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  • Abgeschossene Drohne stammt vermutlich aus iranischer Produktion

    Bis Sonntagmorgen gaben israelische Militärkreise sich recht zugeknöpft in Bezug auf die Herkunft des unbemannten Aufklärungsflugzeugs («Drohne), das die Luftwaffe (IAF) am Samstag über dem Yatir-Wald im Süden Israels abgeschossen hat. Armeesprecher Yoav Mordechai erklärte, das Flugobjekt sei die ganze Zeit von israelischen Kampfflugzeugen beobachtet und begleitet worden. Die IAF-Maschinen hatten den aus dem Luftraum über dem Gazastreifen nach Israel eingedrungenen Flugkörper während rund 20 Minuten auf einer Strecke von rund 56 Kilometern verfolgt, bevor der Befehl zum Abschuss über eine unbevölkerte Gegend erteilt wurde…

  • US-Bürger tötete heute morgen Mitarbeiter eines Club Hotels in Eilat

    Ein amerikanischer Staatsbürger eröffnete am Freitagmorgen das Feuer in einem Hotel in Elat und tötete mindestens ein Mitarbeiter des Hotels. Die Polizei vermutet, dass die Ursachen der Schiesserei ein arbeitsbedingter Streit war. Die Verhandlungen der Polizei mit den Schützen, welcher sich in der Hotelküche verschanzt hat, sind im Gange.

    Frühere Berichte über Aussagen von Mitarbeitern des Leonardo Club Hotel in Eilat, dass der Schütze Geiseln in seiner Gewalt habe, konnten nach ersten Abklärungen von der Polizei ausgeschlossen werden. Zur Zeit sind Grossaufgebot der Polizei und des Magen David Adom im Bereich des Hotels im Einsatz.

    Israel Radio berichtete, dass der Schütze wahrscheinlich ein Tourist ist, und dass er sowie seine Frau für längere Zeit im Hotel verweilen wollten. Anderen Information zur Folge, seien die Amerikaner in einem Alija-Projekt beteiligt und hatten im Hotel gearbeitet.

  • Sternesystem für israelische Hotels

    Israel führt das europäische Bewertungssystem für Hotels ein. Um Touristen die Möglichkeit zu geben, Preis und Komfort der Hotels vergleichen zu können, hat die Knesset sich zu dieser Massnahme entschieden.
    Nach 20 Jahren soll es in Israel wieder ein einheitliches Bewertungssystem für Hotels geben, berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Das Ministerium für Tourismus hatte dies vorgeschlagen und sich durchgesetzt. Nun werden die israelischen Hotels nach europäischen Standards mit 1 bis 5 Sternen bewertet. Die Richtlinien dafür legt das Tourismusministerium fest.
    Israel ist das elfte Land, das dieses System unter Aufsicht einer internationalen Gesellschaft einführt. Die Hotels können sich freiwillig für das Verfahren melden und werden anhand 270 verschiedener Kriterien bewertet. Innerhalb von 45 Tagen wird der Prüfungsprozess abgeschlossen. Dabei finanziert das Tourismusministerium die erste Prüfung. Alle weiteren Prüfungen und Berichtigungen müssen vom Hotel selbst bezahlt werden. Das Ranking wird alle drei Jahre kontrolliert. Lediglich der Wunsch der Hotelbetreiber, schon eher hochgestuft zu werden, führt zu einer vorzeitigen Überprüfung…

