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  • Einwöchige Katastrophenschutzübung für Erdbeben

    In Israel hat am Sonntag eine einwöchige Katastrophenschutzübung für den Fall eines schweren Erdbebens begonnen. Die Bevölkerung müsse auf ein schweres Beben vorbereitet sein, weil sich das Land in einer seismisch sehr aktiven Region befinde, sagte der israelische Heimatschutzminister Avi Dichter im öffentlichen Rundfunk. An der Simulation einer starken Erschütterung mit tausenden Toten und Verletzten beteiligen sich unter anderem die Polizei, die Armee, die Rettungsdienste sowie mehr als 90 Gemeinden.

  • Israel und die USA proben den Ernstfall

    Das bisher grösste amerikanisch-israelische Manöver für Raketenabwehr in Israel «Austere Challenge 12» beginnt am Sonntag. Geprobt wird die Abwehr von Granaten- und Raketenangriffen auf Israel.
    Der Termin war bisher aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden. Zu der Übung waren in den vergangenen Tagen bereits etwa 1000 US-Soldaten in Israel eingetroffen. Weitere 2500 amerikanische Soldaten ausserhalb Israels würden in die Übung eingebunden.
    Bei «Austere Challenge 12» («Ernste Herausforderung») solle unter anderem die Abwehr von Granaten- und Raketenangriffen auf Israel trainiert werden, hatte Generalleutnant Craig Franklin von der US-Luftwaffe am Mittwoch angekündigt.
    Der Iran und seine Verbündeten haben Israel wiederholt mit Raketenbeschuss gedroht, sollte es iranische Atomanlagen angreifen. Das israelische Militär wies jedoch darauf hin, dass das Manöver schon seit mehr als zwei Jahren geplant worden sei und keine Reaktion auf aktuelle Entwicklungen in der Region darstelle.

  • Keine humanitäre Krise in Gaza, sondern in Syrien

    Die israelische Marine hat am Samstag auf dem Mittelmeer ein Schiff abgefangen, dessen Passagiere die Seeblockade gegen den Gazastreifen brechen wollten. Soldaten enterten das Segelschiff „Estelle“ und brachten es in den Hafen der israelischen Küstenstadt Aschdod.
    Die 29 Aktivisten an Bord wollten nach eigenen Angaben Hilfsgüter nach Gaza bringen. Sie hätten zwei Olivenbäume, 41 Tonnen Zement, Bücher, Spielsachen und medizinische Ausrüstung geladen. Aus der israelischen Armee hiess es hingegen, bei einer ersten Durchsuchung der „Estelle“, die unter finnischer Flagge segelt, seien keine humanitären Güter entdeckt worden.
    Zu dem Einsatz der Marine auf dem Mittelmeer teilte das Militär mit: „Die israelischen Marinesoldaten operierten nach Plan und unternahmen jegliche Vorkehrung, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. Nachdem israelische Soldaten, die keine Gewalt anwandten, an Bord des Schiffes gelangt waren, kümmerten sie sich um die Passagiere und boten Essen und Getränke an.“
    Zunächst hätten die Soldaten die Aktivisten an Bord direkt und über diplomatische Kanäle kontaktiert. Doch diese seien nicht gewillt gewesen, mit den israelischen Behörden zusammenzuarbeiten. Sie hätten die Aufforderungen ignoriert, ihren Kurs zu ändern. Daraufhin seien Marinesoldaten an Bord der „Estelle“ gekommen und hätten das Schiff nach Aschdod geleitet. Dies sei „in Übereinstimmung mit dem internationalen Gesetz und mit Richtlinien der israelischen Regierung“ geschehen. Die Aktivisten sollten der Polizei übergeben werden.
    Entgegen der anfänglichen Behauptungen der Aktivisten wurden an Bord keine Hilfsgüter für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen gefunden…

