9.000 Jahre alte Stadt im Jerusalem-Tal entdeckt


Die Fundstätte Motza liegt am Fuße der Jerusalemer Hügel (Foto: Maglanist)

In Motza, am Fusse der Jerusalemer Hügel, sind Archäologen auf die Überreste einer ehemals weitläufigen und wohlhabenden Stadt aus der Jungsteinzeit gestossen. Das Gelände mit Dutzenden von Steinhäusern und Skelettresten wurde während der Vorbereitungsarbeiten für eine neue Strasse entdeckt, berichtet die israelische Zeitung „Ha’aretz“. Prächtigere Gebäude könnten Tempel gewesen sein.

In ihrer Blütezeit könnten bis zu 1.000 Menschen in der Stadt gewohnt haben. Sie zieht sich 500 Meter in die Länge. Ein Rätsel bleibe bislang, warum der Ort nach 400 Jahren verlassen wurde – und erst 5.000 Jahre später in der Zeit der römischen Herrschaft erneut zur Blüte gelangte.

Die Stadt wurde am Zusammenfluss zweier Bäche errichtet. Die Bewohner stellten ihre Steinziegel mit Feuersteinwerkzeugen her, und rammten offensichtlich Holzpfähle in Risse von natürlichem Gestein, um dieses zu brechen. Die Steinziegel wurden mit Schlamm zementiert. Bei jeder Winterregenzeit mussten die Wände neu gewartet werden.

Der Ort Motza ist nicht die einzige grosse Siedlung aus dieser Zeit, erklärt Hamudi Chalaili von der Altertumsbehörde im Gespräch mit „Ha‘aretz“. Es gebe weitere Siedlungen, hauptsächlich in Jordanien, aber die seien nicht gründlich ausgegraben. Auch in Israel seien weitere vorhanden, etwa im ehemals sumpfigen Hula-Tal.

„Jungsteinzeitliche Siedlungen blühten damals“, sagt Chalaili. Die Menschen errichteten zu jener Zeit bereits öffentliche Plätze mit einer monumentalen Bauweise. Die Verarbeitung sei sehr sorgfältig gewesen.

 



Kategorien:Wissenschaft

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