Trump kürzt Hilfen für Palästinenser


Eines wird immer deutlicher – Donald Trumps Drohungen sollte man durchaus ernst nehmen. Jahrzehntelang haben Diktatoren und Clanchefs des Nahen Ostens jegliche amerikanische Drohungen in den Wind geschlagen, da sie wussten, dass das Land diese nicht wahrmachen würde.

Vielleicht waren diplomatische Bedenken der Grund für die nicht ernstzunehmenden Drohungen der Präsidenten Bush und Obama, aber warum haben sie dann überhaupt Drohungen ausgesprochen? Man könnte es für kontraproduktiv halten, zu drohen, rote Linien zu ziehen, aber diese dann selbst zu ignorieren, wenn ihr Erfolg ausblieb.

Diese Tage sind nun unter Trump vorbei und die Palästinenser mussten diese Lektion am eigenen Leib erfahren.

Am letzten Donnerstag twitterte Präsident Trump, dass er die Nützlichkeit der amerikanischen Finanzhilfe für die Palästinenser in Frage stellt, da diese weiterhin gegen Israel hetzen und kein Interesse haben, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Nur wenige Tage später wurde bekannt, dass Trump die Zahlungen an die UNRWA, die für palästinensische „Flüchtlinge“ verantwortliche UN-Organisation, deutlich gesenkt hatte. Bisher hatte die USA etwa ein Viertel der Kosten der UNRWA gedeckt.

Drei westliche Diplomaten bestätigten gegenüber dem israelischen Fernsehkanal 10, dass Präsident Trump $125 des Jahresbeitrags an die UNRWA eingefroren hat, was etwa einem Drittel der jährlichen US-Zahlungen an die Organisation entspricht. Die Quellen fügten hinzu, dass Trump die Kürzungen auf $180 Millionen erhöhen kann, wenn die palästinensische Autonomiebehörde nicht einwilligt den Friedensprozess neu zu starten.

Die UNRWA wird bereits seit langem dafür kritisiert, sich von den radikalen Elementen der Palästinenser ausnutzen zu lassen. Die Schulbücher in den Schulen der Organisation predigen nach vor Hass gegen Juden und die Gebäude dienen den palästinensischen Militärs als Unterschlupf und Lager für Raketen und Waffen.

Die Staatsführer westlicher Länder sind sich über die Missstände in der palästinensischen Politik und der UNRWA bewusst, aber haben bisher kaum Konsequenzen gezogen, da sie die Wut der arabischen „Strasse“ fürchten. (ih)

Bild: Pal’stinenser werde Schuhe auf eij Posrer mit dem Bild von Trump während eines Protestes gegen ihn im Februar 2017 in Hebron (Foto: Wisam Hashlamoun/Flash90)



Kategorien:Nahost

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