Platz für neue Gebetszettel an der Kotel


.An der Kotel (im Westen „Klagemauer“ genannt) in Jerusalem ist Platz für neue Bitten an den Allmächtigen geschaffen worden. Vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosh Hoshana, das in der kommenden Woche gefeiert wird, wurden die Ritzen im Gemäuer von Zehntausenden Zetteln befreit, die Gläubige aus aller Welt dort deponiert hatte. Die Zettel werden in grossen Säcken gesammelt und auf dem Ölberg begraben.

Nach jüdischer Tradition ist es verboten, geschriebene Gebete zu zerstören oder wie einfachen Müll zu behandeln.

Die Reinigungsaktion findet zweimal jährlich statt, vor dem Neujahrsfest und vor dem Pessachfest.

Nicht nur Juden stecken Zettel in die Mauerritzen, auch Christen nutzen diese besondere Form des Gebets, so auch die Päpste bei ihren Besuchen in Jerusalem.

Die Mauer ist eine der heiligsten Stätten des Judentums. Sie ist die frühere Westmauer des Plateaus des zweiten Jerusalemer Tempels, der sich darüber befand. Ungefähr ein Drittel der Mauer wurde von Römern abgetragen und etwa ein Drittel befindet sich unter der Erdoberfläche. Die Mauer ist nicht – wie häufig angenommen – eine Mauer des Tempels selbst. Die Kotel ist der von Touristen am häufigsten besuchte Ort in Israel. (ih)



Kategorien:Gesellschaft

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