Tora und der jüdische Independence Day


27569Eine Anit-Zionistische-Gematria besagt: Jom Ha´Azmaut (der jüdische Independence Day) = Bitul Tora (man verzichtet auf die Tora). Wie lässt sich nun dieses mathematische Rätsel lösen.

Eine Antwort dazu finden wir im Buch: Tana deve Elijahu.

Ein Jude ging mal auf Elihaju HaNavi zu. Dieser Jude war weise und sehr gelehrt.

Er fragte den Propheten, Elihaju: „Rabbi, zwei Dinge trage ich in meinem Herzen und für Beide hege ich eine sehr grosse Liebe! Tora und Israel, aber ich weiss nicht, was an erster Stelle stehen muss.“

Elihaju HaNavi antwortete ihm: Es gibt welche die sagen, dass die Tora an erster Stelle sein sollte, so wie die Tora über sich selbst sagt: „Der Herr hat mich ganz am Anfang geschaffen, als erste Schöpfung noch vor allen anderen.“ (Sprüche 8, 22)

Andere aber sagen, dass Israel an erster Stelle zu stehen hat, so wie es heisst: „Damals gehörte Israel nur mir allein, so wie die erste Frucht der Ernte mir gehört. Wer meinem Volk damals etwas zu Leide tat, wurde schuldig gesprochen und Unglück kam über ihn. Ich, der Herr, habe gesprochen.“ (Jeremia, 2,3) Wie wir sehen ist Israel also die erste Frucht der Ernte.

Israel und auch die Tora sind für den Ewigen also an erster Stelle. Daher gilt es sie mit einander zu verbinden. Wie? Vielleicht mit einem Ritual?

Im Judentum gibt es ein schönes Ritual, welches lehrt: Sich unausgelassen zu freuen, geht nur, wenn man nie vergisst, was das Wichtigste ist, nämlich die eigene Identität und Familie! So gibt es bei Hochzeiten z.B. den Brauch, als Gedenken an die Zerstörung des Tempels am Ende der Hochzeitszeremonie ein Glas zu zerbrechen, schliesslich bringen Scherben ja Glück. Immer dann, wo wir uns also eigentlich völlig unausgelassen Freuen könnten, sollten wir aber auch einer traurigen Sache gedenken, einer Sache die mit unserer Identität und Familie harmoniert. Wenn wir das tun, so symbolisieren wir, dass unsere Trauer uns nie unsere Hoffnung rauben wird! Das macht deutlich, dass wir mit voller Überzeugung daran glauben, dass Gott sich unsere Gebete annimmt. Wir vergessen also nie, was das Wichtigste ist! Diese Woche feiern wir den 67. Unabhängigkeitstag Israels! Mazal Tov ISRAEL!! Alles erdenklich Gute unser geliebtes Land. Israel, aber ist kein Land! Nein, Israel ist eine Familie! Und so ein besonderer Tag wie der Unabhängigkeitstag Israels, also der Geburtstag vom Land und Staat der jüdischen Nation, genau an so einem Tag wird deutlich, das Israel eben nicht nur ein Land ist, sondern eine Familie.

Denn selbst am Unabhängigkeitstag Israels, wo wir uns eigentlich völlig unausgelassen freuen könnten, gedenken wir dennoch einer traurigen Sache: Ron Arad!

Am 16. Oktober 1986 stürzte er während eines Angriffs auf Stellungen der PLO an Bord einer F-4 Phantom II über Sidon (Libanon) ab. Dabei wurde Arad von der schiitischen Amal-Miliz gefangen genommen und seit dem ist er verschollen, sein Schicksal unklar ..

Am Unabhängigkeitstag Israels kann man überall faszinierende Flugeinlagen der Israelischen Luftstreitkräfte über den Himmeln Israels bestaunen.

Bei diesen Flug-Show-Einlagen sind in der Regel im Himmel immer 5 Kampfflieger zu sehen, aber ab und dann sind es nur 4 Kampfflieger, es fehlt also einer – Ja, es fehlt uns ein Bruder, Ron Arad! Am Unabhängigkeitstag Israels, wo wir uns alle eigentlich nur freuen sollten, genau hier gedenken wir einen Bruder, dessen Schicksal bis heute leider unklar ist. Ron Arad, möge G´tt ihn schützen und behüten und das Geheimnis über sein Schicksal lösen!

Das faszinierende daran ist aber die Tatsache, wie Israel ihren Unabhängigkeitstag feiert, eben genau so, wie eine Familie Geburtstag feiert!!

Ja Israel ist eine Familie! Und von dieser Familie ist im Prophetenbuch Jeremia die Rede: „Wer meinem Volk etwas zu Leide tat, wurde schuldig gesprochen und Unglück kam über ihn.“ Wir bitten den Ewigen auch heute Sein Gericht zu sprechen mit jenen die nur Hass und Leid für diese Welt suchen. Der Unabhängigkeitstag Israels steht im Zeichen des nationalen Zusammenhalts und für den Zusammenhalt einer Familie kann man auf mal etwas vom Studium der Tora nehmen, schliesslich heisst es ja im Talmud im Traktat Mena´chot: „Bitula hi kijuma“ = ihr Verzicht, also der Verzicht auf das Studium der Tora, ist das wahre Einhalten und demnach das wahrhaftige Studium.

Im Leben geht es immer darum sich an das Wichtigste zu erinnern, wir müssen Gott überall und in im allen erkennen lernen, zusammen ist das ganz einfach machbar.

Happy Birthday Israel

Rabbi David Kraus

 



Kategorien:Gesellschaft

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