Palästinenser rettet Juden das Leben


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Die Machpela, das Grab der jüdischen Vorväter- und Mütter

Fünf amerikanische Touristen, orthodoxe Juden, haben sich im palästinensischen Stadtteil von Hebron auf den Weg zum Grab der Erzväter verirrt. Sie wurden mit Steinen und Molotowcocktails beworfen, da sie vom palästinensischen Mob für jüdische Siedler gehalten wurden. Wer ihnen das Leben rettete war der Palästinenser Fayez Abu Hamdiyeh. „Ich habe auf der Strasse vor meinem Haus ein Schreien gehört. Ich öffnete die Tür und sah fünf Juden ängstlich aus ihrem gesteinigten Auto aussteigen“, erklärte der 51-Jährige Palästinenser Abu Hamdiyeh in den israelischen Medien. „Ich habe zu ihnen geschrien und Zeichen gemacht mir sofort entgegenzurennen. Einer war im Gesicht verletzt und blutete. Ich habe sie beruhigt und versichert, dass sie in meinem Haus sicher seien. Ich gab ihnen Wasser zu trinken und rief sofort die Polizei an.“ Abu Hamdiyeh ist ein bekannter Steinhändler, der mit Israelis zusammenarbeitet und den fünf Juden im Herzen Hebrons das Leben gerettet hat. Nach wenigen Minuten sind die israelischen Soldaten gekommen.

„Wir haben uns wegen dem App „Waze“ in Hebron verfahren“, erklärte einer der fünf amerikanischen Juden. „Wir wurden mit Steinblöcken beworfen. Dann hörten wir eine Stimme in Hebräisch die uns gerufen hat in sein Haus zu rennen. Wir haben alles im Auto gelassen. Unsere Gebetsriemen wurden zerrissen und verbrannt. Wir wurden angegriffen, nur weil wir Juden sind. Gott sein Dank, dass wir leben. Fayez hat uns das Leben gerettet.“ Bis vor wenigen Tagen, war an dieser Stelle ein israelischer Militärposten stationiert. Dieser wurde aufgelöst und der palästinensischen Autonomiepolizei in Hebron übergeben. Der jüdische Siedlerrat in Hebron besteht darauf, dass israelische Soldaten an diese Stelle zurückkehren. „Nur die israelische Armee kann die Religionsfreiheit für alle Menschen garantieren, nicht die palästinensische Polizei“, erklärte der Siedlerrat.

In der palästinensischen Gesellschaft werden Palästinenser, die Juden helfen oft als Kollaborateure abgestempelt, aber daran stört sich Abu Hamdiyeh nicht. „Wer will mich Kollaborateur nennen? Ich habe das richtige gemacht. Das war ein menschlicher Einsatz, denn diese Menschen haben sich in Hebron verfahren. Diejenigen, die auf ihnen Steine geworfen und das Auto verbrannt haben, haben Böses getan. Wir müssen zusammenleben“, fügte der Palästinenser hinzu. Israelische Soldaten und jüdische Siedler haben sich bei Fayez für seinen Einsatz bedankt. „Dies ist nicht das erste Mal, dass Palästinenser Juden das Leben retten. So wie Fayez, setzen sich öfters Palästinenser in Notfällen für Juden ein“, sagte ein israelischer Soldat.  (Aviel Schneider, ih)



Kategorien:Nahost

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