Mehr Mädchen als Jungen wegen Raketenstress geboren


Baby (illustrative / Thinkstock)

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In der von Raketen heimgesuchten südisraelischen Stadt Sderot werden ungewöhnlich viele Mädchen geboren. Das zeigt eine neue Studie. Grund dafür könnte Stress sein. Die Studie verglich die Geburtenstatistik in Sderot mit der in Kiryat Gat zwischen 2001 und 2008. In diesem Zeitraum war nur Sderot von täglichem Raketenbeschuss aus Gaza betroffen. Während dieser Zeit lag das Jungen-Mädchen-Verhältnis in Sderot bei 49,5 Prozent zu 50,5 Prozent. In der Gesamtbevölkerung ist das Verhältnis anders herum (51 Jungen auf 49 Mädchen).

„Die südisraelische Stadt Sderot ist seit 2001 ein konstantes Ziel von Raketen aus dem Gazastreifen“, schrieben die Forscher in ihrer Studie mit dem Titel „Pränataler Stress und Risiko von Spontanaborten“. Das Ziel der Studie war es, zu bewerten, inwieweit Raketen-Warnungen und das Risiko von Fehlgeburten zusammenhängen. Kiryat Gat, das 23,4 Kilometer vom Barzilai Medical-Center entfernt liegt, wurde als Vergleichs-Ort ausgewählt, weil die beiden Städte in ähnlicher Entfernung zum Barzilai Medical-Center liegen.

Die Diskrepanz der Zahlen könnte durch Fehlgeburten verursacht sein, die eher den männlichen Föten als den weiblichen zugeschrieben werden. Denn „weibliche Föten sind in der Regel weniger anfälliger für Stress“, sagt Eyal Anteby, der Leiter der Gynäkologie und Geburtshilfe am Barzilai Medical Center.

Die Studie zeigt auch, dass Mädchen in Sderot in 44 Prozent der Fälle zu einem niedrigeren Geburtsgewicht , von weniger als 2,5kg, neigen im Vergleich zu in Kiryat Gat geborenen Mädchen. Zudem ist in Sderot die Wahrscheinlichkeit für Frühgeburten – vor der 37. Schwangerschaftswoche – doppelt so hoch als in Kiryat Gad.

Die Unterschiede unter den Jungen, die in den beiden Städten geboren wurden, sind weniger ausgeprägt. Das Risiko von Mikrozephalie war bei weiblichen Babys von Sderot fast doppelt so gross und bei männlichen Babys ist es 20% -27% höher.

Die Studie entstand in Zusammenarbeit zwischen der Ben-Gurion-Universität, Abteilung Epidemiologie, dem Barzilai Medical-Center und dem Gertner-Institut für Epidemiologie und Gesundheitspolitikforschung.

(JNS / ih / Arutz Sheva)



Kategorien:Gesellschaft

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