Autoren-Archive
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Erfolgreiches Experiment zur Malaria-Bekämpfung
Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben in Afrika erfolgreich eine neue Methode zur Malaria-Bekämpfung getestet. Mithilfe eines zuckerhaltigen toxischen Köders konnten sie eine deutliche Verkleinerung einer Population von Moskitos nachweisen, welche die Krankheit übertragen.
Im westafrikanischen Mali erprobten die Wissenschaftler das System in künstlichen Wasserleitungen, in denen die Mücken natürliche Bedingungen für das Eierlegen vorfanden. Lokale Früchte wie Guaven und Honigmelonen, die attraktiv für die untersuchten Moskito-Arten waren, wurden mit einer toxischen Lösung versehen. Diese enthielt auch Lebensmittelfarbe, damit die Forscher später die Auswirkungen nachvollziehen konnten… -
Tel Aviv: Keine Busse am Schabbat
Ultraorthodoxe Juden in Tel Aviv wehren sich gegen Pläne der Stadtverwaltung, die öffentlichen Buslinien auch in der Nacht zum Samstag zu betreiben. Ihrer Ansicht nach verstösst das gegen das Gebot, den Schabbat zu heiligen. Die Stadtverwaltung weist dagegen darauf hin, dass es am Freitag und Samstag mehr Verkehrsunfälle mit jungen Leuten gebe als an anderen Wochentagen. Man hoffe, die Partybesucher künftig zum Busfahren bewegen zu können. Für die Gegner der Neuregelung erklärte Rabbi Naftali Lubert, das Problem sei nicht der Busverkehr, sondern die Erziehung und Ausbildung der jungen Fahrer. Man müsse noch mehr Zeit investieren, um ihnen beizubringen, dass man sich nicht betrunken ans Steuer setze.
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Israelische Cholera-Klinik in Haiti
Die UNO hat die von der israelischen Hilfsorganisation IsraAID betriebene Klinik im haitianischen Leoganne offiziell zu einer Einrichtung für Cholera-Behandlungen erklärt. Von der Epidemie erfasste Patienten können sich nun dort kurieren lassen.
Infolgedessen hat das aus Israelis, Kanadiern und haitianischen Ortskräften bestehende Team der Klinik nun mit der räumlichen und technischen Erweiterung begonnen. Seit Ende September hat das Familienkrankenhaus Hunderte von Einwohnern des Ortes behandelt, die von dem verheerenden Erdbeben im Januar des Jahres in Mitleidenschaft gezogen worden waren.
In den vergangenen Wochen haben die Ärzte die lokalen Einsatzkräfte und die Gemeinden der Region Leoganne bereits über die Notwendigkeit hygienischer Vorsorgemassnahmen gegen die Cholera unterrichtet. Das Team steht in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden und den UN-Einrichtungen… -
Ukrainische Zeitschrift ehrt israelische Botschafterin
Das ukrainische Magazin „Focus“ hat die israelische Botschafterin Zina Kalay Kleitman unter die zehn einflussreichsten Ausländerinnen in Osteuropa gewählt. Während ihrer Amtszeit war die Visumspflicht zwischen Israel und der Ukraine aufgehoben worden.
Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, hat das renommierte Magazin jedoch bei der Begründung einen anderen Schwerpunkt: Die Israelin sei in die Liste aufgenommen worden, weil sie einen Beitrag dazu geleistet habe, dass „ukrainische Verbrecher, die sich derzeit im Heiligen Land aufhalten“, nun ausgeliefert würden. Kalay Kleitman, die ihre vierjährige Amtszeit im Sommer beendet, sagte allerdings gegenüber der israelischen Zeitung: „Ich bin nicht verantwortlich dafür und weiss nicht, ob wir jemanden auszuliefern haben. Diese Angelegenheit wird auf einer professionellen Ebene behandelt; definitiv nicht von mir oder dem Aussenministerium.“
Die Botschafterin fügte hinzu: „Ich sehe es als Ehre an. Ich habe genauso viel beigetragen wie jeder andere Botschafter oder Diplomat. Ich bin sehr froh, dass das Abkommen zur Aufhebung der Visa während meiner Amtszeit unterzeichnet wurde.“
Der Sprecher des israelischen Aussenministeriums, Jossi Levi, teilte mit, das Ministerium sei „sehr stolz auf unsere Botschafterin in Kiew. Es zeigt, dass ein guter Botschafter seine Handschrift auf dem sozialen und kulturellen Leben des Landes hinterlassen kann, in dem er dient“. -
Israel heisst dreimillionsten Touristen willkommen
Am internationalen Ben-Gurion Flughafen nahe Tel Aviv wurde der dreimillionste Tourist in diesem Jahr begrüsst. Der überraschte Gast kam mit einer Maschine aus dem brasilianischen Sao Paulo. Grund zum Feiern gab es für das Tourismusministerium, weil damit der alte Rekord von 2008 gebrochen werden konnte. Tourismusminister Stas Misezhnikov erwartet bis Ende diesen Jahres insgesamt 3,4 Mio. Touristen in Israel.
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Facebook hilft israelischer Armee
Religiöse Jüdinnen sind in Israel vom Wehrdienst befreit. Deshalb geben sich immer wieder säkulare junge Frauen als strenggläubig aus. Mit Hilfe des sozialen Netzwerkes „Facebook“ hat die Armee in den vergangenen zwei Jahren 1.000 Lügnerinnen überführt.
Ein Militärvertreter teilte am Montag mit, eine Frau habe ihren jüdischen Glauben als Grund für die Wehrdienstverweigerung genannt. Später habe sie über Facebook ein Foto gepostet, auf dem sie die Speisekarte eines nicht-koscheren Lokals in der Hand hält. Eine weitere Kandidatin aktualisierte am Schabbat ihr Profil. Alle überführten Frauen wurden zur Verantwortung gezogen, wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet.
Die Armee hat vor zwei Jahren Ermittler engagiert. Die Einheit wurde in die Abteilung für Informationssicherheit des militärischen Geheimdienstes integriert, heißt es in der offiziellen Wochenzeitung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, „Bamahane“. Sie befasst sich nicht nur mit Wehrpflichtigen, die falsche Angaben machen, sondern sucht auch nach Sicherheitslücken im Informationssystem. Dafür durchforstet sie unter anderem Facebook, MySpace und Twitter. Zudem untersuchen die Ermittler die Abschriften von Hunderten Gesprächen ranghoher Offiziere, um sicherzugehen, dass diese nicht ohne Autorisierung mit Journalisten sprechen. Die neue Einheit soll einen Lügendetektor benutzen dürfen, wenn der Verdacht aufkommt, dass Armeeangehörige Informationen haben durchsickern lassen… -
Regierung unterstützt umweltfreundliche Projekte
Die israelische Regierung hat beschlossen, alle Kilowattstunden aufzukaufen, die von einem neuen Solarenergiefeld in Südisrael produziert werden. Das Nationale Infrastrukturministerium will in den nächsten 20 Jahren 250 Mio. Schekel (ca. 50 Mio. Euro) für die Elektrizität der Arava Solar Power Firma (APC) im Kibbuz Ketura bei Eilat ausgeben. Der Vertragsabschluss steht für die Überwindung bürokratischer Hürden bei der Verwirklichung solcher Projekte. Das Ministerium erwartet, dass jetzt 200 bis 300 neue Solarprojekte, die sich bereits in der Planungsphase befinden, schneller fertig gestellt werden können. Auch die Armee geht mit gutem Beispiel voran: Generalsstabschef Gabi Aschkenasi verkündete, das neue Offiziersausbildungslager werde ein “grünes Lager”: 400 dort errichtete Solarmodule sollen im Jahr bis zu 90.000 Liter Dieselkraftstoff sparen. Die Architektur und Einbeziehung der Stromsparsysteme soll laut Aschkenasi ein neuer Standart der Anlagen in der israelischen Armee werden.