  • In zehn Monaten mehr als 800 Raketen

    Der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen nimmt kein Ende. „Seit Anfang des Jahres wurden aus dem Gazastreifen mehr als 800 Raketen und Mörsergranaten auf Israels Südbezirk abgeschossen“, sagte der Direktor für strategische Angelegenheiten, Yossi Kupperwasser, in einer Pressekonferenz. „Die meisten Raketen kommen nicht mehr von der Hamas, sondern vom islamischen Dschihad.“ Im Durchschnitt wurden in den vergangenen zehn Monaten täglich drei Raketen auf Israel abgeschossen, was in den Medien kaum noch beachtet wird, es sei denn, ein Haus wurde getroffen.
    Dennoch ist der ehemalige hochrangige Militäroffizier Kupperwasser der Meinung, dass eine weitere Operation im Gazastreifen den dortigen Terrorstrukturen nichts anhaben kann. Dies sagte Kupperwasser in Bezug auf Israels gezielte Vergeltungsangriffe gegen die verantwortlichen Terroristen.
    „Wenn die Situation noch schlimmer wird und die Anzahl an Raketen auf Israel rapide ansteigt, müssen wir härter eingreifen. Doch werden wir auch so die Wurzeln des Terrors nicht herausreissen können“, fügte Kupperwasser hinzu. Die radikale Hamasregierung hat in Hinsicht auf das Wohlergehen der palästinensischen Bevölkerung eingesehen, dass es sich nicht lohnt, Israel herauszufordern. Andere Terrorgruppen sind dafür umso aktiver geworden und feuern unermüdlich Raketen auf Israel ab…

  • Schweiz: Dieses neue Drohnen-Funksystem ist bahnbrechend

    Zwei israelische unbemannte Flugkörper werden derzeit von der armasuisse evaluiert. Heute wurde die zweite Drohne vom Typ Hermes 900 den Medien vorgestellt.

  • US-Soldaten zu Manöver mit Israel eingetroffen

    Die ersten von etwa 1000 US-Soldaten sind zum bisher grössten amerikanisch-israelischen Manöver in Israel eingetroffen. Bei der Übung „Austere Challenge“ („Ernste Herausforderung“) solle unter anderem die Abwehr von Granaten- und Raketenangriffen auf Israel trainiert werden, sagte Generalleutnant Craig Franklin von der US-Luftwaffe am Mittwoch in einer telefonischen Pressekonferenz.

    Das Manöver hatte ursprünglich schon im Frühjahr und mit mehr Soldaten stattfinden sollen, war dann aber auf Ende Oktober verlegt worden. Der Iran und seine Verbündeten haben Israel wiederholt mit Raketenbeschuss gedroht, sollte es iranische Atomanlagen angreifen.

  • Israel legte Mindestkalorienzahl für Gaza-Bewohner fest

    Die israelische Armee hat ein Dokument veröffentlicht, mit dem im Jahr 2008 die Mindestmenge an Kalorien für die Bevölkerung im isolierten Gazastreifen festgelegt werden sollte. Die Studie empfahl demnach, dass die Menschen in Gaza 2.279 Kalorien am Tag brauchen, ein Wert nahe der Mindestmarke der Weltgesundheitsorganisation (WHO), um Unterernährung zu vermeiden. Israel blockiert alle Grenzen zum Gazastreifen, seit die radikalislamische Hamas dort im Sommer 2007 die Macht übernahm.

    Das Dokument bezieht sich auf die Blockade-Maßnahmen vor Mai 2010, als ein israelisches Kommando ein Schiff mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen gestürmt und neun Aktivisten getötet hatte. Im folgenden Juni erhöhte Israel die Lebensmitteleinfuhren nach Gaza. Die Herausgabe der Studie war vor Gericht von der Nichtregierungsorganisation Gisha erzwungen worden, die sich für die Bewegungsfreiheit der Palästinenser einsetzt.

    Die Studie legt anhand von Tabellen die nötigen Kalorien nach Alter und Geschlecht fest. Die Autoren vom Geheimdienst und des israelischen Gesundheitsministeriums kommen darin zu dem Schluss, dass etwa 106 Lastwagenladungen mit Lebensmitteln pro Tag reichen sollten, um die Versorgung mit der empfohlenen Kalorienzahl sicherzustellen. Tatsächlich liess Israel zu dieser Zeit laut Gisha nur 67 Lkw pro Tag in den Gazastreifen, eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt.

