Kaduri und der Traum


Eine Meldung sorgt für Schlagzeilen. .Hunderttausend ultraorthodoxe Juden haben sich eine Woche nach der Beerdigung von Rabbi Ovadia (Abdullah) Yosef zum Ende der siebentägigen Schiva-Trauerzeit am Sonntag in Jerusalem versammelt. Nach wie vor ist das Leben und Wirken des einflussreichen Oberhauptes der sephardischen Juden in israelischen Medien ein Thema. So macht eine Anekdote derzeit die Runde, die zunächst in religiösen Blättern und nun sogar von säkularen Zeitungen aufgegriffen wurde:

Als David Kaduri, der Sohn des vor sieben Jahren verstorbenen Thoragelehrten Rabbi Itzchak Kaduri († 108), der trauernden Familie Josefs zur Beileidsbekundung einen Besuch abstattete, erzählte David ihnen, er habe seinen Vater Itzchak im Traum gesehen. Dieser hätte ihm gesagt: „Alle Grossen und Weisen der Welt haben Rabbi Ovadja Josef im Himmel begrüsst und willkommen geheissen, nicht aber ich“.

Natürlich wollten die Trauergäste wissen, wieso Izchak Kaduri Ovadia Yosefnicht im Himmel begrüsst habe. Die Antwort: Er befände sich „in einer anderen Abteilung“. „Ich bin in der chassidischen Abteilung und von dort war es für mich unmöglich beim Empfang Josefs dabei zu sein“, soll Izchak seinem Sohn David Kaduri im Traum gesagt haben.

Die orthodoxe Webseite Kikarhashabat hat diese Meldung als erstes gebracht, sie verbreitete sich daraufhin in Windeseile in allen möglichen Medien im Lande.

kaduri

Der 2006 verstorbene weise Thoragelehrte Rabbi Izchak Kaduri.

(ih)



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