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Haifa: Bau der neuen Umgehungsstrasse abgeschlossen
Nicht nur Naturschützer freuen sich über die neue Umgehungsstrasse und den neuen Carmel Tunnel, der längste seiner Art in Israel, dessen Bau jetzt abgeschlossen werden konnte. Autofahrer profitieren ab nächsten Monat, wenn die Strecke für den Verkehr freigegeben wird, von einer äusserst umweltfreundlichen Unterführung, die den Verkehr durch Haifa, Israels drittgrösste Stadt, erheblich entlasten wird. Die Umgehungsstraße ist ca. 5,6 km lang und verbindet Haifas östliche und westliche Stadtteile. Ein grosser Teil der Strasse ist an der Stelle einer ehemaligen Mülldeponie erbaut. Der Tunnel wurde errichtet, um die Eingriffe in die Landschaft zu minimieren.
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Israelische Komödie gewinnt „Emmy“
Die israelische Sitcom „Ramzor“ hat den „Emmy“ für die beste Komödie gewonnen. Am Montagabend wurden für zehn Kategorien die jeweiligen Gewinner des „Emmy“ bekannt gegeben.
Während die deutschen Filmemacher bei der Preisverleihung leer ausgingen, dürfen israelische Filmproduzenten den zweiten „Emmy“ in der Geschichte feiern. Neben der Sitcom „Ramzor“ war die mit israelischer Beteiligung produzierte argentinische Seifenoper „Ciega a Citas“ nominiert worden (Israelnetz berichtete). Den ersten „Emmy“ in Israels Geschichte gewann 2000 der Dokumentarfilm „Kapo“ von Daniel Paran und Dan Setton.
„Ramzor“ heisst auf Deutsch „Ampel“. Die Farben der Ampel Rot, Gelb und Grün symbolisieren verschiedene Beziehungs-Situationen junger Männer im Alter von Mitte 30. In der Sitcom werden diese Situationen humorvoll verarbeitet… -
Knesset beschliesst Volksabstimmungsgesetz zu annektierten Gebieten
Die Knesset hat am Montag ein Gesetz verabschiedet, dass jegliche Entscheidung über einen Abzug von israelischem Hoheitsgebiet an ein Referendum bindet. Das mit einer Mehrheit von 65 gegen 33 Stimmen (und 22 Enthaltungen) beschlossene Gesetz tritt unmittelbar in Kraft.
Da das Gesetz sich nur auf souveränes israelisches Territorium bezieht, würde für einen Abzug aus Teilen des Westjordanlands eine Volksabstimmung erforderlich sein. Eine solche wäre jedoch für eine Aufgabe Ostjerusalems oder der Golan-Höhen erforderlich, da beide von Israel annektiert wurden. Auch die Abtretung israelischer Gebiete im Rahmen eines Gebietstauschs mit den Palästinensern zur Wahrung der Siedlungsblöcke müsste durch ein Referendum bewilligt werden.
Würde bei zukünftigen Abzugsplänen eine Zweidrittelmehrheit in der Knesset gefunden werden, wäre keine Volksabstimmung fällig.
Das von Likud-Abgeordneten initiierte Gesetz wurde auch von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu unterstützt. Oppositionsführerin Tzipi Livni stimmte mit der grossen Mehrheit ihrer Fraktion dagegen. Den Abgeordneten der Arbeitspartei (AVODA), die der Regierungskoalition angehört, stand es frei, sich ihrem Gewissen nach zu entscheiden. Die meisten von ihnen votierten dagegen; nur ein Avoda-Minister, Shalom Shimhon stimmte dafür, die drei anderen, darunter der Parteivorsitzende Ehud Barak, enthielten sich der Stimme…