  • Erstmals Luftabwehrrakete gegen israelischen Helikopter

    Nachschub der Raketen für die Gaza-Terroristen nimmt dramatisch zu. Wie die israelische Armee erst jetzt bestätigt hat, haben die Palästinenser letzte Woche zum ersten Mal eine russische Luftabwehrrakete vom Typ «Strela» (SA-7) gegen einen über den Gazastreifen fliegenden israelischen Helikopter abgefeuert. Der Heli wurde zwar nicht getroffen, doch mit dem Beschuss fanden Geheimdienstinformationen der letzten Jahre ihre praktische Bestätigung: Solche Raketen haben die palästinensischen Terroristen in Gaza, vor allem die Hamas, erreicht. Im vergangenen August, als Terroristen bei einem Angriff an der ägyptischen Grenze sechs israelische Zivilisten und zwei Mitglieder der Sicherheitskräfte töteten, wurde ebenfalls eine Flugabwehrrakete gegen eine Helikopter der israelischen Luftwaffe abgefeuert, der sich an der Jagd auf die Terroristen beteiligt hatte. Auch damals hatte es sich bei dem Geschoss vermutlich um eine «Strela» gehandelt. Diese Rakete erschien zwar schon in den 1960er Jahren, gilt aber immer noch als eine relativ moderne Waffe. Seit dem Zusammenbruch des Regimes Gaddhafi in Libyen hat der Nachschub solcher Raketen in den Gazastreifen vermutlich dramatisch zugenommen.

  • Netanjahu will Siedlungspolitik legalisieren

    Israel will einen Bericht, der die umstrittene Siedlungspolitik im palästinensischen Westjordanland für legal erklärt, nach einem Radiobericht zumindest teilweise billigen. Wie das israelische Radio am Mittwoch meldete, will Regierungschef Benjamin Netanjahu Teile des im Juli veröffentlichten Berichts seinem Kabinett zur… Weiterlesen ›

  • Zwei neue Minerva Zentren in Israel

    Schavan und Minerva-Geschäftsführer Stratmann stellen in Tel Aviv Gewinner der Ausschreibung vor. Künftig wird es zwei neue Minerva-Forschungszentren in Israel geben. Bundesministerin Annette Schavan und Martin Stratmann, Geschäftsführer der Minerva Stiftung, stellten heute auf dem Minerva German-Israeli Science Festival in Jerusalem die Gewinner der Ausschreibung für die neuen Zentren vor.
    Schavan sagte: „Ich bin überzeugt: Das Zentren-Programm wird auch weiterhin nachhaltig zur erfolgreichen Zusammenarbeit deutscher und israelischer Wissenschaftler und Institutionen beitragen und die Vielfalt unserer Kooperation in Wissenschaft und Forschung in beiderseitigem Interesse stärken. Und es wird die Position der Hochtechnologieländer Deutschland und Israel im globalen Innovationswettbewerb stärken.“
    Stratmann erklärte: „Es gibt gute Gründe, ein erfolgreiches Programm auch nach fünfzig Jahren fortzuführen. Eine Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man gewillt ist, die sich wandelnden Anforderungen zu erfüllen. Aus meiner Sicht dient die Minerva Stiftung als Plattform und Hilfsmittel für den ständigen Austausch von Ideen und Wissenschaftlern zwischen Deutschland und Israel. Dafür Verantwortung zu übernehmen, fasziniert mich.“
    Das Thema des Wettbewerbs lautete: „Leben unter extremen Bedingungen“. Ausgewählt wurden Professor Oded Aharonson vom Weizmann Institute of Science und sein Team mit dem Thema „The emergence and evolution of early life unter extreme planetary conditions“. Das neue Minerva Zentrum in Rehovot wird die geologischen Rahmenbedingungen von Leben auf der Erde untersuchen und die geochemischen Prozesse, die für das Entstehen von Leben erforderlich sind. Es geht der Frage nach, inwiefern sich die Bedingungen, unter denen einst Leben entstanden ist, von den heutigen Bedingungen des Lebens unterscheiden. Diese Erkenntnisse können Antworten geben auf die Frage der möglichen Entstehung von Leben ausserhalb der Erde.
    Das andere erfolgreiche Thema ist „Study of the Rule of Law under Extreme conditions“. Das Forschungsanliegen des neuen Minerva Zentrums stellt demokratischer Grundwerte in den Mittelpunkt und will der Frage nachgehen, wie belastbar das Recht unter extremen Bedingungen ist. Rechtsstaatlichkeit in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten, stellt eine Herausforderung für alle demokratisch verfassten Länder dar. Professor Eli Salzberger von der Universität Haifa und sein Team sowie Forscherkollegen von der Universität Hamburg werden ländervergleichend untersuchen, welche Regulierungen das kodifizierte Recht in Krisenzeiten vorsieht: Gleichzeitig wird aber auch empirisch analysiert, wie sich die tatsächliche Umsetzung in Krisen- und Umbruchsituationen darstellt…