Papst fordert auf den Shabbat zu halten – Rabbi lobt Papst, fordert Menora zurück


Einer der einflussreichsten Rabbiner in Israel hat letzte Woche seine Freude über eine Botschaft des Papstes zum Ausdruck gebracht, in der Christen aufgefordert worden waren, den Shabbat zu halten, genau wie die Juden.

Rabbi Shmuel Eliyahu ist Oberrabiner der Stadt Safed (Tsfat) im Norden des Landes. Er gilt als einer der anerkanntesten Rabbiner im Obersten Rabbiner-Rat, man könnte sagen „rabbinische Hoheit“, denn es handelt sich immerhin um den Sohn des ehemaligen sephardischen Oberrabbiners Israel Mordechai Eliyahu.

Rabbi Eliyahu stellte am Montag einen Clip online, in dem er seinen Zuhörern verkündete: „Ihr werdet es nicht glauben, aber der Papst bittet die Bewohner der Erde, den Shabbat zu begehen, so wie die Juden.“ Rabbi Eliyahu bezog sich hier auf einen TV-Auftritt des Papstes bei der Sendung 60 Minutes, wo er den destruktiven Weg der modernen Gesellschaft anprangerte und die Christen daran erinnerte, dass selbst Gott von seiner Arbeit ausruhte. Bis auf den heutigen Tag ist dieser Tag den Juden heilig. „Am Samstag ruht man sich aus. Einen Tag in der Woche, das ist das Mindeste! Aus Dankbarkeit, um Gott anzubeten, um Zeit mit der Familie zu verbringen, um zu spielen, um all diese Dinge zu tun. Wir sind doch keine Maschinen!“

Rabbi Eliyahu erklärte, diese Entwicklung sei „unglaublich. Jene, die einst verkündeten, dass man den Sabbat nicht halten werde, verstehen jetzt, welchen Wert der Shabbat hat.“

Wenn die Dinge so weiterliefen wie jetzt, meinte der Rabbi, dann sei es „verwunderlich, wenn der Papst uns bald die Tempel-Menora zurückgeben würde. Wer weiss, vielleicht werden sogar die Araber zur Besinnung kommen und den Tempelberg räumen, damit wir dort unseren Tempel bauen können, vielleicht begreifen sie, dass der Tempel der Welt Segen bringen wird.“

Wer hat die Menora?

Viele orthodoxe Juden glauben, dass die Menora und andere Stücke aus dem Tempel seit Jahrtausenden in Rom lagern. Dem jüdischen Geschichtsschreiber Josephus zufolge seien die Tempelschätze von den Römern nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr. geplündert und später in Kaiser Vespasians Friedenstempel platziert worden.

Ein weiterer Rabbi, Levi Sudri, der ebenfalls ein YouTube Video postete, warnt, dass der Coronavirus nicht abklingen werde, bis nicht der Vatikan die Tempel-Menora zurückgebe und damit Israel erlaube, seiner göttlichen Bestimmung nachzukommen.

Rabbi Sudri in seiner Ansprache, die er zunächst auf Hebräisch hielt und dann noch einmal auf Italienisch wiederholte: „Dies ist eine historische Gelegenheit, in der die Welt in ihren rechtmässigen Stand gebracht werden kann und der Coronavirus gestoppt werden kann, bevor er die Menschheit zerstört. Die Antwort der globalen politischen, medizinischen und wissenschaftlichen Gemeinden im Angesicht der momentanen Pandemie ist nobel und vonnöten. Wir bitten den Vatikan, die Nation Israel dazu zu befähigen, ihren Teil zu tun, über die Entwicklung eines Impfstoffes hinaus und die Quarantäne, die in Israel derzeit durchgeführt wird.“ „Die Wiederherstellung der Tempeldienste wird den Fels und Erlöser Israels krönen und damit die Bemühungen fertigstellen, die nötig sind, um der Menschheit die geschichtliche Wende zu bescheren, nach der sie sich sehnt.“ (Ryan Jones, ih)

 



Kategorien:Gesellschaft

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