Der syrische Diktator Assad hat gedroht, Israel zu vernichten, falls er von den USA angegriffen wird. Das hält Israel nicht davon ab, zahlreichen im Bürgerkrieg verwundeten Syrern das Leben zu retten. Bis Anfang September hat Israel über 150 syrische Verletzte in seinen Krankenhäusern behandelt, darunter das Rambam-Hospital in Haifa (Foto), Siv in Safed und Poria bei Tiberias. Fast täglich fliehen verwundete Syrer an den syrisch-israelischen Grenzübergang Kuneitra auf den Golanhöhen und flehen dort um Hilfe.
Die israelischen Medien berichten von einer syrischen Grossmutter, die mit ihrer neunjährigen Enkelin nach Israel geflohen ist, weil Assads Truppen alle Wege zu den Krankenhäusern in Syrien blockierten. In Israel wurde das syrische Mädchen zuerst im Poria-Krankenhaus behandelt und schliesslich in die chirurgische Abteilung des Rambam-Hospitals gebracht. Namen dürfen nicht veröffentlicht werden, weil die Syrer schliesslich wieder in ihr Heimatland zurückkehren müssen. Ein anderer Syrer in einem israelischen Krankenhaus erzählte im israelischen Rundfunk, dass er nichts Böses in Israel vorgefunden habe: „Assad ist derjenige, der Syrien und Israel spaltet“, erklärte er, „die meisten Araber in Israel, auf den Golanhöhen und Palästina, stammen ursprünglich aus Syrien. Wenn die Grenzen offen wären, hätten wir die Freiheit, uns gegenseitig zu besuchen.“
Der Direktor des Poria-Krankenhauses, Prof. Jakov Farbstein, unterstrich, dass seine Ärzte alle Patienten gleichberechtigt behandelten, egal woher sie kommen: „Wir sehen in jedem Verletzten einen Menschen. Es ist unsere Pflicht und Aufgabe, diesen Menschen in Not zu helfen!“ In Privatgesprächen lobten die in Israel behandelten Syrer Israels menschliche Hilfe und betonten immer wieder, dass Israelis gnädiger als Araber seien: „Zu Hause in Syrien werden wir abgeschlachtet und bei unseren Feinden, den Israelis, finden wir Zuflucht“, betonte ein 30-jähriger Syrer, der mit seinem schwerverletzten Bruder nach Israel gekommen ist. Aus taktischen Gründen hat Israel bisher jegliche offizielle Stellungnahme in Bezug auf das Feldlazarett im Grenzlager 105 auf den Golanhöhen verweigert. (ih)
Kategorien:Gesellschaft
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