Jerusalem: Zusammenstösse mit orthodoxen Randalierern



In Jerusalem versammelten sich am Abend des 9. Februar erneut ultraorthodoxe Demonstranten, um gegen die restriktiven Corona-Massnahmen der israelischen Regierung zu demonstrieren. Der Protest richtete sich insbesondere gegen die Schliessung der Jeschiwas (jüdische Hochschulen).

Die Versammlung wurde zunächst von der Polizei genehmigt und die religiösen Gemeindeführer hielten ihre Reden ab. Dabei wurde grössten Teils auf das Tragen von Masken und Abstandsgebote verzichtet. Am Ende der Demonstration machten sich Hunderte Teilnehmer auf den Weg zu einer nahegelegenen Hauptverkehrsstrasse, wo es zu Kämpfen zwischen ihnen und der Polizei kam. Einige Demonstranten blockierten den Verkehr, setzten Müllcontainer in Brand, beschädigten Fahrzeuge und bewarfen die Beamten mit Steinen und anderen Gegenständen.

Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Einige Personen wurden festgenommen. In den letzten Wochen haben sich ultraorthodoxe Juden immer wieder den Corona-Beschränkungen widersetzt, indem sie trotz Verbot grosse Beerdigungen für populäre Rabbiner abhielten, grosse Hochzeiten feierten und ihre Kinder weiterhin in Schulen schickten. Die Versammlungen und wiederholte Proteste gegen die Corona-Massnahmen haben zu Zusammenstössen mit der Polizei und einer beispiellosen Welle des öffentlichen Ärgers gegenüber der religiösen Gemeinschaft geführt.

Ultraorthodoxe Religionsführer erklären jedoch, dass die meisten Menschen sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. Das Virus würde sich unter ihnen vermehrt verbreiten, weil die Gemeinden arm sind und die Menschen in kleinen Wohnungen mit grossen Familien leben. Laut öffentlichen Angaben machten ultraorthodoxe Gläubige im Jahr 2020 mehr als ein Drittel der COVID-19-Fälle des Landes aus. Unter Israelis über 65 Jahren war die Sterblichkeitsrate der Ultraorthodoxen dreimal so hoch wie die der allgemeinen Bevölkerung. (de.rt.com)



Kategorien:Gesellschaft

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