Trump will, dass Israel auf Teile Jerusalems verzichtet


Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat hängt das erste Richtungsschild zur neuen amerikanischen Botschaft auf (Foto: Stadt Jerusalem)

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat hat heute das erste Schild zur US-Botschaft in Jerusalem aufgehängt. Die Vorbereitungen für die festliche Einweihung der neuen amerikanischen Botschaft in Jerusalem laufen auf Hochtouren.

„Dies ist kein Traum, sondern Realität“, sagte Nir Barkat. „Ich bin stolz und aufgeregt, heute früh das erste Schild für die US-Botschaft aufzuhängen, die in der nähsten Woche eröffnet werden wird. Dies ist ein historischer Augenblick, für den ich Präsident Donald Trump sehr dankbar bin. Jerusalem ist die ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes und nun beginnt die Welt, dies zu erkennen.“

(Fotos: Yonatan Sindel/Flash90)

Insgesamt drei Schilder wurden heute in der Nähe der zukünftigen amerikanischen Botschaft angebracht. Vor dem Gebäude der neuen Botschaft, das bisher das amerikanische Konsulat beherbergte, wurden israelische und amerikanische Fahnen angebracht, als Vorbereitung für die feierliche Eröffnung der Botschaft in der kommenden Woche.

In Jerusalem hält man es noch immer für möglich, das Präsident Trump selbst an der Einweihung der neuen Botschaft teilnehmen und dafür für nur einige Stunden nach Israel kommen wird. Allerdings sei diese Möglichkeit einem neuen Bericht des Weißen Hauses zufolge bisher nicht in Erwägung gezogen worden. Andernfalls wird erwartet, dass die große amerikanische Delegation von US-Finanzminister Steve Mnuchin angeführt werden wird. Dabei könnte er von Trumps Tochter Ivanka und seinem Schwiegersohn Jared Kushner begleitet werden.

Israel soll auf Teile Jerusalems verzichten

Nur wenige Monate nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und nur Tage vor dem Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem, berichten israelische Medien, dass US-Präsident Donald Trump nun möchte, dass Israel den Palästinensern einen Teil von der Heiligen Stadt gibt.

Die Trump-Regierung arbeitet seit Monaten an einem neuen Friedensvorschlag für den Nahen Osten, der sich mit den Hauptproblemen wie die Kontrolle über Jerusalem und den palästinensischen Flüchtlingen befassen soll, anstatt sie wie alle anderen Vorschläge bis zum Abschluss der Verhandlungen zu umgehen.

Die israelische Tageszeitung Ma’ariv berichtet, dass der israelische Verteidigungsminister Avigdor Liberman vergangene Woche in Washington über Einzelheiten dieses neuen Vorschlags, insbesondere über Jerusalem, informiert worden sei.

Dem Bericht zufolge wird Israel von Trump aufgefordert werden, auf vier arabische Stadtviertel im Osten Jerusalems zu verzichten. Abu Dis (wo die Palästinensische Autonomiebehörde bereits ein Parlamentsgebäude hat), Isawiya, Shuafat und Jabl Mukabar würden die neue palästinensische Hauptstadt von „Al Quds“ werden. Die Jerusalemer Altstadt soll, wie berichtet wird, unter internationale Aufsicht gestellt werden.

Der Plan würde bereits einige jüdische Viertel wie Pisgat Ze’ev vom Rest des von Israel kontrollierten Jerusalems abschneiden. Einige befürchten, dass dies nur der erste Schritt in Richtung der palästinensischen Autonomiebehörde wäre, die noch größere Teile der Stadt beanspruchen würde.

Es wurde auch berichtet, dass Israel im Gegenzug für die Annahme dieses Vorschlags umfassende und unbestrittene amerikanische Unterstützung bezüglich der atomaren Bedrohung des Iran erhalten würde.

Der Bericht wurde von amerikanischer Seite anderen israelischen Medien gegenüber bestritten.

(JNS und Agenturen)



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