Irans Verstoss gegen Atomabkommen


Im militärischen Hauptquartier in Tel Aviv trat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Montag auf eine in Schwarz gehaltene Bühne, auf der er nur einige wenige Worte auf Hebräisch sprach. Dann wechselte er ins Englische, denn mit seiner Botschaft will Netanyahu die Welt aufrütteln. Dies erfolgte nach einer Sondersitzung des Sicherheitskabinettes, von der wir gestern berichteten.

„Iran lügt dreist“, sagte Netanyahu mit Blick auf die Beteuerungen der iranischen Führung, nicht nach Atomwaffen zu streben  und enthüllte zwei Schränke. In einer Geheimdienstoperation seien in einer unschuldig aussehenden Lagerhalle dutzende Aktenordner mit 55 000 Seiten und 183 CDs sichergestellt worden. Israel hat jetzt neue und schlüssige Beweise, dass Iran sein geheimes Atomwaffenprogramm auch nach dem internationalen Abkommen 2015 weiter betrieben und sogar noch ausgebaut habe. Das geheime Material würde zum Bau von fünf Hiroshima-Bomben reichen, sagte Netanyahu . Auch die Reichweite der atomwaffenfähigen Raketen sei ausgebaut worden, es werde weiter an Langstreckenraketen gearbeitet. Netanyahu zufolge versteckt die Führung in Teheran die Dokumente zu seinem Atomwaffenprogramm, um es zu geeigneter Zeit weiterbetreiben zu können. Ziel sei es, auch Langstreckenraketen mit Atombomben bestücken zu können.

Der Iran habe seine nuklearen Ambitionen nie aufgegeben und verstosse damit gegen das internationale Atomabkommen. Netanyahu bezichtigte die Führung in Teheran am Montag der Lüge über ihre wahren Absichten. In einer im Fernsehen übertragenen Ansprache illustrierte Netanyahu seine Äusserungen mit Schaubildern, die Infografiken und Luftaufnahmen aus dem Iran zeigten.

Netanyahu warf dem Iran vor, umfangreiche Forschungen zum Bau einer Atombombe für einen möglichen künftigen Gebrauch heimlich aufbewahrt zu haben. Dies zeigten Zehntausende Dokumente aus einem geheimen Atomarchiv in Teheran.

US-Aussenminister Mike Pompeo hat die von Israel vorgelegten Geheimdiensterkenntnisse zu einem angeblichen geheimen Atomprogramm des Iran als authentisch bezeichnet. Viel davon sei neu für US-Experten, sagte Pompeo, der bis vergangene Woche noch CIA-Chef war, am Montag auf dem Rückflug von einer Reise in den Nahen Osten. Bei seinem Besuch hatte Pompeo den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu getroffen und sich über das Material informieren lassen.

„Wir haben schon eine Weile von diesem Material gewusst“, sagte Pompeo am Montag. „Es gebe nun aber tausende neue Dokumente und neue Informationen. Die USA sichteten das Material derzeit noch, um das Ausmass abschätzen zu können. Aber es ist der Fall, dass es neue Informationen über dieses Programm gibt“, versicherte er. „Ich weiss, dass es Leute gibt, die sagen, dass diese Dokumente nicht authentisch sind“, sagte Pompeo. Er könne jedoch bestätigen, „dass diese Dokumente echt sind, sie sind authentisch“, betonte der US-Aussenminister.

Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) habe ihre Behörde (noch) keine Kenntnis auf, von aus ihrer Sicht, glaubwürdigen Hinweise auf ein iranisches Atomwaffenprogramm nach 2009. Teilte ein IAEA-Sprecher am Dienstag in Wien mit.

Generalmajor Uzi Dayan über die Enthüllung des iranischen Atomwaffenarsenals im Interview mit dem TV-Sender YNET

האלוף עוזי דיין על חשיפת ארכיון הגרעין של איראן
הדברים נאמרו באולפן YNET

(Chaim Stolz / JNS und Agenturen)



Kategorien:Sicherheit

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