Israel schenkt Japan neue Anne Frank-Bücher


anne-frank-tagebuchDer mutwillige Vandalismus an Hunderten von Kopien der Anne-Frank-Tagebücher in Bibliotheken von Tokio ist für Japan untypisch, sagte am Donnerstag Israels stellvertretender Botschafter Peleg Lewi bei der Übergabe von mehr als 300 Bücher von und über Anne Frank. Seit Januar wurde in 31 Bibliotheken über 265 demolierte Bücher entdeckt. Betroffen waren auch Dutzende Bücher über Anne Frank. Offenbar unbemerkt wurden in manchen Fällen die Bücher in Lesesälen beschädigt.

Er sagte, dass dieser Akt des Vandalismus möglicherweise auch etwas Gutes hervorbringen könne. Die japanische Gesellschaft werde nun wohl darüber nachdenken, warum das geschehen konnte. Viele Japaner haben sich öffentlich entschieden gegen diesen Zerstörungsakt ausgesprochen.

„Unsere erste Reaktion war eigentlich ein bisschen schockierend“, sagte Peleg Lewi bei der Zeremonie in der Suginami, deren Bibliotheken waren ein Hauptziel der Vandalen. Die Bücher sind ein Geschenk der Botschaft und der jüdischen Gemeinde von Japan.

„Japan ist in Israel bekannt … als Pazifist und als ein sehr sicheres Land. So hatte diese Art von Handlungen wirklich sehr auf uns gewirkt“, wurde er von AFP zitiert. „Aber ich denke, dass jeder versteht, dass es ein einzelner Akt war, denn die nicht das japanische Volk zu verantworten hat“, betont Lewi.

Lokale Medien berichteten letzte Woche, dass in mindestens 308 Kopien des Tagebuchs sowie Publikationen mit Biographie von Anne Frank, NS-Verfolgung der Juden und den weiteren Dokumenten dutzende Seiten herausgerissen worden waren.

Die Offiziellen in Suginami erinnerten daran, dass dieser Ort eine ganz „besondere“ Verbindung mit Anne Frank  hat. Als Annes Vater im Jahr 1976 der örtliche Schule drei Rosen übergab, die das junge Mädchen in einem Versteck gezüchtete.

Die Pflanzen wachsen hier weiter und blühen immer noch jedes Jahr, sagte ein Beamte zu AFP. Lewi mahnte aber auch an: „Die Verbindung zwischen der Geschichte von Anne Frank und Japan kann durch diese Art von Handlungen gebrochen werden .“

Anne Frank, ein deutsche Judin wurde in Frankfurt im Jahr 1929 geboren. In ihrem Tagebuch dokumentierte sie die Ereignisse um ihre Familie, als sie sich während der deutschen Besetzung der Niederlande verstecken mussten. Im Jahr 1933 war sie mit ihrer Familie dorthin geflohen.

Sie wurden gefangen und in Nazi- Konzentrationslager geschickt . Anne und ihre Schwester kamen dort im Jahre 1945 an Typhus ums Lebens.

(JNS, Chaim Stolz)



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