Palästinenser beschützen israelische Polizistin


CLaVr4rVAAA8QDIAls jüdische Siedler und eine Gruppe Palästinenser sich mit Steinen bewerfen, gerät eine israelische Polizistin zwischen die Fronten. Das Bild zweier Palästinenser, die in der Nähe des illegalen Siedler-Aussenpostens Esch Kodesch eine israelische Polizistin beschützen, verbreitet sich im Netz viral. Die Frau war ohne Schutzmontur zwischen die Fronten von israelischen Siedlern und palästinensischen Aktivisten geraten, die sich gegenseitig mit Steinen bewarfen.

Die Aufnahme stammt vom Fotografen Shaul Golan, der für die israelische Zeitung «Yedioth Ahronoth» arbeitet. «In dem Chaos sah ich plötzlich diese junge Beamtin. Sie sah verloren und sehr erschrocken aus. Da näherten sich die beiden sogenannten Feinde, um sie zu schützen. Ich wusste: Das ist ein besonderer Schnappschuss», erzählt Golan dem Nachrichtenportal Al-Jazeera.

Einer der Männer auf dem Bild ist Zakaria Sadah, Mitarbeiter bei der palästinensischen Menschenrechtsorganisation Rabbis. «Ich habe gar nicht auf ihre Uniform geachtet», sagt er. «Ich sah nur eine weinende Frau. Also stellte ich mich an ihre Seite.»

Twitterer finden lobende Worte für die Aktion des Palästinensers: «Kein Israeli würde so etwas für einen Palästinenser tun», schreibt etwa Carole Hawkins. Und Nutzerin Michelle George schreibt: «Das Bild ist ein beeindruckendes Beispiel von Friedenswahrung.» Doch es gibt auch weniger positive Stimmen: «Das Ärgerliche daran ist: Wenn nur Palästinenser Steine geworfen hätten, hätte sie (die Polizistin, Anm. d. Red.) sich an die Waffe an ihrem Gürtel erinnert.»

In der Region kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen israelischen Siedlern und Palästinensern – und dabei auch zu ähnlich aussergewöhnlichen Situationen: Im Januar 2014 retteten ältere Palästinenser in Kfar Kusra eine Gruppe jüdischer Siedler vor einem wütenden Mob. Die Siedler waren zuvor in das Dorf eingedrungen, um palästinensisches Eigentum zu zerstören.

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Nahost

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  1. +++ «Kein Israeli würde so etwas für einen Palästinenser tun»+++

    Äh, doch. Das tun die ständig. Z.B. in dem sie selbst die Palästinenser in ihren Krankenhäusern behandeln, die vorher versucht haben, Israelis abzustechen. Ist auch niedlich, wie Steinewerfer als „Aktivisten“ bezeichnet werden, sobald es sich dabei um Palis handelt.

    Ich finde es jedenfalls toll, dass die beiden Männer die Polizisten beschützt haben. Es wäre schön, wenn es mehr davon gäbe. Dann wäre vielleicht endlich Friede in Sicht.

  2. Weiter so, die Welt braucht mehr dieser Beispiele..nur leider die Erwähnung der Twitterkommetare ist unpassend bzw. überflüssig…da diese einfach auf das Ziel des Beitrags kontraproduktiv wirken…nämlich dass wir letztlich alle nur Menschen sind und ein Miteinander sehr wohl möglich ist

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