Coronavirus: Drei Impf-Märchen – was steckt dahinter


Seit Anfang des Jahres kann man sich gegen das Coronavirus impfen lassen und das haben rund 64 Prozent der Schweizer bis jetzt genutzt.

Coronaimpfstoffe Moderna Pfizer-BioNTech

Trotz wissenschaftlich fundamentieren Informationen über Nebenwirkungen, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung glauben immer noch viele Menschen an teils absurde Theorien und lassen sich deshalb nicht impfen.

1. Geimpfte sind genauso ansteckend

Das Robert Koch-Institut nimmt dieser Behauptung den Wind aus den Segeln. Die Impfstoffe würden die Infektionen «in einem erheblichen Masse verhindern». Doch: «Es muss davon ausgegangen werden, dass einige Menschen nach Kontakt mit Covid-19 trotz Impfung auch infektiöse Viren ausscheiden.»

Das Risiko einer Übertragung ist aber so stark reduziert, das Geimpfte zur Weiterverbreitung des Virus nur noch sehr wenig beitragen können. Ein marginal kleiner Anteil Geimpfter können zwar selbst am Coronavirus erkranken und es übertragen. Das Risiko für beide Szenarien ist aber deutlich um ein Vielfaches geringer als bei Ungeimpften.

2. Impfstoff gegen Coronavirus verursacht Langzeitschäden

Infolge von unbegründeter Panikmacherei fürchten sich viele Menschen vor möglichen Langzeitschäden. Die Impfstoffe seien noch zu wenig erforscht, Langzeitfolgen bisher nicht absehbar, so die Argumente der Hysterie Verbreiter. «Nahezu nicht», «höchst unwahrscheinlich» und «praktisch nicht möglich» sind die Aussagen der Wissenschaftler und Experten zu diesem Argument.

Selbst der Begriff der Langzeitfolgen sei verwirrend, sagt Carsten Watzl, Immunologie-Professor an der technischen Universität Dortmund. Er habe Verständnis dafür, dass man sich als Laie frage, ob eine Impfung vielleicht noch Jahre später Schaden anrichten könnte. Aber die Sachlage sei klar: «Sowas hat es in der Vergangenheit noch nie bei einem Impfstoff gegeben. Sowas wird es auch bei den Covid-19-Impfstoffen nie geben.»

Der wichtigste Grund ist hierzu, dass Nebenwirkungen immer relativ kurz nach der Impfung eintreten. «Die Nebenwirkungen einer Impfung kommen dadurch zustande, dass die Impfung eine Immunreaktion auslöst. Die Immunreaktion kann wenige Wochen andauern, danach ist sie abgeschlossen. Der Impfstoff ist danach auch aus dem Körper verschwunden.»

3. Der Impfstoff verändert die DNA

Den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna wird von unqualifizierten, Möchtegern Pseudo-Ärzten nachgesagt, sie könnten das Erbgut verändern. Dazu hat der deutsche Virologe Professor Lars Dölken bereits im April erklärt: «Diese Behauptung ist ganz klar falsch.» Denn der Impfstoff-mRNA kann nicht in den Kern der menschlichen Zellen gelangen – dort, wo sich die DNA befindet und einlagert ist. Der Impfstoff gegen das Coronavirus bewege sich nur in den Aussenbereichen der Zelloberfläche.

«Damit die Impfstoff-mRNA überhaupt unser Erbgut verändern könnte, müsste sie erst einmal von RNA in DNA umgeschrieben werden. Zu solch einer Transformation sind die menschlichen Zellen gar nicht in der Lage», so Dölken weiter. In einem Interview mit «ZDF heute» bestätigte auch die Virologin Melanie Brinkmann: «Das ist wirklich völliger Nonsens. Die mRNA kann sich nicht in unsere DNA, in unser Genom, integrieren.»

(Chaim Stolz, JNS)



Kategorien:Gesellschaft

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