Halte deine Klappe!


24429NICHT ALLES MUSS SOFORT GESAGT WERDEN…

Unsere Weisen lehrten uns durch die folgenden Ausführungen eines Midrasch (Midrasch Raba – Heilige Auslegung der 5 Bücher Moses) einen sehr wichtigen Punkt für ein gutes und erfolgreiches Leben. Dieser besagt, dass ein Mensch sich stets zweimal überlegen sollte, was er ausspricht. Den Grund dafür entnehmen wir aus der Kabbala; dort heisst es, dass es im Himmel Engel gibt, deren Aufgabe darin besteht, stets: AMEN, also SO SEI ES, zu sagen sobald ein Mensch etwas ausgesprochen  hat.

Wenn wir es uns also zur Gewohnheit machen würden, nur Gutes zu sagen, dann würden wir mit Sicherheit auch nur Gutes erfahren, da diese Engel bestimmt stets:   AMEN, also SO SEI ES erwiderten würden.

Im Umkehrschluss kann uns das Wissen über diese Engel auch in Gefahr bringen, wenn wir fahrlässig oder gleichgültig mit unserer Sprache umgehen, also immer gleich alles aussprechen, was uns in den Sinn kommt.

Um das Gesagte besser zu verstehen, werden wir uns nun den Midrasch zuwenden.

Im Judentum ist es eine Pflicht, jeden Jungen am achten Tag nach seiner Geburt beschneiden zu lassen, also die so genannte Brit Mila (Bund der Beschneidung) zu vollziehen. Wie wir alle wissen, war der erste Mann, dem dieses Gebot aufgetragen wurde und der es auch als Erster vollzog, unser Vorvater Abraham. Und als ihm seine Frau Sara ihren gemeinsamen Sohn Isaak gebar, war dieser der erste Junge, der der Halacha entsprechend an seinem achten Lebenstag beschnitten wurde.

Abraham hatte aber auch noch einen älteren Sohn Ismael, den er mit Hagar, der Magd Abrahams und Saras, gezeugt hatte.

Als Ismael im Alter von 13 Jahren sah und verstand, dass sein Vater Abraham sich selbst beschnitten hatte und dann auch die Brit Mila an Isaak nach acht Tagen vollzog, entschloss er sich, sich selbst auch zu beschneiden. So beschnitt sich Ismael also eigenhändig im Alter von 13 Jahren.

Nach Jahren kam es dann zu einem Gespräch zwischen dem inzwischen 50 Jahre alten Ismael und dem 37 Jahre alten Isaak.

In diesem Gespräch machte Ismael seinem Halbbruder Isaak den Vorwurf, ein Weichling zu sein und sagte: „Du bildest dir immer etwas darauf ein, dass du der erste Mensch warst, der aus halachischer Sicht richtig beschnitten worden ist, also am achten Lebenstag! Aber in Wahrheit brauchst du dir darauf nichts einbilden, denn ich bin im Gegensatz zu dir ein Held! Ich habe mich im Alter von 13 Jahren selbst beschnitten! Und das miti vollen Bewusstsein und Verständnis für die Sache! Du hingegen warst acht Tage alt; du kannst dich an nichts erinnern …!“

Isaak sagte daraufhin: „Was!? Das ist jetzt wohl ein Scherz! Du bildest dir also nun ein, ein Held zu sein, nur weil du dich selbst beschnitten hast!!! Was ist daran schon so besonders? Ich wäre sogar bereit, mich als Opfergabe für Gott auf einem Altar hinrichten zu lassen!“

Und genau in dieser Sekunde sprach ein Engel: „Amen, also so sei es!“

Wie jeder weiss, wurde Isaak dann auch wirklich vor diese Glaubensprüfung gestellt, da ihn sein Vater tatsächlich als Opfergabe für Gott auf einem Altar schächten wollte…

Hier ging alles noch mal glimpflich aus, aber im Leben gibt es leider nicht immer ein happy end. Daher sollten wir ab jetzt alle gemeinsam versuchen, nur Gutes zu sagen und stets unseren Nächsten zu segnen und auf diese Weise eine schönere Welt zu erschaffen, in der es sich für alle lohnt zu leben …

AMEN, also SO SEI ES !!!

(von Rabbi David Kraus)



Kategorien:Gesellschaft

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1 Antwort

  1. Es macht mir offen gestanden Mühe, einen solchen Quatsch zu lesen.

    Diese ganze Beschneidungsfokussiertheit im Judentum ist für mich schlicht abstoßend. Das ganze wirkt auf mich wie ein um einen primitiven Beschneidismus herumgestrickte Religion.

    Wir haben im laufenden Jahr allein in Israel in Folge von Beschneidungen bereits Todes- und Verstümmelungsfälle, warum ist man im Judentum nicht dazu in der Lage, dieses abscheuliche (und in meiner Wahrnehmung höchst anzügliche und anrüchtige) „Ritual“ endlich mal über Bord zu werfen? Andere Religionen sind auch dazu in der Lage, auszumisten.

    Und diese Sucht, hier „drollige Sprüche“ zu machen, weist für mich deutlich auf eine kognitive Dissonanz hin, die hier aufgelöst wird. Die Leute WISSEN, daß die Beschneidung inakzeptabler Kindesmißbrauch und sexuellle Notzucht ist, und sie spotten darüber, um mit schäbigem Gelächter das eigene Gewissen plattzudröhnen.

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