250.000-Euro-Preis für Geisteswissenschaftler


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Prof. Michal Biran

Am 26. September 2013 werden in Frankfurt am Main zum zweiten Mal die mit jeweils 250.000 Euro dotierten Anneliese Maier-Forschungspreise verliehen. Die vier Preisträgerinnen und drei Preisträger waren im Januar unter insgesamt 54 Nominierten aus 26 Ländern ausgewählt worden:

Michal Biran aus Israel ist Spezialistin für die Geschichte Eurasiens des 10. bis 14. Jahrhunderts, sie wird mit der Universität Bonn kooperieren.
– Als eine der weltweit führenden Soziologinnen untersucht Eva Illouz aus Israel, welchen Einfluss die Kultur der Moderne und der Kapitalismus auf das Beziehungsverhalten haben. Kooperationspartner ist die Universität Frankfurt. Eva Illouz wird während der Preisverleihung den Festvortrag über „The Secret Form of Emotions: Critical Perspectives on Authenticity in the Era of Capitalism“ halten.
– Die Dänin Marie-Louise Bech Nosch ist eine international renommierte Expertin auf dem Gebiet der antiken Textilforschung. Kooperationspartner ist die Universität Hannover.
– Francis Jeffry Pelletier aus Kanada forscht interdisziplinär in den Bereichen Philosophie, Linguistik und Kognitionswissenschaft. Er wird mit Kollegen von der Universität Bochum kooperieren.
– Der gebürtige Südafrikaner Jean J. du Plessis ist Experte auf dem Gebiet des internationalen Gesellschaftsrechts und wird mit der Universität Münster kooperieren.
– Das Spezialgebiet der weltweit anerkannten indischen Archäologin Himanshu Prabha Ray ist die frühe Geschichte Indiens sowie die maritime Archäologie. Kooperationspartner ist die Universität München.
– Jeffrey W. Sherman aus den USA ist ein international führender Sozialpsychologe, der mathematisierte Modelle für die Messung von Vorurteilen und Stereotypisierungen entwickelt hat. Er wird mit der Universität Freiburg kooperieren.

Preisverleihung: 26.09. um 19:00 Uhr in der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Eisenhower-Rotunde im Hauptgebäude des Campus Westend

Die Preise werden verliehen vom Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Georg Schütte und dem Präsidenten der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines dreitägigen Fachsymposiums (25.-27.09.) statt, an dem neben den Preisträgern und ihren deutschen Kooperationspartnern rund 100 weitere deutsche und internationale Geistes- und Sozialwissenschaftler teilnehmen werden.

Achtung Redaktionen: Die gesamte Veranstaltung ist presseöffentlich mit der Gelegenheit zu Bild- und Tonaufnahmen. Anmeldungen bitte per Mail an: presse@avh.de
Kontakt vor Ort: Lena Schnabel, Tel. +49 160 97287564

Mit dem Anneliese Maier-Forschungspreis unterstützt die Alexander von Humboldt-Stiftung die Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland. Er wird seit 2012 jährlich an herausragende ausländische Wissenschaftler aus allen Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben. Mit dem Preisgeld werden Forschungskooperationen mit Fachkollegen in Deutschland über einen Zeitraum von fünf Jahren finanziert. Die Nominierung erfolgt durch die wissenschaftlichen Kooperationspartner an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 26.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern – unter ihnen 49 Nobelpreisträger.

(JNS / idw)

Der Preis wird aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums finanziert und ist nach der deutschen Philosophin und Wissenschaftshistorikerin Anneliese Maier (geb. 1905 in Tübingen, gest. 1971 in Rom) benannt.



Kategorien:Gesellschaft

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