  • Petition gegen Inhaftierung von Sudanesen

    Sechs Menschenrechtsgruppen haben eine Petition beim Jerusalemer Bezirksgericht eingereicht. Das Gesuch wendet sich gegen den Plan von Innenminister Eli Jischai, beginnend am 15. Oktober rund 15.000 sudanesische Asylsuchende zu inhaftieren.
    Die Petition enthielt auch die Meinung des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen, welcher betonte, Jischais Aussage, die Sudanesen seien keine Flüchtlinge, sei unbegründet. Das meldet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Das Leben der Asylsuchenden sei in Gefahr, wenn sie gezwungen würden, in ihr Land zurückzukehren. Eine Inhaftierung der Migranten solle nur der „letzte Ausweg“ sein.
    Die Menschenrechtsgruppen nannten den Plan, „das Leben der Afrikaner elend zu machen“, bis sie das Land freiwillig verlassen, „hysterisch und barbarisch“. Zudem sei es derzeit „legal und praktisch“ nicht möglich, Sudanesen in ihr Land zu schicken, weil Israel keine diplomatischen Beziehungen mit dem Staat habe. Nur der Verteidigungsminister, Ehud Barak, sei berechtigt, unter Berücksichtigung des Einwanderungsgesetzes einen solchen Vorstoss, den der Inhaftierung, anzuordnen.
    Jischai sagte laut „Yediot Aharonot“: „Das Einwanderungsproblem ist eines unserer schwersten Probleme und es bedroht die Zukunft und die Identität des jüdischen und zionistischen Staats. Es ist meine Aufgabe als Innenminister, alles zu tun, um die Eindringlinge zurückzuschicken. Auch wenn der Preis dafür Kritik ist.“ Er werde nicht aufhören, so zu agieren, „bis der letzte Eindringling in sein Land zurückgekehrt ist, sei es der Nordsudan, Eritrea oder ein anderes Land“.
    Unterdessen fällt die Zahl der illegalen Einwanderer, die über die Grenze von Ägypten nach Israel kommen, weiter. Im September seien es nur 122 gewesen, schreibt die Tageszeitung „Jerusalem Post“ unter Berufung auf die israelische Behörde für Bevölkerung, Immigration und Grenzen (PIBA). Im August seien nur 199 Einwanderer nach Israel gekommen, im Juli waren es 268 Menschen. Im Vergleich dazu überquerten im August 2010 hingegen 1.330 Menschen ohne Genehmigung die Grenze zu Israel, im gleichen Monat im Jahr 2011 waren es 2.000…

  • Israelische Exporte in die EU eingestürzt

    Von Juli bis August dieses Jahres sind die israelischen Exporte in die Europäische Union um 21 Prozent gefallen, so ein Bericht des israelischen Exportinstituts. Dieser rasante Absturz kann teilweise durch den Kursverfall des Euros im Vergleich zum Dollar erklärt werden. Ein anderer wichtiger Grund ist die anhaltende Krise im Euroraum, unter der vor allem die Luxusgüterindustrie Israels leidet, so fiel der Export von Diamanten um 23 Prozent. Die einzige Branche, die ein positives Exportergebnis mit Europa vorweisen konnte, ist der Dienstleistungssektor, der durch den Verkauf von Software und Kooperationen bei Forschung und Entwicklung um neun Prozent im Gesamtjahr steigen konnte.
    Positive Trends gibt es jedoch bei der Ausfuhr nach Brasilien und Russland, die mit 31 Prozent und 23 Prozent an der Spitze der wachsenden Handelspartner Israels stehen. Auch hat sich Nigeria zu einem wichtigen Handelspartner Israels entwickelt…

  • Weiterer Erfolg für Alternative zur Dunklen Materie

    Die elliptische Galaxie NGC 720 – hier konnte Milgrom exemplarisch zeigen, dass seine modifizierte Gravitationstheorie die Bewegung von Gas und Sternen ebenso gut erklären kann wie die Annahme zusätzlicher Dunkler Materie.

