Judoka gewinnen Bronze


Judo

Screenshot YouTube

Bei den Grand-Slam-Turnieren der Judoka in Abu Dhabi haben haben die israelischen Sportler Yarden Gerbi (links im Bild) und Sagi Murki jeweils eine Bronzemedaille gewonnen. Ihre Erfolge haben jedoch einen faden Beigeschmack, denn die Sportler sind offiziell nicht für ihr Heimatland Israel angetreten. Die israelischen Judoka hatten auf ihren Turnieranzügen die Insignien der Internationalen Judo-Föderation abgebildet. Normalerweise müsste hier die Flagge des Heimatlandes zu sehen sein.

Die israelischen Sportler haben sich jedoch dem Druck gebeugt, der von den Vereinten Arabischen Emiraten ausgeübt wurde.

Eine erste Demütigung musste Judoka Shira Rishoni einstecken. Ihre Kontrahentin aus Algerien trat nur gegen sie an, nachdem Rishoni versicherte, dass sie nicht Israel vertrete, sondern die Internationale Judo-Föderation. Bei der Siegerehrung am Ende der Veranstaltung bekamen dann die beiden Sportler Gerbi und Murki ihre Bronzemedaillen ohne Nennung ihres Heimatlandes verliehen.

Yarden Gerbi will sich den Sieg nicht schlecht reden lassen und verteidigte sich in einer Erklärung: „Alle, die sagen, das sei eine Schande, sollten sich schämen. Ich repräsentiere immer mein Land, egal ob man unsere Flagge sieht oder nicht. Die Entscheidung, ohne israelische Flagge anzutreten, ist erst gefallen, als wir in Abu Dhabi angekommen sind. Es handelt sich dabei um eine Sicherheitsvorkehrung. Das war für mich verletzend, aber gleichzeitig habe ich das auch als eine Herausforderung angesehen.“

Die israelische Kultur- und Sportministerin Miri Regev erklärte, sie wolle den Boykott Israels bei grossen Sportveranstaltungen nicht einfach hinnehmen. Bei den Meisterschaften im Windsurfen im Oman im vergangenen Monat musste ein israelischer Teilnehmer ebenfalls ohne Nationalflagge antreten.

Eine weitere israelische Sportlerin stand am Wochenende im Rampenlicht: Die 20-jährige Studentin Nili Block, die beim Jerusalemer Boxclub trainiert, wurde in Belgrad Weltmeisterin im Kickboxen. Sie besiegte im Finale der Klasse bis 60 Kilogramm ihre Kontrahentin aus Kroatien. Nili Block wurde in den USA geboren, wanderte mit ihren Eltern nach Israel ein und bezeichnet sich selbst als religiöse Jüdin. Sie musste ihre Nationalität bei den Titelkämpfen in Serbien nicht verbergen. (ih)



Kategorien:Sport

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