Wien macht anti-israelischen Aktivisten einen Strich durch die Rechnung


Wien hat beschlossen, nicht mit antisemitischen BDS-Unterstützern zu kooperieren (Foto:Michoff, Pixabay)

Die sogenannte Israelische Apartheidwoche will auf angebliche Apartheid-Politik des jüdischen Staates aufmerksam machen und sucht weltweit Unterstüzung für die palästinensischen Terror-Organisation. Die Stadt Wien hat dem in ihrem Verwaltungsgebiet einen Riegel vorgeschoben.

Das Volkskundemuseum in Wien hat den Auftritt des Israelkritikers Ronnie Kasrils abgesagt. Der ehemalige Minister unter Nelson Mandela sollte am 29. März im Rahmen der sogenannten Israelischen Apartheidwoche (IAW) eine Rede halten. Er ist ausgewiesener Unterstützer der Israel-Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) und des Palästinenser Terrors.

Kasrils verurteilte die Absage und kommentierte: „BDS ist eine friedliche Form des Drucks, um Israel zu bewegen, unzähligen UN-Resolutionen nachzukommen. Genau diese Art von Druck führte zum Fall der Apartheid in Südafrika.“ Der Stadtrat von Wien nahm im Juni 2018 eine Resolution an, die vorsieht, nicht mit der BDS-Bewegung zu kooperieren.

Ein antisemitischer BDS-Sprecher sagte laut der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA, dies sei ein Versuch, die „demokratische Debatte“ zum Schweigen zu bringen und Menschenrechtler zu kriminalisieren.

Die israelkritische „Jüdische Stimme“ gab zu Protokoll: „Als jüdische Organisation verfolgen wir mit Sorge die Kriminalisierung von Verfechtern palästinensischer Rechte.“ Der Druck sei in deutschsprachigen Ländern besonders gross, da „immer mehr Allianzen mit dem jüdischen Staat und seinem Narrativ” andere Stimmen zum Schweigen brächten.

Zurzeit laufen 80 antijüdische IAW-Hass-Veranstaltungen in 40 Städten in Europa, Nordamerika und den palästinensisch kontrollierten Gebieten. Veranstaltungen in Asien, Afrika und Lateinamerika stehen noch aus, sodass in diesem Jahr weltweit mehr als 200 Städte mitmachen.

 



Kategorien:Gesellschaft

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