    Etwa achtzig Prozent der Materie besteht aus bislang unbekannten Elementarteilchen. Diese Dunkle Materie hält mit ihrer Schwerkraft Galaxien und Galaxienhaufen zusammen. So das Standardmodell der heutigen Kosmologie. Doch es gibt einen Gegenentwurf: Die Modifizierte Newtonsche Dynamik – kurz MOND – versucht mit einer kleinen Korrektur des Schwerkraftgesetzes die Beobachtungen zu erklären. Diese alternative Theorie hat jetzt erheblichen Aufwind bekommen. Mordehai Milgrom vom Weizmann-Institut für Wissenschaften in Rechovot, Israel, zeigt im Fachblatt „Physical Review Letters“ exemplarisch bei zwei besonders gut untersuchten elliptischen Galaxien, dass die von ihm entwickelte Theorie die Bewegung von Gas und Sternen ohne Zuhilfenahme mysteriöser dunkler Elementarteilchen erklären kann.
    Bereits in den 1930er Jahren fiel den Astronomen auf, dass sich Sterne in Galaxien sowie Galaxien in Galaxienhaufen viel zu schnell bewegen. Die Schwerkraft der sichtbaren Materie würde nicht ausreichen, um der Fliehkraft entgegenzuwirken und Galaxien und Galaxienhaufen zusammenzuhalten. Deshalb postulierte man die Existenz einer unsichtbaren Materiekomponente, der Dunklen Materie. Als Alternative entwickelte Milgrom 1983 seine modifizierte Gravitationstheorie. Bei sehr geringen Beschleunigungen, so sein Ansatz, ist die Schwerkraft stärker als es die klassische Theorie vorhersagt.
    Sowohl für Spiralgalaxien als auch für Galaxienhaufen liefert MOND gute Ergebnisse. Nun konnte Milgrom zeigen, dass sich auch die Bewegung in elliptischen Galaxien mit seiner Theorie erklären lässt. Dazu nutzte er die Sternsysteme NGC 720 und NGC 1521, deren Bewegungen – und damit deren Gravitationsfeld – extrem genau bekannt ist. Ohne Dunkle Materie gelang es Milgrom, die Bewegungen mit seiner modifizierten Newtonschen Dynamik zu rekonstruieren.
    Milgrom betont, dass Spiralgalaxien und elliptische Galaxien auf unterschiedliche Weise entstanden sind. „Es beginnt mit kleinen Galaxien, die zusammenstossen und verschmelzen“, erläutert der Forscher. „Im Verlauf dieser stürmischen Entwicklung sind Dunkle Materie und normale Materie diesen Prozessen unterschiedlich unterworfen.“ Die Dunkle Materie sollte also in Spiralgalaxien und in elliptischen Galaxien verschieden verteilt sein. Ist sie aber nicht, „und das ist ein schwacher Punkt im Bild der Dunklen Materie.“ Milgroms MOND-Theorie dagegen erklärt diese Übereinstimmung ganz zwanglos…

  • Israel versetzt Armee in Alarmbereitschaft

    Israels Streitkräfte reagieren zunehmend nervös auf die Kämpfe in Syrien unweit der eigenen Grenze. Nachdem die Golan-Höhen von Granaten aus Syrien getroffen wurden, hat die Armee Beschwerde bei der UN eingereicht.
    An der Waffenstillstandslinie auf den von Israel kontrollierten Golanhöhen versammelten sich am Mittwoch Dutzende bewaffneter Männer. Die israelischen Behörden versetzten daraufhin die Streitkräfte in der Region in Alarmbereitschaft und schlossen einen Ausflugspunkt. Israelische Sicherheitskräfte bezeichneten die Lage als unklar. So sei nicht bekannt, ob es sich bei den Männern in ziviler Kleidung um syrische Soldaten oder Rebellen handelte. Es habe keine Versuche gegeben, die Waffenstillstandslinie mit Gewalt zu überschreiten.
    Am Dienstag waren die Golan-Höhen von Granaten getroffen worden, die offenbar im Konflikt zwischen Armee und Rebellen in Syrien abgefeuert wurden. Mehrere Mörsergranaten hätten am Morgen die Golan-Höhen getroffen, sagte ein Sprecher der israelischen Armee. Es habe keine Schäden oder Opfer gegeben. Demnach sollten die Granaten offenbar Dörfer in Syrien treffen und schlugen versehentlich in dem von Israel besetzten Gebiet ein.
    Die israelische Armee habe bei der für die Grenzüberwachung zuständige UN-Truppe Beschwerde eingereicht, sagte der Sprecher. Israel werde es nicht hinnehmen, von Syrien aus unter Beschuss zu geraten.
    Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei Angriffen von Aufständischen auf Strassensperren der syrischen Armee in Dörfern nahe den besetzten Golan-Höhen mindestens fünf Soldaten und zwei Rebellen getötet. Demnach fanden die Kämpfe in zwei Ortschaften in dem Teil des Golan statt, der nicht von Israel besetzt ist.

