon, ih)

Archivbild: Das Iron Dome Raketenabwehr-System in den Golanhöhen nach dem Absturz des F-16 Kampfflugzeuges (Foto: Hadas Parush/Flash90)



Kategorien:Sicherheit

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