  • Iran feuert auf eigene Flugzeuge

    Im Fall eines Kriegs gegen Israel gibt sich die iranische Führung stets siegessicher. Doch laut US-Geheimdiensten ist sie derart nervös, dass ihren Truppen grobe Schnitzer unterlaufen. Flugzeuge stürzen im Iran leider mit einer gewissen Regelmässigkeit ab. Hauptgrund für die vielen Unfälle sind fehlende Ersatzteile, die aufgrund von internationalen Wirtschaftssanktionen nicht beschafft werden können. Laut US-Geheimdienstinformationen ist in den vergangenen Jahren noch eine weitere Gefahrenquelle hinzugekommen: die eigene Luftabwehr.
    Gemäss «New York Times», der das geheime Pentagon-Papier über «Betriebspannen bei der iranischen Luftabwehr» vorliegt, ging 2007 in Teheran die Angst vor einem Militärschlag um. Im September hatte die israelische Luftwaffe einen halbfertigen Atomreaktor in Syrien bombardiert und über dem Mittelmeer Grossmanöver abgehalten. Beobachter spekulierten damals über einen unmittelbar bevorstehenden Angriff auf die iranische Urananreicherungs-Anlage in Natanz….

  • Haaretz – Mitarbeiter im Streik

    Die Belegschaft der linksliberalen israelischen Zeitung „Haaretz“ ist aus Protest gegen geplante Entlassungen in den Streik getreten. Die hebräische Printausgabe des Traditionsblattes erschien am Donnerstag nicht. Nach Medienberichten sollen etwa hundert Mitarbeiter von „Haaretz“ schrittweise entlassen werden. Der Herausgeber Amos Schocken teilte mit, angesichts des wirtschaftlichen Drucks auf das Zeitungsgeschäft sei es unumgänglich, sich von Mitarbeitern zu trennen.
    „Es ist bedauerlich, dass die Gewerkschaft nicht versteht, dass etwas im Nachrichtengeschäft passiert, das uns zwingt, die Ausgaben der Geschäftsrealität anzupassen“, sagte Schoken nach Angaben seiner Zeitung. Die auf Englisch und Hebräisch veröffentlichte Zeitung „Haaretz“ (Das Land), die auch online erscheint, wurde 1918 gegründet. Sie gilt als regierungskritisches Qualitätsblatt. Am Freitag sollte die Druckausgabe zunächst wieder normal erscheinen.

  • Gibt es verfrühte Neuwahlen?

    Die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu versucht derzeit, sich auf den umstrittenen Staatshaushalt zu einigen. Sollte die Regierungskoalition zu keiner Übereinkunft bezüglich der Kürzungen im Budget kommen, werden vorgezogene Wahlen im Frühjahr stattfinden. Israels Finanzminister Yuval Steinitz besteht auf drastische Kürzungen, womit die Koalitionspartner nicht einverstanden sind. Darüber hinaus macht auch die internationale Wirtschaftskrise Israel Sorgen.
    „Wenn wir uns nicht auf die Kürzungen im Staatshaushalt einigen, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als Neuwahlen auszurufen“, erklärte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Die Steuern will Steinitz nicht erhöhen, er überlege jedoch, die Mehrwertsteuer im Sommer 2013 um einen Prozent auf 18 Prozent zu erhöhen. Dies würde der Staatskasse umgerechnet knapp eine Milliarde Euro einbringen…